Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst in Trier

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OPENING 

17/16/15/14/13/12/11


OPENING 15   Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst



 

Freitag 6. – Sonntag 8. Februar 2015 TUFA Kultur- & Kommunikationszentrum Trier

Aus gutem Grund bleibt das Festival für Aktuelle Klangkunst OPENING 15 der Idee der „Brückenschläge“ treu, neue Musik alter gegenüber zu stellen, improvisierte Musik mit komponierter, europäische mit außereuropäischer Musik zu konfrontieren.
Die vergangenen 4 Jahre haben gezeigt, dass die Programme durch ein aufgeschlossenes Publikum nicht nur der Stadt Trier sehr gut aufgenommen wurden sondern auch weit über die Stadtgrenze hinaus zunehmend auf Resonanz gestoßen ist.
Im Rahmen von Opening 15 gestalten über 30 Musiker, Komponisten und Klangkünstler an 3 Tagen mit 10 Konzerten, einer Klangkunstausstellung sowie 2 zusätzlichen Gesprächskonzerten für SchülerInnen und 2 Workshops eine spannende Reise in die aktuelle, zeitgenössische Klangkunst. Im Programm enthalten: 4 Uraufführungen und 3 deutsche Erstaufführungen.
Die Umrahmung des Festivals bildet wieder die 3-wöchige Klangkunstausstellung OPEN-EXPO im 2. OG der TUFA, die erstmals einem einzelnen Künstler, dem Düsseldorfer Musiker, Klang- und Installationskünstler Marcus Kaiser, übertragen wurde.
Die Festivallounge im 2. OG sorgt nicht nur für das leibliche Wohl, sondern schafft die gewohnte, ganz besondere Opening-Atmosphäre mit offenem und warmherzigen Austausch und der Begegnung von Künstlern, Akteuren und Publikum!
Zum 3. Mal übernimmt Walter Schumacher, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz die Schirmherrschaft.
 
Konzerttitel wie „Nähte der Luft“, „BLINDFLUG“, „TRAUM-MECHANIK“ , „LUFTGEBINDE“, oder „NahOst, so nah!“ deuten an, wo die komplexe Reise hingeht: in die Präsenz des musikalischen Aufbruchs des klingenden 21. Jahrhunderts...in diesem Sinne wünschen wir eine gute Reise ... Bon Voyage!
 
Bernd Bleffert und Thomas Rath
die künstlerischen Leiter
 

Eine Veranstaltung der TUFA und der Stadt Trier. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland Pfalz, der Nikolaus-Koch-Stiftung sowie der Kulturstiftung der Sparkasse Trier. In Kooperation mit der Gesellschaft für Aktuelle Klangkunst Trier e.V.

 

 


 

Programmübersicht:


Freitag | 7. Februar | 18:00Uhr | 2.OG.
ERÖFFNUNG des Festivals und der Klangkunstausstellung
opernfraktal / spinoza wucherung
von und mit Marcus Kaiser / Artist in Residence

Freitag | 6. Febr.| 19:00 Uhr |TUFA Großer Saal
TRAUM-MECHANIK
Nicolaus Huber -Traummechanik, Stockhausen - Kontakte
Für elektronische Klänge, Klavier und Schlagzeug

Freitag | 6. Februar | 20:30 Uhr | Angela Merici Gymnasium
Nähte der Luft
„Ensemble Crush" Flöte, Klarinette, Oboe, Posaune, Violine, Cello, Klavier, Schlagzeug, Leitung : Kyusang Jeong

Freitag | 6. Februar | 22:00 Uhr | TUFA 1. OG
Tria Principia
eine Konzertinstallation für geneigtes Publikum
Bernd Bleffert / Nagelpendel + Wolfgang Schliemann / Lithophone



Samstag | 7. Februar | 18:00 Uhr | TUFA Großer Saal
BLINDFLUG
Performance-Konzert

Samstag | 7. Februar | 20:00Uhr | Angela Merici Gymnasium
Antiphon und Sonnekus²
Hildegard von Bingen und John Cage
Irene Kurka - Gesang

Samstag |7. Februar | 21:30 Uhr | TUFA Großer Saal
NahOst, so nah!
Mustafa Said + Joss Turnbull + Ghassan Sahhab
Trio für neue authentische arabische Musik

Samstag | 7. Februar | 23:00 Uhr | TUFA Kleiner Saal
AUTOCHTHON
Improvisationstrio
 


Sonntag | 8. Februar | 11:00Uhr | TUFA Großer Saal
ZeitSpiegel
TrèvesPunktREEDQUINTET
eine Matinee der Renaissance und Gegenwart

Sonntag | 8. Februar | 16:00 Uhr | TUFA Großer Saal
ECHOES IN MIRRORS
Hannah Ma / Choreografie
Michael Gubenko / Regie

Sonntag | 8. Februar | 18:00Uhr | Museum am Dom
Natürliche Dauern
Karlheinz Stockhausen
aus dem Zyklus KLANG: Die 24 Stunden des Tages, 3. Stunde
Klavier: Udo Falkner

 






Programm:


Freitag | 7. Februar | 18:00Uhr | 2.OG.
 
ERÖFFNUNG
 
Begrüßung durch den Schirmherrn Walter Schumacher, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz und den Wirtschafts- und Kulturdezernenten der Stadt Trier Thomas Egger




Eröffnung des Festivals und der Klangkunstausstellung
OPEN-EXPO 2.OG opernfraktal / spinoza wucherung
von und mit Marcus Kaiser / Artist in Residence
 



Freitag | 6. Febr.| 19:00 Uhr |TUFA Großer Saal
 
TRAUM-MECHANIK
 
Nicolaus Huber -Traummechanik
Stockhausen - Kontakte
Für elektronische Klänge, Klavier und Schlagzeug

Das Eröffnungskonzert startet mit zwei Klassikern Neuer Musik: KONTAKTE von Karlheinz Stockhausen, ein elektronisches Werk der ersten Stunde, das um Schlagzeug und Klavier erweitert (1959/60), eine herausragende Komposition des 20. Jahrhunderts darstellt. Für gleiche Besetzung ist TRAUMMECHANIK (1967) von Nikolaus A. Huber, nach Prinzipien der „Mechanik“ von Träumen konzipiert. Roland Techet / Klavier und Thorsten Gellings / Schlagzeug.
http://www.karlheinzstockhausen.org/ >>

 


Freitag | 6. Februar | 20:30 Uhr | Angela Merici Gymnasium
 
Nähte der Luft



„Ensemble Crush"
 
Flöte, Klarinette, Oboe, Posaune, Violine, Cello, Klavier, Schlagzeug
Leitung : Kyusang Jeong
 
Das 2013 gegründete jung und freche Duisburger Ensemble CRUSH spielt ein Konzert mit sehr unterschiedlichen, scheinbar gegenseitig irritierenden Werken von Joseph Byrd, Jaehyuck Choi, Franz Liszt, Kunsu Shim und Gerhard Stäbler.
„Nähte der Luft“ ein kaum sichtbarer, dünner Faden spannt sich im Klangraum, an dem Spuren hängen von Seufzern, von Insekten-Schatten, von lustvollen Stunden, von Begierde-getränkter Luft, von grauen Wolken, von Nicht-los-Gehendem-Leben, von fahlem Winterlicht, von folgenreichen Unfällen, von überraschenden Wendungen, von erfüllten Seelen der Toten...

 
 

 
Freitag | 6. Februar | 22:00 Uhr | TUFA 1. OG

Tria Principia

 

eine Konzertinstallation für geneigtes Publikum
 
Bernd Bleffert / Nagelpendel + Wolfgang Schliemann / Lithophone
 
2 Kanarienvögel, 12 Nagelpendel und 2 Instrumentalisten gestalten simultan einen „alchymischen Prozess“ auf 3 Ebenen. Die Vögel verkörpern dabei das Prinzip „Sulfur“, die Nagelpendel „Sal“ und als „Mercurius“ verbinden die beiden Musiker mit Lithophonen und Nagelgeige die Gegensätze: eine Konzertinstallation zu später Stunde, eine subtil musikalisch, akustische Verwandlung im Sinne der „Tria Principia“, deren Ausgang im Voraus nicht zu bestimmen ist...bleibt nur die Frage: werden die Vögel singen....?





 
Samstag | 7. Februar | 18:00 Uhr | TUFA Großer Saal
 
BLINDFLUG



Performance-Konzert
 
Was kommt heraus, wenn mit größter Freude und Unternehmungslust der Pianist Roland Techet, die Opernsängerin Alexandra von Weth, der Schriftsteller Frank Schablewski sowie die Komponisten Gerhard Stäbler und Kunsu Shim gemeinsam einen "Blindflug“ wagen: ein pianistisches, vokalistisches, sprach-artistisches und performistisches Abenteuer mit Stücken von Richard Wagner, Mauricio Kagel, Dieter Schnebel, Georgis Aperghis, Gerhard Stäbler und Kunsu Shim

 
 

Samstag | 7. Februar | 20:00Uhr | Angela Merici Gymnasium
 
Antiphon und Sonnekus²

 Foto:Hartmut S. Bühler

Hildegard von Bingen und John Cage

Irene Kurka - Gesang

Die Mystikerin Hildegard von Bingen und John Cage, einer der Schlüsselfiguren der Neuen Musik, führen in diesem Solo der Sopranistin Irene Kurka einen erstaunlichen Dialog. Hildegards Antiphonen sowie Cages neunteiliger Zyklus Sonnekus² für Stimme Solo, der auf Textfragmenten aus dem Buch Genesis basiert und deren konkrete Gestalt von einem zufallsgesteuerten Computerprogramm generiert wurde, harmonieren außerordentlich gut miteinander: ein fruchtbares und aufschlussreiches Gespräch der beiden scheinbar so divergierenden Persönlichkeiten Hildegard von Bingen und John Cage über 800 Jahre hinweg. Irene Kurka´s warme und klare Stimme ist „betender Gesang“.
 
 
 

Samstag |7. Februar | 21:30 Uhr | TUFA Großer Saal
 
NahOst, so nah!



Mustafa Said + Joss Turnbull + Ghassan Sahhab
 
Trio für neue authentische arabische Musik

Mustafa Said – ägyptischer Oud-Virtuose und eine der melodischsten Stimmen des Tahrir, des ägyptichen Frühlings, der deutsche Tombak-Spieler Joss Turnbull sowie der Libanese Ghassan Sahhab an der orientalischen Zither Qānūn präsentieren ein Programm aus klassischen arabischen Stücken und neuen Klängen. Mustafa Said gilt als Spezialist der arabischen Kunstmusik und sucht sie zugleich von innen mit kulturimmanenten Mitteln zu erneuern. Neben der klassischen Interpretation und Mustafa Saids Eigenkompositionen erweitern die Musiker die Klangmöglichkeiten ihrer Instrumente mit innovativen Spielweisen: ein klangkräftiges und außergewöhnliches Hörerlebnis aus dem uns so „Nahen Osten“!
 



Samstag | 7. Februar | 23:00 Uhr | TUFA Kleiner Saal
 
AUTOCHTHON



Improvisationstrio
 
Die Trioformation AUTOCHTHON klingt wie sie heißt. Ihre Mitglieder Hartmut Oßwald (Saxophone, Bassklarinette), Stefan Scheib (Kontrabass) und Wolfgang Schliemann (Schlagwerk) sind Eingeborene des mitteleuropäischen Raums, als Einheimische sind sie bodenständig, als Weltbürger alteingesessen.Verwurzelt im Tradierten und offen für Impulse jedweder Freizügigkeit sind sie dem Klangreichtum der Neuen komponierten wie der Vitalität der Improvisierten Musik verbunden, beides bei hoher Temperatur verschmelzend. Die Trioformation AUTOCHTHON heißt wie sie klingt.






Sonntag | 8. Februar | 11:00Uhr | TUFA Großer Saal
 
ZeitSpiegel


 
TrèvesPunktREEDQUINTET

eine Matinee der Renaissance und Gegenwart

Fünf Bläser teilen ein gemeinsames Schicksal: die Instrumente, die sie spielen, benötigen alle ein winziges Hilfsmittel: ein kleines Stück Schilfrohr, das als bindendes Glied zwischen Musiker und Instrument entscheidet über Frustration und Glückseligkeit und das zugleich Motor und Achillesferse der Klangproduktion ist. Das Reedquintet zeichnet sich aus durch einen besonderen Klang, der pyramidenförmig von den tiefen Tönen der Bassklarinette, der tenoralen Tiefe des Fagotts, der weichen Mittellage des Saxophons über die Geschmeidigkeit der Klarinette in die klaren Klänge der Oboe gipfelt. Rosalinda Ciarelli / Oboe, Antonia Uerschels / Klarinette, Pawel Czekala / Bassklarinette , Lidia Favaretto / Fagott und der Gründer des Quintetts Nico Wouterse / Saxophon spielen ein Programm mit Musik der Renaissance sowie 2 Uraufführungen Neuer Musik: „River“ ein Stück, das die englische Komponistin Maddy Aldis-Evans für dieses Ensemble geschrieben hat und im Auftrag des Festivals ein Werk des Japaners Yuji Itoh.




Sonntag | 8. Februar | 16:00 Uhr | TUFA Großer Saal
 
ECHOES IN MIRRORS



Hannah Ma / Choreografie
Michael Gubenko / Regie

Nach einem Mythos von Ovid zur Komposition „Luftgebinde - Erkundungen des Augenblicks“ von Bernd Bleffert und Thomas Rath
Die Nymphe Echo wird verbannt. Verachtet, verbirgt sie sich im Wald. Sie, die nur die Worte anderer wiederholen darf, versucht in jenem Moment, in dem sie sich verliebt, die Wiederholung an sich zu binden und durch sie zu erklingen. Sie nähert sich Narziss und eröffnet ihm in seinen Worten ihre Liebe. Aber ihre blinde Stimme verhallt und ihre Umarmung bleibt leer.
 Die spartenübergreifende Inszenierung nähert sich ihrem Thema aus zwei Perspektiven. Die Tänzerin und Choreographin Hannah Ma erschafft im Rahmen ihres Workshops „Speaking Body“ für die Poesie Ovids einen außersprachlichen Ausdruck. Regisseur Michael Gubenko ergänztdas gemeinsam erarbeitete Bühnenstück mit den Mitteln des Sprechtheaters.
 "Speaking Body" ist eine von Hannah Ma entwickelte künstlerische Methode des kreativen spielerischen Miteinanders. In geführten Kommunikationsübungen wird durch das Sich-im-Raum-Bewegen eine jeweils eigene, individuelle Sprache gefunden und durch Improvisation in die Gruppe eingeflochten: Es entsteht ein immer wieder neues „Körper-sprechen“, das verdeutlicht, wie bedeutsam das Individuelle in jeder Gemeinschaft ist.
Inszenierung: Hannah Ma, Michael Gubenko // Mit: Lea Walde, Mitwirkende des Workshops "Speaking Body" // Eine Zusammenarbeit von 'bühne 1' und 'TUFA Tanz e.V.‘ im Rahmen des Festivals für aktuelle Klangkunst, Opening 15

 

 
 
 
Sonntag | 8. Februar | 18:00Uhr | Museum am Dom
 
 Natürliche Dauern


 
Karlheinz Stockhausen
 
aus dem Zyklus KLANG: Die 24 Stunden des Tages, 3. Stunde
Klavier: Udo Falkner

Nach dem Vorbild des Stundengebets katholischer Klöster hat Karlheinz Stockhausen die 24 Stunden des Tages kompositorisch im Zyklus KLANG umgesetzt. „Natürliche Dauern“ die 3. Stunde, ist für Klavier geschrieben und mit 140 Minuten das umfangreichste Werk dieser nicht vollendeten Reihe. Stockhausen schreibt in einem Werkkommentar: „Natürliche Dauern ergeben sich beim Klavier aus der Lage, in der man anschlägt, durch die Intensität, durch das Haltepedal. Wenn nun von solchen Dauern die Einsätze anderer Töne und Intervalle, Akkorde abhängig sind, entstehen Melodien, Harmonien und mehrstimmige Momente als Ergebnisse der natürlichen
Dauern“. Die Konzentration und mentale Kraft des Hörers, der diesen Zyklus in der Gesamtheit zum ersten Mal aufnimmt, wird außerordentlich gefordert. Doch schon mit den ersten Tönen ist es wie eine Neuentdeckung des Klavierklangs – fast wie eine Reise in die Seele der Klänge!

 
 
 
 
 
 
6. Februar – 27. Februar 2015 | im 2.OG / TUFA

OPEN-EXPO
 
opernfraktal / spinoza wucherung



Marcus Kaiser / Artist in Residence

Wenn man den Innenhof von Marcus Kaisers Atelier in Düsseldorf betritt, steht man unter grossen Baumfarnen und Palmen. In einem artifiziellen innerstädtischen Regenwald. In der skulpturalen Präsenz, dem Wachstum, in der klimatischen Abhängigkeit, dem zeitlichen Entfalten, Verflochtensein und der Beziehung der einzelnen Pflanzen zum Ganzen spiegelt sich vieles von Kaisers Sichtweise auf Welt und Kunst.
Marcus Kaiser hat in Düsseldorf Musik und Kunst studiert und in diesem weiten Feld bewegt sich sein Arbeiten. Über längere Zeiträume (Jahre, Jahrzehnte) entstehen simultan verschieden Serien, Werkgruppen. Mal die Eine, dann wieder eine Andere mehr in Erscheinung, in den Vordergrund tretend, "als wären sie Teil einer riesigen rhizomatischen Assemblage."
Diese sehr unterschiedlichen "Schichten" gruppieren sich in Ausstellungen zu komplexen Gefügen, Biotopen, Chronotopen, Lebensrauminstallationen, in denen der Künstler während der Ausstellung lebt und arbeitet.


Öffnungszeiten: Dienstag - Samstag 14 - 22:00 Uhr / Sonntag 11 – 17:00 Uhr

täglich an allen Öffnungstagen: 18:00 Uhr:

spinoza wucherung - Violoncello, Zuspielung und Video
 


Freitag | 27. Februar |18:00 Uhr |19:00 Uhr |21:00 Uhr
 
Kunstsalon & Finissage OPEN-EXPO Finissage

18:00 Uhr: spinoza wucherung - Violoncello, Zuspielung und Video
 
19:00 Uhr: Kunstsalon mit Marcus Kaiser - Moderation & Leitung: Rainer Breuer
 
21:00 Uhr: 
an einem ort - an einem anderen ort
von Marcus Kaiser für einen Solisten und Zuspielband:
Bernd Bleffert / Sandstrahl und Objekte
 
Das Stück "an einem ort - an einem anderen ort" wurde im Jahr 2000 in Köln begonnen. Es transportiert mit seinem ihm eigenen Verfahren Klänge und Räume mit ihrer jeweils eigenen Akustik von Ort zu Ort, wobei jeder Raum als Filter das Material weiter verändert, in gewisser Weise auswäscht und errodiert.

http://www.opernfraktal.de/_spinozawucherung/ >>
http://www.opernfraktal.de/aneinemort-aneinemanderenort.html >>
http://marcus-kaiser.net/ >>

 
 
 
 
OPENING für Schüler
 
 
Freitag 6. Februar | Anmeldung erforderlich
 
KONTAKTE von Karlheinz Stockhausen
Für elektronische Klänge, Klavier und Schlagzeug
 
Musikstunde und Konzert für SchülerInnen der Klassen 11 bis 13
 
Ein Klassiker neuer Musik: KONTAKTE von Karlheinz Stockhausen, ein elektronisches Werk der ersten Stunde, das um Schlagzeug und Klavier erweitert (1959/60), eine herausragende Komposition des 20. Jahrhunderts darstellt. Roland Techet / Klavier und Thorsten Gellings / Schlagzeug. Einführung:Thorsten Gellings
 

 
 
Montag 9. Februar | Anmeldung erforderlich
 
„NahOst so nah“
 
Musikstunde und Konzert für SchülerInnen der Klassen 1 bis 4
 
Arabische Musik
 
Mustafa Said – ägyptischer Oud-Virtuose und eine der melodischsten Stimmen des Tahrir, des ägyptichen Frühlings, der deutsche Tombak-Spieler Joss Turnbull sowie der Libanese Ghassan Sahhab an der orientalischen Zither Qānūn präsentieren ein Programm aus klassischen arabischen Stücken und neuen Klängen. Mustafa Said gilt als Spezialist der arabischen Kunstmusik und sucht sie zugleich von innen mit kulturimmanenten Mitteln zu erneuern. Neben der klassischen Interpretation und Mustafa Saids Eigenkompositionen erweitern die Musiker die Klangmöglichkeiten ihrer Instrumente mit innovativen Spielweisen: ein klangkräftiges und außergewöhnliches Hörerlebnis aus dem uns so „Nahen Osten“!
 

 

 
 
OPENING-Workshops
 
Speaking Body Termine nach Absprache | Anmeldung erforderlich
Tanz-Workshop mit Hannah Ma
 
Choreografischer Workshop für Studenten-( junge Menschen ab 18 Jahren) zu einer Musik von Bernd Bleffert und Thomas Rath: Luftgebinde (1997). Mit der von Hannah Ma entwickelten Methode „Speaking Body“ wird eine körperliche Entsprechung zur Komposition für Schlagwerk und Orgel gefunden.
Die Teilnehmer erfahren in der Arbeit mit Hannah Ma wie sie mit ihrem Körper in der Gruppe kommunizieren. Dabei geht es darum, spielerisch herauszufinden was man bereits, ohne zu sprechen über sich aussagt, und wie dies beim Gegenüber ankommt. In geführten Kommunikationsübungen wird durch das Sich-im-Raum-Bewegen eine jeweils eigene, individuelle Sprache gefunden und zusammen mit anderen durch Improvisation verbunden. Es entsteht ein immer wieder neues „Körpersprechen“, das verdeutlicht wie sehr das Individuelle in der Gruppe von Bedeutung ist.
 
Der Workshop ist der Auftakt einer Kooperation zwischen Bühne 1 und Hannah Ma. Nach dem Workshop besteht die Option für einige Workshopteilnehmer an einem Kooperationsprojekt zwischen Bühne 1 ( Studententheatergruppe im Theater Trier) und Hannah Ma ( Tufa Tanz) teilzunehmen.

 

 
 
Samstag | 1. Februar + Samstag | 8. Februar | 15:00 bis 16:30 Uhr TUFA
Sonntag | 9. Februar | Präsentation 16:00Uhr Anmeldung erforderlich

TÖNE
 
Ein Hör - Workshop für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren
mit Thomas Rath

An zwei Wochenenden soll bei dieser OPENING Veranstaltung auf das sensible und genaue Hören und Erzeugen von Tönen und Klängen spielerisch aber konzentriert hingearbeitet werden.
Der Workshop ist offen für alle alle Kinder und Jugendliche, musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Instrumentalisten sind dennoch besonders willkommen. In einer kleinen Präsentation werden die Ergebnisse für Eltern und Interessierte vorgestellt.
 

 



Weitere Details im Programmheft (pdf >>) OPENING 15





Künstler/VITAE


Maddy Aldis-Evans wurde 1971 in Leicester, England geboren. Sie studierte Oboe und Komposition an der Hochschule für Musik in Birmingham. In 1991 gewann sie den “Birmingham Conservatoire prize for orchestral composition” mit „4 Pieces for orchestra“. Maddy studierte weiter am „Royal Northern College of Music“ in Manchester. Dort gewann sie in 1993 ein Stipendium von der "Countess of Munster Musical Trust" (Musikalische Stiftung der Gräfin von Munster) und 1994 den „Rawsthorn"-Preis für Komposition. Nach Ihrem Studium Abschluss arbeitete Maddy freiberuflich mit verschiedenen Orchesters Englands und als Solistin bei Kammerensemble Cologne. Das „Stück „Dances scenes for Youth Orchestra and young dancers“ wurde von Bolton Youth Orchestra beauftragt und uraufgeführt. 2004 kam Sie nach Deutschland und spielte ein Jahr bei der Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz. Von 2005 bis 2013 spielte sie als Oboistin und Englischhornistin in der Anhaltischen Philharmonie Dessau und arbeitete weiter freiberuflich als Komponistin. In 2012 war Maddy Auftrags Komponistin des IMPULS Festivals und ihr Stück „War torn and the Angel“ wurde von der Anhaltische Philharmonie, Dessau ausgeführt. Maddy wohnt jetzt wieder in Oxford, England. Sie ist Solo-Oboistin des Moderne-Musik Ensembles Omnes Musica und Stellvertretende Solo-Oboistin bei Sinfonia Viva. Sie arbeitet selbstverständlich auch weiter als Komponistin.

Shigetoshi Ampo (Posaune) wurde in Tokio als Sohn einer Musiker-Familie geboren. Nach seiner kurzen Ausbildung in Japan kam er nach Deutschland um seine musikalische Ausbildung an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Prof. Christopher Houlding fortzusetzen. Seitdem spielt er in verschiedenen Orchester in NRW als Aushilfe wie zB. Den Bochumer Symphoniker, Duisburg Symphoniker, Düsseldorfer Symphoniker und Essener Philharmoniker. Neben seiner Tätigkeit als Orchestermusiker zeigt sich seine musikalische Leidenschaft auch in der Kammermusik,  wie mit dem Blechbläser Quintett „Brass in Five“, mit dem er seit 2011 im In- und Ausland erfolgreich konzertiert. Als Arrangeur schreibt er ständige neue Stücke für Blechbläser-Ensemble die in verschiedenen Konzerten aufgeführt wurden.

Georgis Aperghis (griechisch Γιώργος Απέργης - Giórgos Apérgis; * 23. Dezember 1945 in Athen) ist ein griechischer Komponist.  Der Sohn des Bildhauers Achille Aperghis und der Malerin Irène Aperghis bildete sich weitgehend autodidaktisch als Maler und Komponist aus. 1963 übersiedelte er nach Paris, wo er 1965 die Schauspielerin Édith Scob heiratete. Musikalisch wurde er von Komponisten wie Pierre Schaeffer, Pierre Henry und Iannis Xenakis, John Cage und Mauricio Kagel beeinflusst. 1971 erschien mit La Tragique histoire du nécromancien Hieronimoet et de son miroir sein erstes Werk für das Musiktheater, dessen profiliertester Vertreter in Frankreich er wurde. 1976 gründete er die Theatergruppe Atelier Théâtre et Musique (ATEM) in Bagnolet (seit 1991 am Théâtre des Amandiers in Nanterre). Hier wurden bis zur Auflösung der Gruppe mehr als zwanzig Stücke aufgeführt, darunter La bouteille à la mer (1976), Conversations (1985), Enumérations (1988), Jojo (1990), H (1992), Sextuor (1993) und Commentaires (1996).

Jaeik Bae (Schlagzeug) wurde in Busan/Südkorea geboren. Mit zehn Jahren erhielt er regelmässig Posaune-  und  Schlagzeugunterricht.  Zuerst  studierte  Posaune  in  Kyung-Hee  Universität  in Südkorea  und  während  der  Studiums  wechselte  seinen  Hauptfach  zum  Schlagzeug.  Zum Wintersemester  2010  kam  er  zur  Folkwang  Universität  der  Künste  und  führt  seinen Schlagzeugstudium  bei  Prof.  Michael  Pattmann  fort.  Seit  2013  studiert  er  als  Professional Performance  of  Master  bei  seliger  Universität.  Er  spielt  viele  Schlagzeugensembles  u.a. Deutschland Rundfunk Schlagzeugensemble und Ensemble Modern Orchester

Bernd Bleffert: Schlagzeuger und Klangkünstler; 1955 in Altenahr geboren; lebt und arbeitet in Trier; entwickelt seit 1990 eigene Schlagwerke sowie damit verbundene neue Spieltechniken, Improvisationskonzepte und Kompositionen; Mitbegründer des Ensembles für experimentelle Musik: TONWERKE TRIER;  Konzerte als Solist und in verschiedenen Ensembles; Workshops für improvisierte Musik; Klangobjekte und raumbezogene Klanginstallationen. Seit 2011 zusammen mit Thomas Rath Künstlerischer Leiter des Trierer OPENING Festivals für internationale Klangkunst.

Joseph Byrd wurde 1937 in Louisville, Kentucky (USA), geboren und wuchs in Tucson, Arizona, auf. Während der Schulzeit dpirltr er in verschiedenen Country-and-Western und Pop-Bands , aber später schrieb er sich an der University of Arizona ein und begann Vibraphon mit einer Jazzgruppe zu spielen. Nach der Graduierung erhielt er das Stanford University's Sollnit Fellowship für ein Graduiertenstudium in Komposition. Jedoch entschied sich Byrd, lieber nach New York zu gehen, wo er sich intensiv mit elektronischer Musik befasst und junge experimentelle Komponisten traf. Während seiner New Yorker Zeit arbeitete Byrd in der Neuen-Musik-Szene als Dirigent, Arrangeur, Lehrer, Produzent bei einem Schallplattenlabel und Assistent des Kritikers und Komponisten Virgil Thomson. Er erzielte ebenfalls Aufmerksamkeit als einer der führenden jungen Experimentalisten, und seine Werke wurde zwar von Paris bis Tokio gespielt aber – im Gegensatz zu John Cage – äußerst selten in Deutschland. Bei den beiden Werke, die das Ensemble CRUSH nun beim "opening"-Festival realisiert, handelt es sich um Deutsche Erstaufführungen.

William Byrd (* wahrscheinlich 1543 in Lincolnshire; † 6. Juli 1623 in Stondon Massey/Essex, nach anderen Quellen: * 1538; † 4. Juli 1623) war ein englischer Komponist und Organist. Byrd war der bedeutendste Komponist zu Zeiten von William Shakespeare. Seine Psalmen und Motetten sowie seine Madrigale gehören zu den bestaufgenommenen Kompositionen des 16. Jahrhunderts. Zudem schrieb er Orgel- und Klavierwerke. Byrd war seit 1572 zusammen mit Thomas Tallis Organist der Chapel Royal in London. Er war ein bedeutender katholischer Kirchenkomponist. Seine Virginalkompositionen finden sich in verschiedenen Sammlungen, so etwa im Fitzwilliam Virginal Book wie auch im Lady Nevills Book. Als wichtigster Musikschaffender der Tudorzeit hatte er den Ruf eines «englischen Palestrina». Byrd erhielt zusammen mit Tallis das Privileg des Monopols für Notendruck von Königin Elisabeth I. von England. Er war Lehrer von Thomas Morley und Thomas Tomkins.
In den etwa 500 Werken seines Schaffens nimmt die Chormusik eine zentrale Stelle ein. Byrd komponierte Messen, Motetten, Madrigale, Kanons, Werke für Virginal und Streicher und anderes.

John Cage wurde am 5. September 1912 in Los Angeles, Kalifornien, geboren und starb am 12. August 1992 in New York. Er studierte Geisteswissenschaften am Pomona College. Zu seinen Kompositionslehrern zählten Henry Cowell und Arnold Schönberg. Cage war gewähltes Mitglied der National Academy und des Institute of Arts and Letters der USA und wurde sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa mit zahllosen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Er erhielt Kompositionsaufträge von den bedeutendsten Konzertveranstaltern der Welt und nahm bis zuletzt an vielen Veranstaltungen aktiv teil.Die stimulierende Wirkung, die Cages Werk auf die Musik und Kunst des 20. Jahrhunderts ausübte, und die Folgen seines Schaffens können kaum ermessen, geschweige denn kritisch beurteilt werden. Unbestritten ist, daß die Entwicklungen in der Musik unserer Zeit ohne Berücksichtigung seiner Musik und seiner Ideen nicht verstanden werden können. Die Erfindung des präparierten Klaviers und seine Arbeit mit Schlaginstrumenten führten ihn zur Entdeckung und Erforschung einzigartiger und faszinierender Möglichkeiten, die zeitliche Dimension von Musik zu strukturieren. Er ist allgemein anerkannt als Initiator und führende Figur auf dem Gebiet der indeterminierten Komposition mit Hilfe von Zufallsoperationen.

Jaehyuck Choi, 1994 in Seoul, Südkorea, geboren und aufgewachsen, ist Komponist und Dirigent. Zur Zeit studiert er Komposition bei Matthias Pintscher an der Juilliard School in New York. Choi besuchte mehrere Sommerfestivals in Frankreich, Österreich, den USA und Korea. Aufträge erhielt er bereits von den New York Virtuoso Singers (USA), dem Gwacheon Symphony Orchestra (Südkorea) und in diesem Jahr vom Festival „opening '15" (Deutschland). Choi erhielt bereits mehrere Preise, außerdem gewann er mehrere Kompositionswettbewerbe (u.a. Morton Gould Award, National YoungArts Foundation, MTNA Composition Competition, Pikes Peak International Young Composers Competition, Daegu International Contemporary Music Festival, TIMF call for score etc.).

Josquin Desprez auch Josquin des Préz, Jossequin Lebloitte oder latinisiert Josquinus Pratensis, (* zwischen 1450 und 1455 in Saint-Quentin; † 27. August 1521 in Condé-sur-l'Escaut, Frankreich) war ein franko-flämischer Komponist und Sänger.
Josquin Desprez beherrschte alle kompositorischen Techniken der Frührenaissance meisterhaft und gilt als bedeutendster Vertreter dieser Zeit. Er war schon zu Lebzeiten ein berühmter Komponist.

John Dowland geboren(nach eigener Angabe) 1563 möglicherweise in London; begraben 20. Februar 1626 in St Anne, Blackfriars, London) war ein englischer Komponist des elisabethanischen Zeitalters. Dowlands musikalisches Werk umfasst Lautenlieder, Werke für Laute solo und Werke für Gambenconsort mit Lautenbegleitung.

Laura Endres wurde 1986 in Basel geboren und ließ sich in Zürich und Wien zur Tonmeisterin ausbilden; in Wien erhielt sie 2014 ihr Diplom mit Auszeichnung von der Universität für Musik und darstellende Kunst. Während ihrer Studien waren ihre einflussreichsten Lehrer Jürg Jecklin, Wolfgang Musil, Jorge Sanchez-Chiong, Annegret Huber, Georg Misch, Ulrich Vette, Andreas Werner und Martin Neukom. Heute ist sie neugierig auf alles, was Ton aufnimmt, produziert oder transformiert, und sehr interessiert an der Wahrnehmung von Klang und Kultur. Daher sucht sie in ihrer Arbeit nach einer Kombination von wissenschaftlichen, emotionalen und künstlerischen Herangehensweisen. Laura Endres nahm am NEW_AIR Projekt in Wien teil und an der ManiFeste-2014 Akademie am IRCAM in Paris. Ferner organisierte sie die 2. AES CESS, ein europäisches Gipfeltreffen für Tonmeister-Studierende. Sie war im Frühjahr als Klangregisseurin bei der IEMA eingeladen, mit der sie z. B. auf einem Containerschiff bei der Luminale und am ZKM_Kubus in Karlsruhe auftrat. Zuvor war sie die Klangregisseurin für das Stück Doppelgängerstraßen von Carina Riedel und arbeitete auch bei den Wiener Festwochen (vor allem an Iannis Xenakis‘ Oresteïa und Luca Francesconis Quartet). Außerdem war Laura Endres an Uraufführungen etlicher Komponisten beteiligt, z. B. Alessandro Baticci, Wen Liu und Cyrill Lim.  Sie arbeitet auch gern mit Klang im Film, so z. B. für den Kurzfilm Unser Lied von Catalina Molina und das erste Feature von Peter Brunner, Mein blindes Herz, die beide etliche Preise gewannen und bei Festivals weltweit gezeigt wurden. Zuletzt arbeitete sie mit dem schweizer Sound-Designer Peter Bräker an einer Dokumentation über den Künstler H. R. Giger.

Udo Falkner wurde in Kempen/Niederrhein geboren. Sein Klavierstudium absolvierte er bei Max Martin Stein in Düsseldorf und bei Ludwig Hoffmann in München.
Kurse besuchte er bei Alexis Weissenberg und Karlheinz Stockhausen. Seitdem rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland bis nach Japan, wo er unter anderem mit der Aufführung von Olivier Messiaen’s „Vingt Regards sur l’Enfant-Jésu“ in der Tokyo-FM-Hall großen Erfolg erzielte. Rundfunkaufnahmen sowie Auftritte bei renommierten Musik-Reihen, wie: Rheinische Musikfeste, Sommerliche Musiktage Hitzacker, ‚neues werk’ NDR-Hamburg,Internationales Klavierforum ‚antasten’ Heilbronn, Corveyer Musikwochen, Encontre Internacional de Compositors Festival Ille de Mallorca, Internationales Messiaen Festival Düsseldorf‚ Musik der Zeit’ WDR-Köln. Von namhaften Komponisten, Musikern und Kennern der zeitgenössischen Musik werden die besonderen Qualitäten seiner Interpretationen, seine kompromisslose Programmgestaltung und sein experimentierfreudiges, authentisches Künstlertum hochgeschätzt.Udo Falkners außergewöhnliches Repertoire beinhaltet zahlreiche bedeutende Komponisten der Gegenwart. Beim Label telos music erschienen die viel gelobten Aufnahmen mit sämtlichen Klavierwerkenbis 2000 von Wolfgang Rihm , das komplette Tagebuch bis 2006 von Georg Kröll und kürzlich die Natürliche Dauern 1-24 von Karlheinz Stockhausen, die er 2009 als einer der ersten Pianisten im Robert-Schumann-Saal in der Gesamtheit aufführte.

Thomas Ford (* um 1580; † 17. November 1648) war ein englischer Komponist, Lautenist, Gambist und Dichter. Er wurde von Henry Frederick Stuart, dem Sohn Jakobs I., an den Königshof berufen. Als Musiker wirkte er für den Prinzen Henry von 1610 bis 1612, für den Prinzen Karl 1617–25 und, nachdem dieser König Karl I. geworden war, weiter bis zum Ausbruch des Englischen Bürgerkriegs 1642. Neben John Dowland war er der Hauptvertreter der Komponistengeneration vor Henry Lawes. Ford liegt in St. Margaret’s in Westminster begraben.Ford komponierte drei- bis sechsstimmige Hymnen, vier Kanons auf geistliche Texte, 35 Partsongs (mehrstimmige homophone Lieder), sechs fünfstimmige Fantasien und Gambenmusik. Als seine bedeutendste Sammlung gilt die zweiteilige Musicke of Sundrie Kindes (London 1607). Der erste Teil Aries for 4 voices to the Lute, Orphorion, or Basse-viol, with a Dialogue for two Voices umfasst Airs für die Laute, der zweite Teil für das Gambenconsort beinhaltet Tanzsätze wie Pavens, Galiards, Almaines, Toies, Jigges, Thumpes, and such like, wobei die Bezeichnung „Thump“ ein Pizzicato der linken Hand meint. Viele der Airs sind in zwei Fassungen abgedruckt, jeweils für eine bis mehrere Gesangsstimmen mit Lautenbegleitung oder im vierstimmigen Satz.

Girolamo Frescobaldi (* 9. September 1583 in Ferrara; † 1. März 1643 in Rom) war ein italienischer Komponist und Organist der Spätrenaissance und des Frühbarock.
Giovanni Gabrieli studierte bei seinem Onkel, dem Komponisten Andrea Gabrieli, und bei Orlando di Lasso während dessen Zeit in München. Er wurde 1584 oder 1585 2. Organist an der Kirche San Marco (Markuskirche) in Venedig und übernahm nach dem Tod seines Onkels 1586 auch dessen Position als Komponist und Hauptorganist. Die Tradition der Venezianischen Mehrchörigkeit, die sich durch das Alternieren von zwei bis zu acht im Raum verteilten Chören definiert, setzt er an San Marco fort.Grabstein in der Kirche Santo Stefano. Er ist in Venedig in der Kirche Santo Stefano begraben.

Thorsten Gellings: Geboren 1983 in Heidelberg, erster Schlagzeugunterricht im Alter von 6 Jahren. Diverse Preise bei JugendMusiziert. Mitglied des Sinfonischen Blasorchesters Baden-Württemberg und des Bundesjugendorchesters. Ab 2000 Studium an der Mannheimer Musikhochschule bei Prof. Dennis Kuhn. Mehrere Preise und Stipendien. Konzerte im In- und Ausland als Solist oder Orchestermusiker. Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Gerd Albrecht oder Sylvain Cambreling. Intensive Beschäftigung mit Neuer Musik und zahlreiche Uraufführungen.

Michael Gubenko, Regisseur, am 26. Februar 1985 in Riga (Lettland) geboren, absolvierte in Trier sein Studium der Germanistik, russischer Literaturwissenschaft und Geschichte und ist neben seiner Promotion an der Universität Trier für das Projekt 'bühne1' am Theater Trier verantwortlich. Michael Gubenko ist Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und wurde 2014 mit dem Förderpreis Kultur der Stadt Trier ausgezeichnet.

Pia  Marei  Hauser (Flöte)  studierte  Flöte  in  Münster  bei  Konrad  Hünteler  und  erwarb  2011 Diplome  in  Instrumentalpädagogik  und  Künstlerischer  Ausbildung.  Seit  2012  ist  sie Masterstudentin  für  Flöte  an  der  Folkwang  Universität  der  Künste  in  Essen  mit  Spezialisierung „Neue  Musik“  bei  Gunhild  Ott  und  Günter  Steinke.  Sie  wirkte  hier  unter  anderem  an  der Aufführung von Arnold Schönbergs „Pierrot Lunaire“ im Rahmen des Festivals „Folkwang Neue Musik Woche“ mit und spielte als Solistin im Stück „Windsequenzen“ von Péter Eötvös mit dem Ensemble  „Folkwang  Modern“  im  Rahmen  des  Festivals  für  Neue  Musik  „NOW“!  der Philharmonie  Essen.  Zudem  tritt  sie  seit  Jahren  regelmäßig  als  Solistin  und  in  verschiedenen Besetzungen  beim  Festival  „Musik  unserer  Zeit  Münster“  und  bei  anderen  Festivals  für zeitgenössische Musik auf. Zu ihren Studien arbeitete mit diversen Komponisten zusammen, u.a. Helmut Lachenmann, Gerhard Stäbler und Kunsu Shim.

Nicolaus Anton Huber (* 15. Dezember 1939 in Passau) ist ein deutscher Komponist. Nicolaus A. Huber studierte nach dem Abitur von 1958 bis 1962 Schulmusik an der Musikhochschule München, anschließend bis 1964 ebendort Komposition bei Franz Xaver Lehner und 1964 bis 1967 bei Günter Bialas. Von 1965 bis 1966 arbeitete er gemeinsam mit Josef Anton Riedl im Siemens-Studio für elektronische Musik in München. Seine weitere Ausbildung erfolgte bei Karlheinz Stockhausen (Darmstädter Ferienkurse 1967) und vor allem 1967/68 bei Luigi Nono in Venedig. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung 2003 war Huber Professor für Komposition an der Folkwang-Hochschule in Essen.

Yuji Itoh Born in Nagoya (Japan) in 1956, He completed post-graduate studies in composition and conducting at Tokyo Gakugei University. At University, he studied composition with Satoshi Sumitani, Sessyu Kai, and studied conducting with Eiichi Itoh. At the same time, he attended workshops held at composer Jo Kondo’s house over a year and learned a great deal. He was the member of the composers group “Group For” till 1991. From 1978, his works have been played at the festivals in many cities around the world, for example Tokyo, Bourge, Linz, Senigallia, Salzburg, etc. He produced and supervised many concerts, such as, “A Guide to Better Appreciation of 20th-century Music”(12 concerts in 4years,given by Kodaira City, Tokyo.) “Hommage a Breccia”(24 composers’ works with P.A.Breccia’s painting, Tokyo and Kobe, Japan) and others. Since 1999, he has been continuing “YS Project” with the pianist . As of 2006, they have made 27 concerts again in many cities all over the world as Roma, Köln, Paris, Lille, Bremen, Münster, Bucharest, Cairo, Ankara, Istanbul and Tokyo. Those concerts were for introducing Japanese contemporary music and had the collaboration works with the composers around the world. And in 2004, he established the project office nothing but music. He awarded the 2nd prize of “Antonio Manoni prize” (2004,Senigallia: Italy )with his work “A Words in Silence”(for organ and saxophone.) (It is the only competition that he has ever applied.) Also in 2004, he became a member of the jury for "international Composer Competition Città di Udine."

Kyusang Jeong (Klarinette) begann im Jahr 2000 als in Korea bereits mehrfach ausgezeichneter Klarinettist  die  Künstlerische  Instrumentalausbildung  an  der  Folkwang  Universität  der  Künste Essen bei Wolfgang Esch. Schon damals wurde seine Faszination für neue Klänge geweckt, denen er  sich  z.B.  2002  in  Darmstadt  mit  dem  Folkwang  Ensemble  für  Neue  Musik,  unter  der  Leitung Johannes  Kalitzkes,  widmen  konnte.  Während  eines  Meisterklassenstudiums  bei  Prof.  Harald Harrer und Manfred Preis konnte er den 1. Preis beim "Musikpreis der Nürnberger Nachrichten" sowie den 3. Preis beim "International Chamber Music Competition" in Thessaloniki mit dem Duo Ryul gewinnen. Nach einer durch den koreanischen Wehrdienst erzwungenen zweijährigen Pause kehrte  er  an  die  Folkwang  UdK  zurück  und  hier  machte  er  seinen  Master  in  der Instrumental- ausbildung mit der Studienrichtung Neue Musik, die inzwischen die wichtigste Rolle in seinem Schaffen spielt.

Mathieu Jocqué (Violoncello) begann mit fünf Jahren seine musikalische Ausbildung mit Violine, wechselte aber bald darauf auf Cello. Seinen ersten Cello- und Kammermusikunterricht erhielt  er an der Musikschule in Eeklo in Belgien bei Danny Pauwels und Jan Sciffer. Im Jahr 2005 machte er dort seinen Abschluss und wurde außerdem Finalist des Young Soloist Competition in Oostende. Im Anschluss  daran,  begann  er  seine  professionelle  Ausbildung  mit  Ilia  Laporev  und  Alexander
Kramouchin  an  der  Hochschule  für  Musik  und  Kunst  in Antwerpen.  Über  5  Jahre  nahm  er  auch regelmäßig an Meisterkursen des Cellisten Vladimir Perlin teil, der am Konservatorium in Minsk lehrt.  Sein  Studium  setzte  er  in  Antwerpen  bei  France  Springuel,  sowie  an  der  Hochschule  in Rotterdam  bei  Jeroen  den  Herder  fort.  Er  studierte  an  der  Folkwang  Universität  der  Künste  als Master  Professional  Performance  bei  Prof.  Christoph  Richter.  Mit  seinen  EVENOS-Quartett (Streichquartett) macht er zahlreichen Konzerte in Europaweit.

Mauricio Kagel (* 24. Dezember 1931 in Buenos Aires; † 18. September 2008 in Köln) war ein argentinisch-deutscher Komponist, Dirigent, Librettist und Regisseur. Sein Gesamtwerk umfasst neben Instrumentalmusik und Werken für das Musiktheater auch die Komposition und Produktion von Hörspielen und Filmen; er leistete einen wichtigen Beitrag zur Neuen Musik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Marcus Kaiser wurde 1967 in Tübingen geboren. Studium an der Kunstakademie Düsseldorf (Meisterschüler von Prof. Klaus Rinke) und Violoncellostudium (Diplom
und Konzertexamen) an der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf.
Arbeit in der Komponistengruppe "wandelweiser". Seit 1997 Raum für interdisziplinäre Veranstaltungen "kaiserwellen".

Irene Kurka erhielt ihre Gesangsausbildung an der Musikhochschule München, an der Meadows School of the Arts, SMU, Dallas/U.S.A., und an der University of British Columbia, Vancouver/Kanada. Die vielseitige Sopranistin wurde mit mehreren Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Irene Kurka singt die Sopranpartien der großen barocken Oratorien und Passionen. Auch in der zeitgenössischen Musik ist sie eine gefragte Sängerin. Zahlreiche Komponisten (Eggert, Denhoff, Muntendorf, Kampe, Beuger, Zapf u.a.) schreiben und widmen ihr Stücke, nicht zuletzt für CD- und Rundfunkaufnahmen. Mittlerweile hat sie über 140 Uraufführungen gesungen. Seit 2009 beschäftigt sich Irene Kurka intensiv mit dem Repertoire für Stimme Solo (Nono, Berio, Cage, Lucier, Beuger, Bauckholt u.a.) 2012 veröffentlichte sie in einer CD-Koproduktion mit dem Label Wandelweiser und dem bayerischen Rundfunk Lieder von Hildegard von Bingen und John Cage, bald folgt die CD „Beten“ für Stimme Solo. Irene Kurka war als Solistin unter anderem zu Gast bei: Tonhalle Düsseldorf, Kölner Philharmonie, Festival Mecklenburg-Vorpommern, Ungarischer Rundfunk Budapest, Huddersfield Contemporary Music Festival, L’auditori Barcelona, Theater Dortmund, A.DEvantgarde-Festival München, Acht Brücken Festival Köln, Festival Muziek Biennale Niederrhein, scene österreich in nrw, Theater Osnabrück, Globusklänge WM 2006, Ensemblia Mönchengladbach, Randspiele Berlin-Zepernick, MOMENTSMUSICAUX AARAU, Hydra Festival Boston, Oberstdorfer Musiksommer, Greifswalder Bachwoche, Fränkischer Sommer, Neuburger Kammeroper, Bayreuther Barock, Trier OPENING.

Franz Liszt wurde am 1811 in Raiding im Burgenland geboren und starb am 1886 in Bayreuth. Sein Vater war Ungar und Gutsverwalter beim Fürsten Esterhazy, seine Mutter Österreicherin. Früh begabt nahmen ihn seine Eltern 1821 nach Wien. Dort erhielt er Unterricht bei Carl Czerny und Antonio Salieri. Er durfte Beethoven vorspielen, der sich lobend über ihn äußerte. 1823 unternahm Liszt seine erste Konzertreise nach Paris. Hier war er u.a. mit Balzac, Berlioz, Chopin, Heine und Meyerbeer befreundet. 1848 wurde Franz Liszt Hofkapellmeister in Weimar, dass er aufgrund von Intrigen 1859 wieder verließ. In späteren Jahren nahm er in Rom die niederen geistlichen Weihen entgegen. Als „Abbé Liszt“ wirkte er in u.a in Rom Budapest und Bayreuth. Liszt hat viele bedeutenden Uraufführungen geleitet und eine große Anzahl von hervorragenden Schüler gehabt. Als selbstloser Förderer des Musiklebens ist er aus der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts nicht wegzudenken.

Hannah Ma ist Tänzerin und Choreografin mit deutsch- chinesischen Wurzeln.
Sie arbeitete u. a. mit dem Stuttgarter Ballett, dem Hongkong Ballet und dem Kirov Ballet. Ihr Interesse gilt dem Körper als Symbol und Form jeder Art von Kommunikation und als Verortung des individuellen und kollektiven Seins.
Hannah Ma arbeitet mit verschiedensten Künstlern weltweit und ist Gründerin von „hannah ma dance“ und „Han Sún Gathering“.

Claudio Merulo auch Claudio da Correggio (* 8. April 1533 in Correggio; † 5. Mai 1604 in Parma) war ein italienischer Komponist und Organist der Spätrenaissance.
Merulo arbeitete zuerst als Organist in Brescia (1556), im Jahr darauf bewarb er sich um den Posten eines zweiten Organisten am Markusdom in Venedig und konnte sich gegen Andrea Gabrieli durchsetzen. Im Jahr 1566 stieg er als Nachfolger von Annibale Padovano zum ersten Organisten auf. Nach 30 Jahren Tätigkeit am Markusdom verließ er Venedig im Jahr 1586, erhielt eine Stelle als Hoforganist beim Herzog von Parma und übernahm dazu noch den Posten eines Domorganisten, und 1591 einen dritten Posten an der Basilika Santa Maria della Steccata in Parma.
Merulo starb nach kurzer schwerer Krankheit am 5. Mai 1604. Er erhielt ein Staatsbegräbnis und wurde in der Kathedrale von Parma an der Seite des Komponisten Cipriano de Rore begraben.

Karin Nakayama (Violine) wurde in Tokio geboren, begann ihr Studium 2007 an der Toho Gakuen Musikhochschule in Tokio. 2011 wechselte sie an die Folkwang Universität der Künste Essen, wo sie bei Jacek Klimkiewicz, Erik Schumann und Evgueny Sinaiski studierte und ihr Studium 2013 mit dem Master abschloss. Seit Oktober 2013 studiert sie bei Günter Steinke mit dem Hauptfach Neue  Musik.  Meisterkurse  u.a.  bei  Vadim  Tchijik,  Stephan  Picard,  Radoslaw  Szulc,  Patricia Kopachinskaja u.a. Sie gewann den 2. Preis beim Richard-Bellon Wettbewerb, den 1. Preis beim Internationalen Luigi Nono Wettbewerb in Turin, den 2. Preis bei der OSAKA International Music Competition und den 3. Preis beim Japan Classic Wettbewerb. Außerdem gewann sie den 1. Preis sowie zwei Sonderpreise beim Premio Maria Grazia Vivaldi. Als Stipendiatin nahm sie u.a. an der Lucern  Festival  Music  Academy,  bei  der  Orchesterakademie  Schloss  Esterházy  sowie  bei  der Orchesterakademie des Schleswig Holstein Festival teil.

Hartmut Oßwald arbeitet seit Mitte der 90iger Jahre als freischaffender Musiker und Lehrer für Saxophon und Bassklarinette. Er spielt in zahlreichen Formationen mit international agierenden Musikern im Bereich des Jazz und oder FreeJazz nebst all seinen Einflüssen, freier Improvisationsmusik, Neuer Musik, so wie Musik im Kontext von Literatur, Theater und Performance. Die Tätigkeit als freischaffender Musiker beinhaltet eine langjährige Erfahrung als Musikpädagoge und Instrumentallehrer.
Hartmut Oßwald ist aktives Mitglied von „Ini-Art e.V Initiative für Musikkunst“

Marin  Petrov (Klavier)  wurde  in  Bulgarien  geboren.  Mit  sechs  Jahren  erhielt  er  seinen  ersten Klavierunterricht.  Bis  zum  Abitur  am  heimischen  Musikgymnasium,  das  er  mit  Auszeichnung abschloss,  konnte  er  mehrere  Preise  bei  nationalen  und  internationalen  Wettbewerben unterschiedlicher Art erspielen – als Solist, Klavierbegleiter und Ensemblemusiker. Zum Studium zog  es  ihn  ins  Ruhrgebiet  in  Deutschland  –  an  die  Folkwang  Hochschule  (später  Universität)  in Essen,  wo  er  zunächst  (Diplom)  Klavier,  später  (Master  of  Music, Abschluss  mit Auszeichnung) Kammermusik  studierte.  Die  Affinität  zur  Neuen  Musik  entwickelte  sich  während  seines Instrumentalstudiums  bei  Bernhard  Wambach.  Neben  der  klassischen  Moderne  stehen  in  seiner Repertoireliste viele Werke, die er aus der Taufe hob. „Neue Musik beinhaltet die Faszination ein Werk unserer Zeit und dessen aktuelle Interpretation im Dialog mit dem Komponisten erarbeiten zu können.  Und  dies  ist  nur  der Anfang...“.  Seit  2011  widmet  sich  Marin  Petrov  auch  einer  neuen Herausforderung – einem Master-Studium der Musikwissenschaft mit dem Ziel eine Masterarbeit über Klavierwerken Wolfgang Rihms zu verfassen.

Thomas Rath,
geboren 1956 in Bonn. Frühe Begegnung mit Musik und Theater. Studium Kunst, Musik, Philosophie in Luxemburg, Bielefeld und Hannover, ua. bei Egon Neubauer und Diether de la Motte. Tätigkeit an verschiedenen Bühnen. Ab 1989 als Kirchenmusiker und freischaffender Künstler in Trier und Luxemburg. Ausstellungen, Konzerte, experimentelle Projekte. Mitbegründer des Ensembles TONWERKE TRIER. Lehrauftrag FH Trier. Musikdramaturg am Trierer Stadttheater. Kulturjournalist. Seit 2011 zusammen mit Bernd Bleffert Künstlerischer Leiter des Trierer OPENING Festivals für internationale Klangkunst.

Salamone Rossi entstammte der alteingesessenen italienisch-jüdischen Familie der de Rossis (Me-Ha-Adumim), die ihre Ursprünge auf die Zeit des Exils unter Titus zurückführte. Als junger Mann machte er sich einen Namen als Violinist. 1587 wurde er bei Vincenzo I. Gonzaga am Hof von Mantua anfangs als Sänger und Geiger angestellt, wo bereits seine Schwester Europa als Sängerin wirkte. Schnell stieg er zum Kapellmeister auf und trat durch instrumentale und vokale Kompositionen in Erscheinung. Rossi strebte zunächst dem großen Vorbild Claudio Monteverdi nach und veröffentlichte 1589 einen Band mit 19 dreistimmigen Canzonetti. Dabei handelt es sich um tanzartige Stücke zum Singen oder Spielen, wie auch Balletto und Villanelle sehr viel weniger anspruchsvoll als das kunstvolle Madrigal. Die Stelle als Geiger behielt er bis 1622. Rossis Spuren verlieren sich nach 1628; man nimmt an, dass er bei der österreichischen Invasion während des Mantuanischen Erbfolgekrieges ums Leben kam, entweder bei den damit verbundenen antisemitischen Ausschreitungen oder durch die darauffolgenden Seuchen.

Mustafa Said, der Oudspieler, Sänger und Komponist ist 1983 in Kairo geboren und gilt als vehementer Traditionswächter, der aber zugleich die arabische Kunstmusik von innen mit kulturimmanenten Mitteln ständig zu erneuern strebt. Er arbeitet heute als Musiker und Direktor des Instituts für die Archivierung arabischer Musik und Forschung (AMAR) in Libanon. Als Gründer seines "Asil Ensemble" für klassische zeitgenössische arabische Musik nahm er zwei Alben auf und arbeitete für Film und Theater. Mustafa Said lehrt in Symposien und an der Antoine University Beirut. Neben Konzerten in Marokko, Japan, in den Emiraten und Europa beschäftigt er sich mit der aktuellen Situation des Landes Ägypten und zählt zu den bekannten Stimme des Tahrir Platzes im ägyptischen Frühling 2011.
Ghassan Sahhab (1985) ist ein libanesischer Musiker, Musikwissenschaftler und Komponist. Er ehielt das Diplom für Orientalische Traditionelle Qānūn und promoviert als Musikethnologe in Paris X Nanterre in Frankreich. Er lebt in Beirut und ist als Dozent für Musikwissenschaften an der Antonin Universität und an der Libanesisch-Amerikanischen Universität tätig. Er wirkt in verschiedenen Musik Ensembles wie das Asil Ensemble und Sahirtou Ensemble. Er arbeitet auch als Solist auf seiner Qānūn mit Konzerten in Beirut und Paris. Seine Kompositionen und Spieltechniken experimentieren mit der orientalischen musikalischen Tradition und modernen, zeitgenössischen Mitteln.

Frank Schablewski: Geboren 1965 in Hannover und dort aufgewachsen. Ab 1985 Studium der bildenden Kunst sowie Studium der Literatur an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Düsseldorf. Seitdem entstehen interdisziplinäre Arbeiten mit Künstlern zu eigenen Gedichten. Seit 1987 Tanzstudien in Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Hieraus entwickelte sich eine intensive Auseinandersetzung als Dichter und Performer mit Tänzern und Choreographen über Tanz und Sprache. Auf Festivals für modernen Tanz wurden die choreographierten Gedichte in Deutschland, Frankreich und Spanien gezeigt. Seit 2001 längere Auslandsaufenthalte. Einladungen zu den Poesiefestivals nach Berlin (2005), nach Basel (2006), nach Dornbirn (A) 2007 und Istanbul (2008 und 2009) Ausgewählte Gedichte wurden ins Spanische und Hebräische sowie ins Slowenische übersetzt. Er lebt in Düsseldorf und bei Hannover.

Stefan Scheib ist als Kontrabassist und E-Bassist mit klassischer, zeitgenössischer und improvisierter Musik und als Komponist und im Bereich Hörspiel, Installation und
Theater tätig. Er unterrichtet an der Hochschule für Musik Saar Kontrabass,
E-Bass sowie den Umgang mit elektronischen Medien. Gemeinsam mit Katharina Bihler gründete er das Liquid Penguin Ensemble, das Hörstücke, Musiktheater, Installationen und multimediale Performances produziert. Mit dem Liquid Penguin Ensemble war er Gewinner verschiedener Preise, u.a. Rheinland-Pfälzischer Förderpreis für junge Künstler 2002, DeutscherHörspielpreis der ARD 2008 für GRAS WACHSEN HÖREN, ARD Hörspiel des Jahres 2009 für Bout du monde,Kulturpreis für Kunst 2010 des Regionalverbands Saarbrücken. Außerdem arbeitet er im InZeit Ensemble(Neue Kammermusik in Verbindung mit Improvisation), im Streichtrio Hors du Cadre (mit Monika Bagdonaite, Viola und Julien Blondel, Cello) und in Improvisationsprojekten mit Elisabeth Flunger, Marc Stutz-Boukouya und Wolfgang Schliemann. Kompositionsaufträge u.a. für das für Mouvement-Festival für Neue Musik (2006), Quatuor Plus (2011), Opera mobile (2011), Radio-Tatort (2012)


Kunsu Shim stammt aus Korea und lebt seit Mitte der 1980er Jahre in Deutschland. In den letzten Jahren entstanden die beiden Orchesterkompositionen Atemwende – Stille (2007) und Steinschlag.Zeit (2008), zahlreiche kammermusikalische Kompositionen und Performances, außerdem die großen a cappella-Chorwerke HIER.SEIN und Here to me (beide 2012). 2011 erlebte die Komposition für Sopran und Orchester after a hundred years im Auftrag der Essener Philharmoniker ihre Premiere in der Philharmonie Essen. Im Herbst 2014 wurde die neue Orchesterkomposition AND HERE AGAIN (im Auftrag der Würzburger Philharmoniker und der Kunststiftung NRW) sowie die Komposition UM ZU HÖREN für Streichorchester bei „ZeitGenuss“, Karlsruher Festival für die Musik unserer Zeit auf CampusOne“ uraufgeführt. Nach 2012 war Shim auch bei der Muziek Biennale Niederrhein 2014 wieder mit einigen Ensemblekompositionen (u.a. Für Ives Ensemble) vertreten. Seit Sommer 2011 arbeitet Kunsu Shim in Düsseldorf und am Niederrhein und gründete zusammen mit Gerhard Stäbler d.ZENT, unter dessen Namen sie sowohl an der Kunsthalle Düsseldorf wie am Schloss Benrath Konzertreihen und eine Winterakademie für PerformanceMusik gründeten.

Wolfgang Schliemann betreibt die Kunst des Schlagzeugspiels als fortgesetztes Projekt erweiterter Möglichkeiten. Seine radikale Spielauffassung(: alles, was klingt, kann auch Musik werden) schlägt sich in der Praxis vorwiegend freier Improvisation nieder. Demgegenüber stehen Konzepte für Klangkunstarbeit unterschiedlicher Präsentationsformen - Aufführungen wie Installationen – mit einem sich ständig verändernden und wachsenden Fundus von Instrumenten und Klangobjekten.
Neben Solistischem und der Mitgliedschaft in diversen Ensembles Improvisierter
Musik gehört die Mitwirkung an medienübergreifenden, raumbezogenen und synästhetisch ausgerichteten Projekten - bevorzugt im Kontext von Tanz, aber
auch von bildenden und anderen  Künsten - seit vielen Jahren zu seinen Aktivitäten.
Außer auf zahlreichen CD-Veröffentlichungen ist er in Zusammenarbeit mit  MusikerInnen der europäischen Szene in ganz Deutschland und darüber hinaus zu hören.

Dieter Schnebel (* 14. März 1930 in Lahr/Schwarzwald) ist ein deutscher Komponist und Musikwissenschaftler. Schnebel experimentierte in den 1950er Jahren in seinen ersten Kompositionen zunächst mit seriellen Techniken, entdeckte dann, nicht zuletzt unter dem Einfluss von John Cage (seit dessen Auftritten bei den Darmstädter Ferienkursen 1958) experimentelle Möglichkeiten für das Komponieren mit Stimme, Text und Szene. Es entstanden, in höchst eigene und unkonventionelle Werk-Gruppen geordnet, Stücke mit verschiedensten Besetzungen und für verschiedenste Kontexte. Schlüsselpositionen haben hier u.a. folgende Kompositionen: Glossolalie (1959/1960), Maulwerke (1970) und Sinfonie X (1987–1992). An der Opera Stabile, der experimentellen Bühne der Hamburger Staatsoper, wurden seine Werke Laut-Gesten-Laute, Körper-Klänge und Die Maulwerker im Jahr 1985 uraufgeführt. In einem Teil seiner Kompositionen bezieht Schnebel sich bearbeitungsartig (so auch der Titel dieser Werk-Gruppe) auf Musik älterer Komponisten. Außerdem verfasste er zahlreiche musikwissenschaftliche Publikationen u.a. zu Werken von Franz Schubert, Giuseppe Verdi, Richard Wagner und Anton Webern.

Gerhard Stäbler wurde inSüddeutschland geboren. Stäblers Musik durchbricht vielfach den Rahmen des Konventionellen, indem er Elemente in seine Kompositionen mit einbezieht, die die herkömmliche Aufführungssituation (und damit eine übliche Publikumserwartung) weiten, sei es durch Gesten oder Bewegungen im Raum, sei es mittels Licht- und Duftgestaltung oder aktives Einbeziehen des Publikums: Immer kommt es ihm darauf an, die Phantasie anzuregen, Ohren und andere Sinne für neue, unerwartete Wahrnehmungs- und Denkvorgänge zu sensibilisieren.2014 standen Uraufführungen beim Borealis Festival (Change!) und beim Bergen International Festival (Messenger of Spring) auf dem Plan, im Herbst bei „ZeitGenuss. Karlsruher Festival für die Musik unserer Zeit auf CampusOne“ (Vogel als..., Start-ups mit Prophezeihung für Streichorchester), in Graz (AUFMERKEN) und beim HR-Sinfonieorchester (Zeichen). Im Juni 2014 fand die Premiere des Musiktheaters Erlöst Albert E. nach einem Text von Matthias Kaiser am Theater Ulm statt. Außerdem wurde Gerhard Stäbler erneut zu drei Konzerten in Zusammenarbeit mit Kunsu Shim bei der Muziek Biennale Niederrhein (September 2014) und zu den Weltmusiktagen der IGNM in Breslau (Oktober 2014) eingeladen. Nach dem im Auftrag des Mainfranken Theaters Würzburg entstandenen Musiktheater The Colour nach H. Ph. Lovecraft widmet sich Gerhard Stäbler dem Projekt „...ausreißen, damit es grün bleibt ...“ für Solisten, Chöre und Ensembles beim Festival „Acht Brücken“ der Philharmonie Köln und für die Würzburger Philharmoniker einem Konzert für Orchester. Im Februar 2015 wird die Kammeroper Simon an der Norske Opera in Oslo uraufgeführt.

Karlheinz Stockhausen (* 22.09.1928, Mödrath; † 5.1.2007, Kürten-Kettenberg) gilt als Pionier der elektronischen und Neuen Musik und als einer der wichtigsten Komponisten des 20.Jahrhunderts. Als Sohn eines Lehrers, wuchs er zunächst im streng katholischen Altenberg auf. Der Vater verscholl im Krieg, die Mutter starb im Sanatorium, er selbst arbeitete als Jugendlicher im Feldlazarett, schaffte aber 1947 aus eigener Kraft den Schulabschluss und begann daraufhin, in Köln Musik, Philosophie und Germanistik zu studieren. Im Jahr 1951 komponierte Stockhausen sein erstes Stück „Kreuzspiel“ und lernte bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik Herbert Eimert kennen, der ihn dann 1953 zur Mitarbeit im Studio für elektronische Musik beim WDR in Köln bewegte, dessen künstlerische Leitung der Komponist 1963 übernahm. Darmstadt regte ihn auch an, nach Paris zu Olivier Messiaen zu gehen, wo er wiederum in der Auseinandersetzung mit dem Lehrer, aber auch mit jungen Kollegen wie Pierre Boulez und Luigi Nono die Vorstellung einer streng bis ins Detail geplanten, in Gruppen und Serien gegliederte Musik entwickelte. Der Durchbruch in der öffentlichen Wahrnehmung gelang Karlheinz Stockhausen 1956 mit dem collagenhaft-synthetischen „Gesang der Jünglinge“, nachdem er zuvor bereits die räumliche Wirkung von Tönen, Geräuschen und künstlicher Klangerzeugung mit Sinusgeneratoren („Studien I/II“, 1953/54) erforscht hatte. Im Anschluss daran lotete er bis Mitte der Sechziger die Grenzen des Elektronischen aus, war selbst Lehrer bei den Darmstädter Ferienkursen, leitete zwischen 1963 und 1969 die Kölner Kurse für Neue Musik, wurde an die Universitäten von Basel, Philadelphia und Kalifornien geladen und 1971 als Professor an der Hochschule für Musik in Köln berufen. Mit „Telemusik“ (1966) erweiterte Karlheinz Stockhausen die Gestaltungsformen im Elektronischen und  Seriellen um die Idee der Intuition, bald darauf im Kontakt mit asiatischen Kulturen um Spirituelles. Stockhausen präsentierte seine Klangräume bei der Weltausstellung in Osaka 1970, komponierte Werke wie „Mantra für zwei Pianisten“ und begann die gedankliche Auseinandersetzung mit dem sieben Abende füllenden Musiktheaterzyklus „Licht“ (1977-2003), der Umsetzung der Vision eines bis ins Regiedetail planbaren Gesamtkunstwerks. Insgesamt entstanden im Laufe der Jahrzehnte mehr als 280 Komposition.

Roland Techet begann seine musikalische Karriere bereits als Jungstudent an der Musikhochschule Würzburg bei Professor Norman Shetler im Bereich Klavier. Nach dem anschließenden Klavierstudium an der Musikhochschule Stuttgart folgte sein Dirigier-Studium bei Professor Ungar. Bereits während seines Studiums assistierte Techet u. a. dem Dirigenten Wolfgang Gönnenwein bei den Ludwigsburger Festspielen und arbeitete als Korrepetitor an der Staatsoper Stuttgart. Im Anschluss daran folgten Engagements als Kapellmeister an bedeutenden Opernhäusern, wie beispielsweise am Staatstheater Kaiserslautern, am Gärtnerplatztheater (1997-2001) und der Deutschen Oper am Rhein (2001-2005). Darüber hinaus assistierte Roland Techet den bedeutenden Musikern Lorin Maazel (Tristan und Isolde am Prinzregententheater München, 2001), Eberhard Kloke (Festival "Jenseits des Klanges" 1999) und Maurizio Kagel. Seit 2005 ist Roland Techet als freischaffender Dirigent im In- und Ausland sehr gefragt. Seine Dirigententätigkeit führte ihn zur Zusammenarbeit u. a. mit den Düsseldorfer Symphonikern, den Duisburger Symphonikern, dem Beethoven-Orchester Bonn, dem Orchester des Oldenburgischen Staatstheaters, der Staatskapelle Halle, dem Orchester des Nationaltheaters Prag, den Baden-Badener Philharmonikern, dem Orchester des Mainfrankentheaters Würzburg, dem Orchester der Netherlands Opera Amsterdam und vielen weiteren Orchestern. Ein wichtiger Schwerpunkt seiner künsterlischen Arbeit liegt im Bereich der Neuen Musik, mit einem Schwerpunkt auf der Kreation neuer musikalischer musiktheatraler Konzepte ("Schönheit der Schatten", Düsseldorf 2006 in Zusammenarbeit mit Werner Schroeter). So war er zu Gast beim Festival für Neue Musik Düsseldorf, bei der Ruhrtriennale und ist beim Opening14 in Trier eingeladen. In der Spielzeit 2013/14 sind zunächst die musikalischen Einstudierungen von Debussys Pelléas et Méllisande sowie die des Ballettabends Das Bildnis des Dorian Gray geplant.

Lukas Tobiassen, 1987 geboren, bekam 1995 bis 2002 Klavierunterricht beim Cembalisten Bernward Lohr und von 2004 bis 2008 Klavier- und Kompositionsunterricht beim Komponisten Pervez Mirza. Er studiert seit 2008 elektronische Komposition bei Thomas Neuhaus am ICEM / Institut für Computermusik und elektronische Medien und instrumentale Komposition bei Günther Steinke an der Folkwang Universität in Essen. Seine Kompositionen wurden unter anderem auf Festivals in Rom (Emufest) und Peking (Musicacoustica Beijing) gespielt. Das künstlerische Schaffen von Lukas Tobiassen umfasst vor allem die instrumentale und elektronische/algorithmische Komposition aber auch Filmmusik und Sounddesign. Darueber hinaus spielen interdisziplinäre Arbeiten eine große Rolle, zu ihnen gehören Zusammenarbeiten mit Künstlern aus den Bereichen Fotografie, Industriedesign, Kommunikationsdesign sowie Choreographie und Tanz.

Das TrèvesPunkt REEDQUINTET wurde 2012 durch fünf Musiker aus Trier gegründet und ist deutschlandweit das erste - und vermutlich bis heute einzige - Reedquintet der Bundesrepublik. Für das Konzert „ZeitSpiegel“ im Rahmen von Opening 15 spielen die festen Quintettmitglieder Antonia Uerschels (Klarinette), Pawel Czekala (Bassklarinette) und  Nico Wouterse (Saxophon) sowie als Gäste Christiane Grethen-Gras (Fagott) und Luc Grethen (Oboe, Englischhorn). Das Ensemble richtete anfangs seinen Focus auf Arrangements von Werken aus der Barockzeit wie z. B. von Rameau und Lully. Nach und nach spezialisierte es sich immer mehr auf Bearbeitungen französischer Werke aus dem neunzehnten und der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Daneben interessiert sich das Ensemble zunehmend für die noch lebenden Komponisten und sieht es als ihre Aufgabe, zeitgenössische Komponisten auf dem Programm zu setzen und sie dem Publikum behutsam nahezubringen. Die fünf Musiker haben sich als Ziel gesetzt, die Vielfältigkeit der klassischen Kammermusik mit dem besonderen Timbre des Ensembles zu einem außergewönlichen Hörerlebnis für ihr Publikum werden zu lassen. Regelmäßiger Gast des Ensembles ist die Sopranistin Evelyn Czesla mit der das Quintett  hauptsächlich Lieder aus dem französischen Repertoire interpretiert wie Ninon von César Franck, La diva de l'empire von Erik Satie und Lieder von Fauré.

Joss Turnbull lernte bei dem iranischen Virtuosen Mohamed Reza Mortazavi und bei Madjid Khaladj die persische Kelchtrommel Tombak. Auf dem Musikkonser-vatorium (ITÜ) in Istanbul und in Syrien bei Jamal Asaqa vertiefte er sein Spiel auf Rahmentrommel und Riq. Als Dozent trägt er maßgeblich zum Musik- und Kursprogramm der Orientalischen Musikakademie Mannheim OMM bei. 2009 gründete er das Improvisations-Forum »Tamas« mit dem Kölner Trompeter Pablo Giw mit dem er nach Syrien, Libanon und Iran reiste um dort mit Musikern zu arbeiten. Heute beschäftigt er sich vor allem mit Möglichkeiten der Klangerwei-terungen seiner Instrumente. So verbinden sich in seinem Perkussionsspiel vorderorientalische musikalische Metren mit einer innovativen Klangästhetik.

Hildegard von Bingen (* 1098 in Bermersheim vor der Höhe (Ort der Taufkirche) oder in Niederhosenbach (damaliger Wohnsitz des Vaters Hildebrecht von Hosenbach); † 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg bei Bingen am Rhein) war Benediktinerin, Dichterin und eine bedeutende Universalgelehrte ihrer Zeit. In der römisch-katholischen Kirche wird sie als Heilige und Kirchenlehrerin verehrt. Daneben wird auch in der anglikanischen und evangelischen Kirche mit Gedenktagen an sie erinnert.Hildegard von Bingen gilt als erste Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters. Ihre Werke befassen sich mit Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie.

Die Sopranistin Alexandra von der Weth schloss ihr Gesangsstudium in München mit Auszeichnung ab und gab 1993 ihn Bühnendebüt als Schöne in Grétrys „Die Schöne und das Biest“ an der Oper Leipzig. In der Spielzeit 1996/97 wurde sie an die Deutsche Oper am Rhein engagiert, wo sie u.a. als Violetta (Verdi „ La Traviata“) und in den Titelpartien von „Lucia di Lammermoor“ (Donizetti), „Manon“ (Massenet), „Alcina“ (Händel) und „Lulu“ (Berg) zu hören war.Vor allem ihr Debüt als „Norma“ (Bellini) an der Deutschen Oper am Rhein im Mai 2003 begeisterte Publikum und internationale Presse. 1999 debütierte Sie als Musetta (Puccini) in „La Bohème“) mit großem Erfolg an der Wiener Staatsoper und 2001 an der Metropolitan Opera New York sowie als Fiordiligi (Mozart „Così fan tutte“) beim Glyndebourne-Festival. Gast-spiele führten sie als Lucia (Donizetti) nach Santa Fé, als Manon (Henze „Boulevard Solitutude“) und Daphne (Strauss) an das Royal Opera House Covent Garden London und nach Genua sowie als Violetta („La Traviata“) an die Lyric Opera of Chigago. Seit 2003 interpretiert sie auch Stücke zeitgenössischer Komponisten, wie Beat Furrer, John Cage, Sylvano Bussotti, Gerhard Stäbler und Kunsu Shim.

Richard Wagner (* 22. Mai 1813 in Leipzig; † 13. Februar 1883 in Venedig) war ein deutscher Komponist, Dramatiker, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent. Mit seinen Musikdramen gilt er als einer der bedeutendsten Erneuerer der europäischen Musik im 19. Jahrhundert. Er veränderte die Ausdrucksfähigkeit romantischer Musik und die theoretischen und praktischen Grundlagen der Oper, indem er dramatische Handlungen als Gesamtkunstwerk gestaltete und dazu die Libretti, Musik und Regieanweisungen schrieb. Als erster Komponist gründete er Festspiele in dem von ihm geplanten Bayreuther Festspielhaus. Seine Neuerungen in der Harmonik beeinflussten die Entwicklung der Musik bis in die Moderne.

Tamon  Yashima (Oboe)  wurde  in  Hannover  geboren.  Mit  fünf  Jahren  erhielt  seinen  ersten Klavierunterricht. 2004 wurde er im Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter (IFF) an der  HMTM  Hannover  aufgenommen.  Danach  war  er  Jungstudent  an  selbiger  Hochschule  und studierte Komposition bei Benjamin Lang und Gordon Williamson. 2003 lernte er Oboe und später 2012  bis  2013  studierte  er  Oboe  an  der  Hochschule  für  Musik  „Franz  Liszt“  Weimar  bei  Prof. Matthias  Bäcker.  Zum  Wintersemester  2013  wechselte  er  zur  Folkwang  Universität  der  Künste Essen und studiert integrative Komposition bei Prof. Günter Steinke (instrumentale Komposition). Gleichzeitig führt er sein Oboenstudium bei selbiger Universität bei Prof. Michael Niesemann fort. Seine  Stücke  wurde  von  namenhaften  Ensembles  aufgeführt,  darunter  des  Neue  Ensemble Hannover,  Mitglieder  der  NDR  Radiophilharmonie  Hannover  und  dem Landesjugend- ensemble Neue Musik Niedersachsen. 




 
 

Presse:


ATELIER NEUER MUSIK  Samstag, 12. Dezember 2015    22:05 Uhr

OPENING ! Neue Szene Trier / Deutschlandfunk >>
Von Georg Beck


Ein Artikel von Georg Beck in der nmz (3/2015)
Zwischen Jalousienblättern fliegt ein Vogel davon >>

SWR  |  2:05 min  |   Verfügbar bis: 6.2.2016
Ungewohnte Töne in Trier >>

SWR2
Festival für Aktuelle Klangkunst OPENING 15 in Trier >>

Volksfreund
Stille schöne Welt >>



 










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