Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst in Trier

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OPENING 

17/16/15/14/13/12/11


OPENING 12   Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst



 

Freitag 3. – Sonntag 5. Februar 2012 TUFA Kultur- & Kommunikationszentrum Trier

Weil die Musik des 20.Jht., wie jede Musik, sich immer auch auf ihre Wurzeln beruft und ihre Berechtigung daher ableitet, vertieft Opening 12 in diesem Jahr noch einmal den Brückenschlag zwischen Alter und Neuer Musik, westlicher und östlicher Ansätze, streng komponierter und frei improvisierter Musik. So wirft eine Position jeweils ein Licht auf andere und sie erhellen sich dadurch gegenseitig.

Nicht weniger als 21 Interpreten gestalten ein umfangreiches und vielseitiges Programm. Im Rahmen von 10 Konzerten werden Werke von 17 Komponisten aufgeführt, darunter 2 Uraufführungen und eine konzertante Erstaufführung. Neben Musik von Erik Satie, Luciano Berio, Georges Aperghis oder Niccolo Paganini, um nur einige zu nennen, werden aus Anlass des 100. Geburtstages und gleichzeitg 20. Todestages von John Cage, mehrere Stücke dieses zentralen Impulsgebers der Neuen Musik zu hören sein.

Erstmalig gibt es als Vor- und Nachläufer des Festivals Schülerkonzerte: für die Kleinen ein Pipakonzert (chinesische Laute) und für Oberstufenschüler ein Klassiker: die Ursonate von Kurt Schwitters. In dem Workshop „Cage for Kids“ können Kindern ab 6 Jahren aktiv experimentelle Musik erfahren.

Wieder umrahmt die Ausstellung OPEN-EXPO das Festival mit sehr unterschiedlichen Arbeiten aktueller Klangkunst im 2. OG der TUFA.

 
Bernd Bleffert und Thomas Rath
die künstlerischen Leiter
 

Eine Veranstaltung der TUFA und der Stadt Trier mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland Pfalz sowie der Kulturstiftung Sparkasse Trier; in Kooperation mit der Gesellschaft für Aktuelle Klangkunst Trier e.V.





eröffnung OPENING 12/OPEN-EXPO

 

Programmübersicht:


Freitag | 3. Februar 2012 | 17:30 Uhr
URSONATE VON KURT SCHWITTERS
Sprecher und Spieler: Alexander Voigt Inszenierung Hans-Eckardt Wenzel

Freitag | 3. Februar 2012 | 19:00 Uhr
KLAVIER ZU VIER HÄNDEN
Aya und Kozue Hara

Freitag | 3. Februar 2012 | 20:30 Uhr
SCHLAGZEUGKONZERT SOLO
Thorsten Gellings

Freitag | 3. Februar 2012 | 22:00 Uhr
GESANG SOLO
Martin Lindsay / Bariton



Samstag | 4. Februar 2012 | 17:30 Uhr
MUSIK FÜR EINEN JAPANISCHEN GARTEN / BERND BLEFFERT
„weh mir, wo nehm ich, wenn es winter ist die blumen“
für Sänger, Kotospielerin und Ensemble Konzertante Erstaufführung

Samstag | 4. Februar 2012 | 19:00 Uhr
CELLO RECITAL MIT VIDEO
Michael Bach, Cello mit Rundbogen

Samstag | 4. Februar 2012 | 20:30 Uhr
FLÜGEL
Tanz- und Musikperformance mit Christine Brunel, Tanz und Aya Hara, Klavier Licht- und Rauminstallation: Reinhard Hubert Choreographie von Christine Brunel, Musik von Kunsu Shim, Gerhard Stäbler und Karlheinz Stockhausen

Samstag | 4. Februar 2012 | 22:00 Uhr
PARTICIPATION
ein PerformanceKonzert



Sonntag | 5. Februar 2012 | 17:00
NEUE UND ALTE MUSIK FÜR PIPA (CHINESISCHE LAUTE):
EN-JU LIN
im Wechsel mit
IMPROVISATIONSTRIO: SCHLIEMANN / SPEICHER / PHILLIPP
Schlagwerk, Klarinette, Kontrabass



3. Febr. - 24. Febr. 2012
Vernissage: Freitag, 3. Febr. 17:00 Uhr / Finissage: Freitag, 24.Februar 19:00
OPEN-EXPO Ausstellung internationaler Klangkunst im 2. OG




 


Programm:


Freitag | 3. Februar 2012 | 17:30 Uhr

URSONATE VON KURT SCHWITTERS
Sprecher und Spieler: Alexander Voigt Inszenierung Hans-Eckardt Wenzel



Kurt Schwitters, einer der bekanntesten und zugleich umstrittensten Vertreter des Dadaismus, hinterließ ein umfangreiches Werk als Lyriker und Bildender Künstler. Eines seiner bekanntesten Werke, die Sonate in Urlauten, wurde von Schwitters zwischen 1923 und 1932 erfolgreich aufgeführt und ständig bearbeitet.
Seit 2000 widmet sich Alexander Voigt, Solofagottist des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, diesem Standardwerk des Dadaismus. Schon seine umjubelte Premiere der Ursonate im Konzerthaus Berlin bewies, dass das in die Jahre gekommene avantgardistische Material nicht an gebräuchliche altbackene Mittel gebunden bleiben muss.
Alexander Voigt entlockt dem berühmtesten Dada-Gedicht, der Schwitterschen Ursonate eine ungeahnte Musikalität. Mit dabei sind zum Hervorzaubern der Töne: Fagott (1), Tenorposaune (2), flexibles Abwasserrohr für Spülbecken (3), PVC-Verbindungsstück (4), Gitarrenplektrum extrahart (5), Notenständer (6), Fußboden (7), Stimmbänder (8), Rachenraum (9), Stirnbereich (10), Wangenhaut (11) und Nase (12)





Freitag | 3. Februar 2012 | 19:00 Uhr

KLAVIER ZU VIER HÄNDEN
Aya und Kozue Hara



Das Wesentliche, auf einem Klavier mit vier Händen zu spielen, liegt nicht nur in der Möglichkeit, einen erweiterten Klangumfang zu bewältigen, sondern viel mehr im Zusammenspiel. Das Klavier-Duo Aya und Kozue Hara, das seit vielen Jahren im In- und Ausland konzertiert, schafft dieses Spiel der "Zweisamkeit" mit einer feinfühligen Musikalität, gepaart mit Intensität, Präzision und Leichtigkeit. Seit Langem arbeiten beide Pianistinnen aus Japan mit verschiedenen Komponisten zusammen, u. a. mit Alwynne Pritchard, Dieter Schnebel, Kunsu Shim und Gerhard Stäbler. Das Programm präsentiert neben eigens für das Duo geschriebenen Werken dieser Komponisten auch Stücke von Erik Satie und John Cage sowie eine Uraufführung von Kunsu Shim.


Freitag | 3. Februar 2012 | 20:30 Uhr

SCHLAGZEUGKONZERT SOLO
Thorsten Gellings



Mehr als jeder andere Instrumentalist ist ein Schlagzeuger von den Bewegungen seines Körpers abhängig. Jedem Schlag geht eine sichtbare Bewegung voran, eventuell zeitgleich mit Bewegungen und Schlägen anderer Körperteile.
Thorsten Gellings verbindet dieses Zusammentreffen von Bewegung und Klang intensiver als gewöhnlich. So wie jeder Klang eine Bewegung hat, versucht er auch jeder Bewegung einen Klang zu geben. Dazu hat er ein Programm zusammengestellt bei dem Kompositionen mit Alltagshandlungen wie Zähneputzen, Schreiben oder Essen klanglich hoch virtuosen Schlagzeugstücken gegenüber gestellt werden. Das führt zu theatralischen Aktionen, etwa am Marimbaphon, und artistischer Körperpercussion.




Freitag | 3. Februar 2012 | 22:00 Uhr

GESANG SOLO
Martin Lindsay / Bariton



Der Brite Martin Lindsay beschreitet in seinem Konzert einen Gang durch den Sologesang der 2.Hälfte des 20. Jht. bis in unsere Zeit. In seinem Programm interpretiert er Stücke des Italieners Luciano Berio, des Amerikaners Morton Feldman, des Griechen Georges Aperghis oder des Schweizers Beat Furrer und nicht zuletzt die inzwischen zum Klassiker gewordene ARIA von John Cage. Ein traditionelles Lied aus dem 18. Jht. O Waly, Waly, erzeugt in diesem Kontext eine zusätzlich spannende, völlig neue Perspektive!






Samstag | 4. Februar 2012 | 17:30 Uhr

MUSIK FÜR EINEN JAPANISCHEN GARTEN / BERND BLEFFERT
„weh mir, wo nehm ich, wenn es winter ist die blumen“
für Sänger, Kotospielerin und Ensemble Konzertante Erstaufführung



Naoko Kikuchi / Koto; Martin Lindsay / Gesang; Thorsten Gellings / Schlagwerk; Martin Speicher / Klarinette; Wolfgang Schliemann / Schlagwerk; Eiko Yamada / Blockflöten; Jan-Filip Tupa / Cello; Ute Völker / Akkordeon; Ulrich Phillipp / Kontrabass; Marc Stutz- Boukouya / Posaune; Thomas Rath / Klangregie

“Weh mir...”, uraufgeführt am 27 August 2011 im japanischen Garten Trier, wird im Rahmen des Festivals nun erstmalig in einer konzertanten Fassung aufgeführt.

Musikalische Aktionen unabhängig und simultan in einem gemeinsamen Prozess zu realisieren ist das Ziel dieser Komposition von Bernd Bleffert. Die Spielanweisungen zu Tonereignissen, Stille und Pausen sind weitgehend durch Zahlencodes oder graphische Elemente bestimmt. Die so entstehende Musik beruht darauf, der Stille gleiche Berechtigung wie einem Klangereignis zu geben, sie ist sowohl Zustand als auch Entwicklung, Statik als auch Prozess: Begegnung östlicher und westlicher Positionen. So wie bei einer chaotischen Verteilung schwimmender Objekte auf einer Wasserfläche durch eine geführte Bewegung mit einem Stock sich ein Ordnungsprinzip einstellt, schafft die Gesamtpartitur aus simultanen Vorgängen eine Einheit.





Samstag | 4. Februar 2012 | 19:00 Uhr

CELLO RECITAL MIT VIDEO
Michael Bach, Cello mit Rundbogen



Der Komponist und Cellist Michael Bach Bachtischa hat einen Rundbogen entwickelt, der akkordisches Spiel ermöglicht. Paganinis Capriccio (1828) ist ein Werk für Geige solo, mit einem durchweg vierstimmigen Satz. Dieses von Bach Bachtischa für Cello umgeschriebene Werk sowie ein eigenes: Souvenir de Paganini umrahmen das Konzert. Die Eigenkomposition mit dem Titel 18-7-92 entstand während eines Arbeitstreffens mit John Cage in New York 1992. Es thematisiert eine traditionelle Frage des Zen-Gartens Ryoanji in Kyoto: warum sind von keinem Standpunkt der Besucherplattform aus alle 15 Felsbrocken im Kiesfeld zu sehen. Immer nämlich bleibt mindestens ein Fels von den anderen verdeckt.
Aus den Antworten auf diese Frage des Ryoanji, welche das Werk 18-7-92 visuell und akustisch gibt, entstand ein gemeinsames Werk über das Phänomen der Prim von John Cage und Michael Bach Bachtischa: ONE13. Zu den rein musikalischen Programmpunkten präsentiert der Cellist 2 Videos, die im Zusammenhang mit diesen Kompositionen stehen: „unterwegs“ und „Überhörte untiefen“.

 



Samstag | 4. Februar 2012 | 20:30 Uhr

FLÜGEL
Tanz- und Musikperformance mit Christine Brunel, Tanz und Aya Hara, Klavier Licht- und Rauminstallation: Reinhard Hubert Choreographie von Christine Brunel, Musik von Kunsu Shim, Gerhard Stäbler und Karlheinz Stockhausen



Der erste Teil encadré3 ist ein intimes Zwiegespräch zwischen Tanz und Musik. zwischen der Choreographie und der Musik von Gerhard Stäbler und Karlheinz Stockhausen entsteht ein eindrucksvolles und ausdrucksstarkes Spannungsfeld zwischen Klang und Stille, Kraft und Zerbrechlichkeit, Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit. Im zweiten Teil „Flügel“ gehen die beiden Künstlerinnen einen Schritt weiter: gleich einem zweistimmigen Gesang verschmelzen hier Tanz, Musik und Stille zu einem Gesamteindruck. Getragenen von gemeinsamem Atem, lassen Christine Brunel und Aya Hara in einem einzigen Legato ein ganzes Universum entstehen. Kein Stop, keine Zäsur lässt den Fluss ins Stocken geraten: " Atem, einer in Perlen gebundenen Langsamkeit."




Samstag | 4. Februar 2012 | 22:00 Uhr

PARTICIPATION
ein PerformanceKonzert



Kunsu Shim und Gerhard Stäbler, langjährige Partner als Komponisten und Performancekünstler, präsentieren einen Abend mit Performancewerken, die einerseits in den Ideen des Fluxus wurzeln, andererseits musikalische Bezüge von Zeit und Raum spontan miteinander verbinden. Im Zentrum stehen - neben Kompositionen von John Cage und Nam June Paik - eigene Werke der beiden Komponisten. Bei „PARTICIPATION“ werden die Zuhörenden zu Mitwirkenden des Abends.



 


Sonntag | 5. Februar 2012 | 17:00

NEUE UND ALTE MUSIK FÜR PIPA (CHINESISCHE LAUTE):
EN-JU LIN
im Wechsel mit
IMPROVISATIONSTRIO: SCHLIEMANN / SPEICHER / PHILLIPP
Schlagwerk, Klarinette, Kontrabass



Die aus Taiwan stammende En-Ju Lin spielt klassische wie auch aktuelle Musik auf der Pipa, ein vor 2000 Jahren in China entstandenes, unserer Laute ähnliches, 4-saitiges Instrument. Neben den grundlegenden traditionellen Spielweisen ‘’Pi‘’ und ‘’Pa’’, denen die Pipa auch ihren Namen verdankt, haben sich durch Anregung moderner Komponisten in den letzten Jahren viele, neue und komplexe Spieltechniken entwickelt. In ihrem Programm spielt sie auf diesem faszinierenden und vielseitigen Instrument traditionelle Stücke und zeitgenössische Werke aus Japan, China und Taiwan wie z.B. das der Komponistin Se-Lien Chuang : Impromptu für Pipa und Elektronik.



„Improvisation bedeutet Gleichzeitigkeit von musikalischer Erfindung und klanglicher Realisierung“, sie ist darüber hinaus „auch als autonome und unwiederholbare Interpretation und Rezeption in einem zu verstehen.“ Insofern ist improvisierte Musik immer auch Uraufführung. Wolfgang Schliemann / Schlagwerk, Martin Speicher / Klarinette und Ulrich Phillipp / Kontrabass gelten als herausragende Musiker der internationalen Improvisations-Szene. In ihrem, aus Anlass des Opening-Festivals 2012 neu gegründeten Trio spielen sie zum ersten Mal.

 


3. Febr. - 24. Febr. 2012
Vernissage: Freitag, 3. Febr. 17:00 Uhr / Finissage: Freitag, 24.Februar 19:00

OPEN-EXPO Ausstellung internationaler Klangkunst im 2. OG



Die im Rahmen des Openingfestivals12 stattfindende Ausstellung zeigt Arbeiten internationaler Künstler, die sich seit langem im weitesten Sinne mit Klangkunst auseinandersetzen:

Der in Berlin und Montevideo lebende Bildhauer Lukas Kühne zeigt "serie armónica", eine „stille" Klangarbeit.


Die „Fingerboards“, des Komponisten, Cellisten und bildenden Künstlers Michael Bach Bachtischa aus Frankreich bilden Fingerabdrücke von Kompositionen auf Karton ab, welche unter den Saiten und am Cellogriffbrett entstanden sind.

Der gebürtige Schotte Maurice Doherty präsentiert das Video: „Waiting 2010“, in welchem Stille durch mehrere Fortissimo-Ereignisse unterbrochen wird.

„Tropf-Ensemble VI“ ist eine Installation von Bernd Bleffert mit vielfach rhythmischen Überlagerungen von tropfendem Wasser .

Marcus Kaiser aus Düsseldorf, Komponist, Cellist und bildender Künstler installiert eigens für Open-Expo eine raumgreifende Plastik, die mit dem Klang lebender Hummeln arbeitet.


marcus kaiser: landschaft mit königin (videocluster 39 minutes)









OPENING für Schüler:


Donnerstag | 2. Februar | 11:00 Uhr | Neue Musik für Schüler (Oberstufe)

Ursonate von Kurt Schwitters gespielt und gesprochen von Alexander Voigt


Montag | 6. Februar | 11:00 Uhr | Neue Musik für Schüler (Grundschule)

Alte und neue Musik für Pipa (chinesische Laute) En-Ju Lin





Cage for Kids

oder
wie man der Welt den Klang entlockt...

ein Workshop für experimentierfreudige Kinder ab 6 Jahren mit Ute Völker, Akkordeonistin und Musikpädagogin der Musikschule Bochum

Sa. 4. Februar 10:00 bis 11:30 Uhr
So. 5. Februar 10:00 bis 11:30 Uhr
So. 5. Februar 11:00 kleines Konzert für Eltern

Anmeldung erforderlich! Siehe Tufaprogramm








Weitere Details im Programmheft (pdf >>) OPENING 12





Künstler/VITAE

Interpreten und Komponisten

Michael Bach, Cellist, Komponist und Bildender Künstler. Als Autor veröffentlicht er unter dem Namen Michael Bach Bachtischa. Michael Bach studierte Cello bei Gerhard Mantel, Boris Pergamenschikow, Pierre Fournier und Janos Starker.Der Cellist trat bei Solokonzerten rund um die Welt auf, so unter anderem bei den Donaueschinger Musiktagen, dem Festival musica Strasbourg, dem Akiyoshidai Festival in Japan, in der Carnegie Hall New York, Suntory Hall Tokyo, der Alten Oper Frankfurt/Main. Er steuerte Beiträge zur Kunst des zeitgenössischen Cellospiels bei. Seine Buchveröffentlichung Fingerboards & Overtones (1991), entwirft Ideen bezüglich des obertönigen und mehrstimmigen Spiels am Cello. Ab 1990 entwickelt er den Rundbogen (BACH.Bogen) für Cello, Violine und Viola der durch seine hohe Wölbung das gleichzeitige Streichen mehrerer Saiten erlaubt, so daß volltönende, durchgehaltene Akkorde möglich sind. Die Präsentation des BACH.Bogen fand 2001 in Paris statt, auf Einladung von Mstislaw Rostropowitsch, der diese Neuentwicklung von 1997 bis 2001 begleitete. John Cage, Dieter Schnebel und Hans Zender, haben für diesen Rundbogen komponiert. Michael Bach ist zudem Komponist, dessen Werke von ihm als „frei von kompositorischen Konventionen“ bezeichnet werden.

Sir Malcolm Henry Arnold,  (*  1921 in Northampton; †  2006 in Norfolk) war ein englischer Komponist und Oscar-Preisträger. Malcolm Arnold war Sohn eines wohlhabenden Schuhfabrikanten. Er studierte am Royal College of Music in London Komposition bei Gordon Jacob und Trompete bei Ernest Hall. Danach wurde er Trompeter beim London Philharmonic Orchestra (1941 bis 1948), zwischenzeitlich auch im BBC Symphony Orchestra. Ab dem Ende der 1940er Jahre widmete er sich gänzlich der Komposition. Er erhielt 1970 den Order of the British Empire, sowie 1993 den Ritterschlag. Arnold war ein vergleichsweise konservativer und zugleich fruchtbarer und erfolgreicher Komponist tonaler Werke.

Luciano Berio (* 24. Oktober 1925 in Oneglia; † 27. Mai 2003 in Rom) war ein italienischer Komponist, der bekannt ist für seine experimentellen Arbeiten sowie als einer der Pioniere der elektronischen Musik.
 
Bernd Bleffert: Schlagzeuger und Klangkünstler; 1955 in Altenahr geboren; lebt und arbeitet in Trier; entwickelt seit 1990 eigene Schlagwerke sowie damit verbundene neue Spieltechniken, Improvisationskonzepte und Kompositionen; Mitbegründer des Ensembles für experimentelle Musik: TONWERKE TRIER;  Konzerte als Solist und in verschiedenen Ensembles; Workshops für improvisierte Musik; Klangobjekte und raumbezogene Klanginstallationen.

Alois Bröder: Geboren 1961 in Darmstadt; 1982-86 Gitarrenstudium bei Olaf Van Gonnissen (Akademie für Tonkunst Darmstadt); 1983-85 private Kompositionsstudien bei Cord Meijering und Dietrich Boekle; 1985-89 Kompositionsstudium bei Toni Völker (Akademie für Tonkunst Darmstadt); 1993-95 Kompositionsstudien bei Manfred Trojahn (Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf); 1995-99 Studium der elektronischen Komposition bei Hans Ulrich Humpert (Hochschule für Musik Köln); bis 2011 etwa 90 Kompositionen für verschiedenste instrumentale und vokale Besetzungen.

Tobias Broström: Geboren 1978 in Helsingborg (Schweden) studierte erst klassisches Schlagzeug in Malmö, bevor er ein Kompositionsstudium bei Rolf Martinsson und Prof. Luca Francesconi absolvierte. Neben zahlreichen Kompositionen für Percussion widmet er sich ebenso elektronische Musik, Film-und Ballettmusik, Kammermusik, sowie Orchesterstücken. Er erhielt zahlreiche Stipendien und arbeitet mit verschiedensten Musikern und Orchestern zusammen. Im Jahr 2006 war er Composer in residence beim Gävle Symphony Orchestra. Aus dieser Zeit wurde vom schwedischen Rundfunk eine Komposition ausgewählt, die das Land Schweden beim European Broadcasting Union’s International Rostrum of Composers im Jahr 2007 vertrat. Seine Werke werden von Edition Svitzer verlegt.

Christine Brunel –Tanz: Tanzausbildung in Paris und Essen bei Hans Züllig, Jean Cebrón und Pina Bausch. Engagements in mehreren Kompanien. Ab 1985 als Tänzerin, Choreographin und Pädagogin freischaffend. Mehr als fünfzig eigene Stücke und Choreographien. Auftragsarbeiten, Auftritte, Gastchoreographien und Workshops in Südamerika, Japan, Russland, Polen Frankreich und den USA. Ihre Choreographien bevorzugen die kleine Form : Soli, Duette, bis hin zu Quintetten machen den Großteil ihrer Arbeit aus. Miniaturen von großer Innerlichkeit und Konzentration.

John Cage wurde am 5. September 1912 in Los Angeles, Kalifornien, geboren und starb am 12. August 1992 in New York. Er studierte Geisteswissenschaften am Pomona College. Zu seinen Kompositionslehrern zählten Henry Cowell und Arnold Schönberg. Cage war gewähltes Mitglied der National Academy und des Institute of Arts and Letters der USA und wurde sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa mit zahllosen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Er erhielt Kompositionsaufträge von den bedeutendsten Konzertveranstaltern der Welt und nahm bis zuletzt an vielen Veranstaltungen aktiv teil.Die stimulierende Wirkung, die Cages Werk auf die Musik und Kunst des 20. Jahrhunderts ausübte, und die Folgen seines Schaffens können kaum ermessen, geschweige denn kritisch beurteilt werden. Unbestritten ist, daß die Entwicklungen in der Musik unserer Zeit ohne Berücksichtigung seiner Musik und seiner Ideen nicht verstanden werden können. Die Erfindung des präparierten Klaviers und seine Arbeit mit Schlaginstrumenten führten ihn zur Entdeckung und Erforschung einzigartiger und faszinierender Möglichkeiten, die zeitliche Dimension von Musik zu strukturieren. Er ist allgemein anerkannt als Initiator und führende Figur auf dem Gebiet der indeterminierten Komposition mit Hilfe von Zufallsoperationen.

Chia-I Chen: Graduated in bachelor degree from Taipei National University of the Arts, and got the master degree from National Sun Yat-sen University music research institute. Majored in theory and composition. Have obtained the National Literature and Art foundation's subsidy to create the solo composition in 2005. The composer of Luo Chao-Yun’s music studio in 2007.

Chuang Se-Lien (geb. 1965 in Taiwan, lebt seit 1991 in Österreich) Studien in Komposition (Beat Furrer) an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, Klavier (Walter Groppenberger) in IGP-Instrumental/Gesang Pädagogik/MHS Graz, Musik- und Medientechnologie (Adelhard Roidinger, Karlheinz Essl) am Bruckner-Konservatorium in Linz, Lehrgang für Elektroakustische Musik (Tamas Ungvary, Wolfgang Musil) am Institut für Elektroakustik an der MHS/Wien. Ihr Schaffen umfasst Werke zeitgenössischer Musik, elektroakustischer und Computermusik. Als Interpretin beschäftig sie sich mit klassischer, zeitgenössischer, interaktiver und Web-Musik. Das Interesse an digitaler Bildbearbeitung, audiovisueller Gestaltung und Komposition sowie interaktive audiovisuelle Improvisation zeigt sie in den neueren Werken als zentralen Schwerpunkt. 2003/04 Lehrtätigkeit in Computer Visual Communication at Tainan National College of the Arts, Department of Applied Music/Taiwan; 2000/01 Forschungsprojekt in Computermusik und audiovisuelle Kunst an der Nagoya City University/Japan; 2004/2005 Gastkomponistin am Elektronischen Studio der TU-Berlin. Diverse Aufführungen ihrer Werken und Studien-Aufenthalte fanden in Kanada, Rußland, mehreren Ländern Europas, Asiens, Süd- und Nordamerikas statt.

Maurice Doherty: Born in Ireland in 1972, Maurice Doherty graduated from the University of Ulster, Belfast, in 1997 and completed a Masters in Fine Art at the Glasgow School of Art, in 2001. Selected recent group exhibitions include Concrete Utopia, Brooklyn, New York, (2011), Co Verlag, Berlin (2011), Golden Thread Gallery, Belfast (2011), Frequency Group, Chengdu, China (2011), MMX, Berlin (2010), Vulpes Vulpes, London (2010), The Project Room, Glasgow (2010) and The Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh (2009). Solo exhibitions of his work have been presented at Beursschouwburg Kunstencentrum, Brussels (2010), Schalter Gallery, Berlin (2009), Futures Gallery, Glasgow Science Centre (2008), Catalyst Arts, Belfast (2006), Tramway, Glasgow (2006) and The Floating Series, Berlin (2006).  Maurice Doherty lives and works in Glasgow, Scotland and Berlin, Germany.

Morton Feldman wurde 1926 in New York geboren und starb ebenda 1987.  Er hat seine Identität durch den grundsätzlichen Unterschied zwischen seinen Ansichten die Kunst der Komposition betreffend und denen seiner Kollegen in Europa bestimmt. Er war stolz, Amerikaner zu sein, weil er überzeugt war, dass dies ihm eine in Europa unvorstellbare schöpferische Freiheit ermöglichte.  Seiner Affinität für die Welt Samuel Becketts verdankt die Musikgeschichte das einmalige Musiktheaterwerk Neither sowie zwei Stücke für Kammerensemble. Seine Freundschaft mit den New Yorker Malern des abstrakten Impressionismus hat eine Reihe von Kompositionen gezeitigt, darunter Rothko Chapel. Aber sogar die Kunst des Knüpfens orientalischer Teppiche hat ihn inspiriert (The Turfan Fragments). Feldman hat die Frage nach der niedrigen Dynamik seiner Werke folgendermaßen beantwortet:
„ – Weil wenn es laut ist, kann man den Klang nicht hören. Man hört den Anschlag. Dann hört man den Ton nicht mehr, nur seinen Verfall. Und ich glaube, das ist was seinerzeit Boulez beeindruckt haben mochte: er hörte einen Ton, statt einen Anschlag, und der ist erschienen und verschwunden ohne Anschlag und Verfall, fast wie ein elektronisches Medium....“

Thorsten Gellings: Geboren 1983 in Heidelberg, erster Schlagzeugunterricht im Alter von 6 Jahren. Diverse Preise bei JugendMusiziert. Mitglied des Sinfonischen Blasorchesters Baden-Württemberg und des Bundesjugendorchesters. Ab 2000 Studium an der Mannheimer Musikhochschule bei Prof. Dennis Kuhn. Mehrere Preise und Stipendien. Konzerte im In- und Ausland als Solist oder Orchestermusiker. Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Gerd Albrecht oder Sylvain Cambreling. Intensive Beschäftigung mit Neuer Musik und zahlreiche Uraufführungen.

Vinko Globokar: Geboren 1934 in Anderny, Frankreich, studierte Posaune in Ljubljana und von 1955 bis 1959 in Paris. Es folgten Kompositionsstudien bei René Leibowitz und Luciano Berio. Von 1968 bis 1976 war er Professor für Posaune an der Musikhochschule Köln, von 1976 bis 1979 Direktor der Abteilung Instrument/Stimme am IRCAM in Paris, von 1984 bis 1999 Professor für Kammermusik in Florenz. Seit seiner Studienzeit arbeitet Globokar als Komponist, Interpret und Improvisator. Globokar lebt in Berlin und Slowenien.

Aya Hara 1978 in Japan geboren, erhielt sie 1982 ihren ersten Klavierunterricht. 1995-97 erhielt sie Stipendium für Hochbegabte an der Kunstoberschule.1999 begann sie ihr Studium bei Prof. Till Engel an der Folkwang Hochschule Essen. Sie schloss 2004 ihre künstlerische Ausbildung und 2006 ihr Konzertexamen mit den besten Noten ab. Seit 2009 arbeitet sie an der Musikschule am Aalto-Theater in Mülheim an der Ruhr. Neben ihrer Liebe zu Franz Schubert erhielt sie wichtige künstlerische Impulse durch die  Auseinandersetzung mit herausragenden Werken der zeitgenössischen Klavierliteratur (Messiaen, Lachenmann, Kurtag, Stäbler, Shim, Eggert). Sie hat Klavier bei Midori Furuyama, Shoichi Yamada, Leoniz Margarius, Thomas Günther und Till Engel, Neue Musik bei Ulrich Löffler, Kammermusik bei Frank Lloyd, Tetsuo Kugai, Jacek Klimkiewicz, Vesselin Paraschkevov, Stewart Eaton, Emile Cantor und Michael Deichmann gelernt.

Kozue Kojima (Hara) 1980 in Japan geboren, begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierunterricht. Sie studierte ab 2000 bei Prof. Till Engel an der Folkwang Hochschule Essen. 2005 schloss sie ihre künstlerische Ausbildung und 2007 das Fach Instrumental-Pädagogik ab. Seit 2006 arbeitet Kozue Hara als Klavierlehrerin an der Musikschule Solingen. Zu ihrem Repertoire gehört auch die zeitgenössische Musik (Schnebel, Stäbler, Shim u.a.),die sie bei diesen Komponisten lernte. Sie erhielt Klavierunterricht von Midori Furuyama, Shoichi Yamada, Leoniz Margarius,Thomas Günther und Till Engel, Neue Musik-Unterricht von Bernhard Wambach und Ulrich Löffler,Kammermusik-Unterricht von Wolfgang Esch, Tetsuo Kugai, Jeffrey Dowd, Stewart Eaton, Emile Cantor und Michael Deichmann.

Robin Hoffmann: Geboren 1970 in Gadderbaum (jetzt: Bielefeld)Komposition instrumental bei Prof. Nicolaus A. Huber an der Folkwang-Hochschule in Essen (Diplom 2001). Künstlerische Ausbildung im Hauptfach Gitarre bei Prof. Michael Teuchert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt Main (Diplom 1999), Kammermusik Neue Musik bei Prof. Bernhard Kontarski. Parallel hierzu Kompositionsunterricht bei Claus Kühnl. Seminar für Musikerzieher im Hauptfach Gitarre bei Thomas Bittermann an Dr. Hochs Konservatorium Frankfurt Main. Lebt freischaffend als Komponist und Gitarrist in Frankfurt Main und ist seit 2005 Dozent für Musiktheorie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Robin Hoffmann tritt als Komponist für diverse Instrumental- und Vokalformationen sowie als Interpret eigener Werke auf. Seine künstlerische Tätigkeit umfasst die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern, Literaten und Tänzern, Arrangements für diverse Rockbands und experimentelle Improvisation.

Marcus Kaiser wurde 1967 in Tübingen geboren. Violoncellostudium (Diplom und Konzertexamen) an der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf.und Studium an der Kunstakademie Düsseldorf (Meisterschüler von Prof. Klaus Rinke). Arbeit in der Komponistengruppe "wandelweiser"; seit 1997 Raum für interdisziplinäre Veranstaltungen "kaiserwellen".2001 Förderpreis für Musik der Stadt Düsseldorf.

Naoko Kikuchi – Koto: Geboren in Sendai, Japan. Erster Koto Unterricht bei Mutter und Großmutter. Dann bei den weltbekannten Kotomeistern Tadao und Kazue Sawai. Studium an der Sophia Universität Tokio, Spezialausbildung an der Schule für traditionelle Japanische Instrumente ( NHK ). Wettbewerbserfolge und Preise. Tourneen weltweit. Intensive Beschäftigung mit Japanischer und Europäischer Neuer Musik. Als Stipendiatin des Japanischen Kultusministeriums seit 2007 in Frankfurt M. an der International Ensemble Modern Akademie. Rege Konzerttätigkeit als Solistin und in Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlern, Tänzern oder Regisseuren.

En-Ju Lin – Pipa: Geboren in Taichung City, Taiwan  / Musikalische Bildung in der Kindheit: Seit dem 4. Lebensjahr Klavier und seit dem 8. Lebensjahr Pipa. Ab dem 12. Lebensjahr Besuch des Gymnasiums mit musikalischem Schwerpunkt mit „Pipa Performance“ als Hauptfach und „Piano Performance“ als Nebenfach./ Ausbildung: Bis Januar 2009 Master of Fine Arts am Graduate Institute of Ethnomusicology, National Taiwan Normal University (Hauptfach: Pipa Performance), Seit September 2009 Studium der Musikwissenschaften an der Universität Heidelberg Aufführungen:1997-2009: Regelmäßige Teilnahme an über hundert Konzerten in verschiedenen Städten in Taiwan/ 2010-2011: Aufführungen der Marionettenoper des musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Heidelberg in Heidelberg und Italien / Aufführungsformen: Pipa Solo, vierhändiges Klavierspiel, Doppel-Klavier, verschiedene Schlaginstrumente, chinesische Kammermusik und chinesisches Orchester

Martin Lindsay: Geboren in Großbritannien. Studium an der Guildhall School of Music + Drama in London bei Hans Hotter, Suzanne Danco und Hugues Cuénod, und am Banff Centre in Alberta, Kanada. Konzerte, Liederabende, Bühnenrollen, Performances. Spezialist für Neue Musik, zahlreiche Uraufführungen namhafter Komponisten wie Gerhard Stäbler, Beat Furrer oder Peter Maxwell Davies. Zusammenarbeit mit führenden Ensembles. Lebt seit 1999 in Köln, Lehrbeauftragter an der Kölner Musikhochschule. In Trier erstmals im Februar 2011 beim Opening Festival.

Dehai Liu ist ein Pipa-Virtuose, Komponist und Pädagoge, geboren am 13.8.1937 in Shanghai, China. Seit 1983 ist er als Professor und Konrektor an der China Conservatory of Music.
Niccolò  Paganini (* 27. Oktober 1782 in Genua; † 27. Mai 1840 in Nizza) war ein italienischer Violinist, Gitarrist und Komponist. In seiner Zeit war er der führende und berühmteste Geigenvirtuose. Sein äußeres Erscheinungsbild und seine brillante Spieltechnik machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einer Legende.

Ulrich Phillipp – Kontrabass: Jahrgang 1956. Arbeitet seit den späten 1970 er Jahren in den Bereichen Improvisierte und Experimentelle Musik, Klanginstallation, Audio- Kunst, Performance, Publizistik. Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlern, Tänzern, Schauspielern. Mitglied fester Ensembles und vieler ad hoc Besetzungen. Mitbegründer der Wiesbadener Musiker Kooperative new jazz ( 1979 ), ARTist (1983) und HumaNoise Congress- Tage Improvisierter Musik ( 1987 ). Europaweite Konzert- und Ausstellungstätigkeit. Zahlreiche Veröffentlichungen.

Alwynne Pritchard is a performer, composer and artistic director of the Borealisfestival in Bergen. She studied at the Royal Academy of Music in London and has a PhD from the University of Bristol. Her compositions and performances have been heard across Europe, America and Indonesia and she has worked with leading musicians and ensembles across the globe. Over the past decade, Alwynne has made increasing use of live electronics and music-theatre in her work, also participating as a vocal and physical performer in some of her own pieces. Her music has been described by critics as ’playful, sinister and altogether riveting’

Thomas Rath – Klangregie: Geboren 1956 in Bonn. Frühe Begegnung mit Musik und Theater. Studium Kunst, Musik, Philosophie in Luxemburg, Bielefeld und Hannover, ua. bei Egon Neubauer und Diether de la Motte. Tätigkeit an verschiedenen Bühnen. Ab 1989 als Kirchenmusiker und freischaffender Künstler in Trier und Luxemburg. Ausstellungen, Konzerte, experimentelle Projekte. Mitbegründer des Ensembles TONWERKE TRIER. Lehrauftrag FH Trier. Musikdramaturg am Trierer Stadttheater. Kulturjournalist. Seit 2011 zusammen mit Bernd Bleffert Künstlerischer Leiter des Trierer OPENING Festivals für internationale Klangkunst.

Kunsu Shim ist in Busan, Südkorea geboren. Dort studierte er Komposition und kam 1985 nach Deutschland, um bei Helmut Lachenmann und später bei N.A. Huber zu studieren. Seit 2000 lebt er in Duisburg, nun als deutscher Staatsbürger. Bereits mit 18 Jahren bekam er den ersten Kompositionspreis beim Jugendmusikwettbewerb Busan. Weiterhin erhielt er zahlreiche Auszeichnungen u. a. von der Donga und Chungang Zeitung, vom Forum junger Komponisten WDR, vom Künstlerhof Schreyahn, von der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, der Djerassi Foundation und der Japan Foundation. Die meisten Arbeiten Kunsu Shims bestehen aus Klängen, die leise gespielt werden und im gleichmäßigen zeitlichen Abstand verlaufen. Sie folgen ohne Kausalität aufeinander und können im Prinzip in beliebiger Reihenfolge gespielt werden. Hierbei geht es jedoch nicht um eine zufällige und unerwartete Konstellation von Klängen, sondern darum, dass jeder Klang ungebunden an andere gehört werden kann. D. h. im Prinzip hat für ihn jeder Klang eine vollkommene Gestalt, die man als Musik genießen kann.

Erik Satie ( 1866 - 1925 i) entwickelte sich vom Cabaret-Pianisten zu einem von der Pariser Moderne angesehenen Komponisten neuer französischer Klaviermusik. Als Sohn eines französischen Schiffsagenten und einer britischen Mutter schottischer Herkunft blieb Satie seit dem Umzug der Familie aus Honfleur nahe Le Havre nach Paris im Herbst 1878 dieser Musikmetropole zeitlebens treu. Nach kurzzeitigen Studien am Conservatoire National de Musique et de Déclamation und abgekürztem Militärdienst bezog Satie zunächst 1887 im Stadtteil Montmartre Quartier, um schließlich aufgrund der zunehmenden Urbanisierung seiner Umgebung 1898 in den Pariser Vorort Arcueil zu übersiedeln, wo der Tonkünstler sich bis zu seinem Tode 1925 seinen Kompositionen widmete. Die ungeteilte Aufmerksamkeit der Musikwelt wurde Satie erst durch die Pariser Erstaufführung seines Balletts Parade zuteil, welches am 18. Mai 1917 unter der Stabführung von Ernest Ansermet im Théâtre du Châtelet zu einem berühmten Skandal geriet. Die Mitwirkung des russischen Impressarios Sergei Djagilew und seiner Ballets Russes, die Choreographie von Léonide Massine, die Bühnenbilder und Kostüme von Pablo Picasso, sowie die Balletthandlung des Dichters Jean Cocteau hatten keinen geringen Anteil am großen Erfolg des Stücks. Saties Kompositionen, bislang nur Kennern jenseits des anrüchigen linken Seine-Ufers bekannt, wurden daraufhin von der Pariser Musikwelt entdeckt und schon bald zur französischen Musik schlechthin erklärt.

Wolfgang Schliemann – Schlagwerk: Geboren 1956 in Wiesbaden. Arbeitet von dort aus in den Bereichen Neue Musik, Improvisation, Performance, Klangkunst. Auseinandersetzung mit den klanglichen Aspekten eines vielfältig erweiterten , sich ständig verändernden Instrumentariums. Konzerte im In und Ausland. Mitglied zahlreicher Ensembles, Workshoparbeit. Intermediale, raumbezogene, synästhetisch konzipierte Projekte bevorzugt mit TänzerInnen und Bildenden KünstlerInnen.

Kurt Schwitters studiert von 1908 bis 1914 an der Kunstgewerbeschule in Hannover sowie an der Kunstakademie in Dresden. Eine eher konventionelle Malerlaufbahn scheint die lange akademische Ausbildung, die er in Dresden vor allem bei dem an Frans Hals orientierten Carl Bantzer genießt, vorzubereiten. Sein Frühwerk zeigt entsprechend wenig Einfluss der Moderne. Zum Kriegsdienst wird Kurt Schwitters 1917 einberufen, da er unter Epilepsie leidet, verbringt er ihn auf der Schreibstube. Nach vier Monaten wird er entlassen. Einen modernen Künstler machen aus ihm die Eindrücke des Krieges und der Inflation. 1918 entstehen erste Collagen, für die Kurt Schwitters zufällig gefundene Abfälle benutzt. Kurt Schwitters begründet mit seiner Kunst und seinen literarischen Texten in Hannover eine eigene Dada-Einrichtung. Diese nennt er "Merz", ein Wortfragment von "Commerzbank". Kurt Schwitters wird durch die 1919 veröffentlichte Prosa- und Gedichtsammlung "Anna Blume" weit über die Grenzen Hannovers bekannt. Er knüpft Kontakte zu Herwarth Walden, Hans Arp und Tristan Tzara und nimmt an den "Sturm"-Ausstellungen in New York und Zürich teil. Schwitters Verbindung zu den Bauhaus-Künstlern, zu den holländischen Dadaisten und Konstruktivisten, denen er 1923 die erste Nummer der "Merz"-Zeitschrift widmet, wird für ihn zunehmend wichtiger. Die ersten internationalen Erfolge stellen sich Mitte der 1930er Jahre ein. 1937 wandert Kurt Schwitters nach Norwegen aus. 1940 folgt dem Exil in Norwegen die Flucht vor den deutschen Truppen nach England, wo sich die isolierte Position, unter der er schon in Norwegen litt, nicht entscheidend verbessert. Kurt Schwitters stirbt 1948 in Ambleside

Martin Speicher – Klarinette: Studium Musikwissenschaft und Philosophie in Saarbrücken und Gießen. Ab Ende der 1970er Jahre intensive Auseinandersetzung mit Free Jazz und Neuer Musik. Bis heute Mitwirkung in verschiedenen Ensembles beider Richtungen. Zusammenarbeit mit namhaften Musikern wie Evan Parker, Cecil Tayler, Wolfgang Schliemann. Eigene Kompositionen. Seit den 1980er Jahren Musik für Bühne und große Besetzungen. Einbeziehung politischer Themen in seine Arbeit, so aus Anlass des Jugoslawienkrieges „Fragmente einer Eroberung“. Seit 2004 Entwicklung des Zyklus LICHTLIEDER, der das Phänomen Aufklärung thematisiert.

Gerhard Stäbler :1949 im süddeutschen Wilhelmsdorf bei Ravensburg geboren, studierte Komposition (bei Nicolaus A. Huber) und Orgel (bei Gerd Zacher) in Detmold und Essen und lebt als freischaffender Komponist seither im Ruhrgebiet. Mitte 2011 verlegte er seine Wirkungsstätte nach Düsseldorf. Stäblers Musik verlässt vielfach den Rahmen des Üblichen, indem er Elemente in seine Kompositionen einbezieht, die die gewohnte Aufführungssituation (und damit die herkömmliche Publikumserwartung) durchbrechen, sei es durch Gesten oder Bewegungen im Raum, sei es mittels Licht- und Duftgestaltung oder aktives Einbeziehen des Publikums: Immer kommt es ihm darauf an, die Phantasie anzuregen, Ohren und andere Sinne für neue, unerwartete Wahrnehmungs- und Denkmuster zu sensibilisieren.

Marc Stutz-Boukouya – Posaune: Lebte nach seinem Studium in London, dann, zwischen 1991 und 2001 in Berlin. Feste Größe in der dortigen Szene von Jazz, Improvisation und Neuer Musik. Projekte als Solist, Dirigent, Pädagoge. Mitwirkung in ensembles wie Globe Unity Orchestra, Berlin Contemporary Jazz Orchestra Instant Art Ensemble oder TONWERKE TRIER. Tourneen und Auftritte bei Internationalen Festivals in Europa, Afrika und Asien. Zusammenarbeit mit namhaften Kollegen wie David Moss, Butch Morris oder Alexander von Schlippenbach. Zahlreiche Preise, Stipendien und Einspielungen.

Karlheinz Stockhausen (* 22. August 1928 in Mödrath, heute zu Kerpen; † 5. Dezember 2007 in Kürten-Kettenberg) war ein deutscher Komponist und Professor. Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts.

Jan-Filip Tupa - Cello : Als Sohn einer Tschechischen Musikerfamilie 1980 in Deutschland geboren. Cellounterricht seit dem fünften Lebensjahr. Studium an der Robert Schumann- Hochschule in Düsseldorf bei Claus Reichardt und an der Guildhall School of Musik + Drama in London bei Raphael Wallfisch. Intensive Beschäftigung mit Neuer Musik. 2006 / 2007 an der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt M. Regelmäßiger Gast bei Ensemble Modern, MusikFabrik NRW und verschiedenen kleineren Ensembles. Repertoireschwerpunkt als Solist liegt in der Musik seit 1945. Zuletzt Ersteinspielung von Jacqueline Fontyns Cellokonzert mit den Göttinger Sinfonikern. Div. Tschechische Erstaufführungen.

Ute Völker – Akkordeon: Studium Akkordeon und Tonsatz an der Musikhochschule Köln, Musikwissenschaft, Germanistik, Phonetik in Köln, Wien und Paris. Als Akkordeonistin auf freie improvisierte Musik spezialisiert. Regelmäßige Konzerte weltweit. Mitbegründerin des ensemble PARTITA RADICALE. Mit diesem Entwicklung eigener Improvisationszyklen, Stummfilmvertonungen, Theaterprojekte, Zusammenarbeit mit Komponisten. Interdisziplinäre Projekte mit Bildenden Künstlern, Videofilmern Schauspielern, Literaten, Performern. Mitglied des Wuppertaler Improvisations Orchesters WIO. Zahlreiche CD Einspielungen. Lehrt an der Musikschule Bochum.

Alexander Voigt studierte 1981-1986 in Weimar an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" bei Manfred Beyer Fagott, war 1986-2006 Solofagottist und ist seit 2006 stellv. Solofagottist beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. 1989-2002 war er Lehrbeauftragter an der Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler". Neben seinen kammermusikalischen und solistische Engagements wurde er 2002 als Solofagottist zu den Bayreuther Festspielen berufen. Der deutsche Liedermacher, Autor und Regisseur Hans-Eckardt Wenzel, in dessen Band Voigt seit 1995 Fagott spielt,[ wurde bei Produktionen mit dem Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester auf Voigts Schauspieltalent aufmerksam und besetzte ihn zusammen mit dem Tubisten Georg Schwark als Moderator und Rezitator. Im Jahr 2000 entstand unter der Regie von H. E. Wenzel eine Interpretation von Kurt Schwitters Ursonate, von welcher unter dem Titel „Alexander Voigt spricht / spielt / bläst / röhrt / rappt und zelebriert DIE URSONATE von Kurt Schwitters“ 2004 in Co-Produktion von Deutschlandradio Kultur und Conträr-Musik Lübeck ein Mitschnitt auf CD veröffentlicht wurde.

Sue Ya Wang: born in Taipei,Taiwan, graduated from Conservatoire National Superieur de  Musique de Paris with Alain Bancquart and Paul Mefano. She has been selected for the course in music composition and computing at IRCAM 1999-2000.Cellule(percussion and electronics).Her work, entitled Theme et Variations pour violoncelle et piano was awarded first prize of Irino Memorial Prize . Profiles d`outremer was performed by the Ensemble Alternance at the Cite de la Musique, Paris, At the same time, this piece has been selected by the ISCM, jury 1998 in Manchester, United Kingdom,which was broadcast on BBC radio. Evening (ISCMRomania1999). Huei Gien Go ( ISCM Japon 2001).present an evening concert ofher works in 1998 at the National Recital Hall. Le poete nomade for chamber ensemble was a commission from the Taipei Chamber Music. Espace fuyant was performed by NSO(ACL). L’Ile Sonnant IV was performed at Citta di castella in Italy and The Festaval in Australia) Ray (percussion solo and orchestre) was performed for the first time by Orchestre Lyrique de Region Avignon-provence in july 2002,which was broadcast onRadio France. Montagne Tourbillonnante, Ecart de la poésie were She has been selected by the “Résidence aux Récollets Ville de Paris- Ministère des Affaires étrangères et européenes” 2010 Taipei Digital Art Festival ,one of the curators ofinternational artists invited .
 
Andreas Weixler (geb. 1963 in Graz, Österreich) studierte Komposition an der Musikhochschule in Graz bei Andrzej Dobrowolski, Younghi Pagh-Paan und diplomiert 1995 bei Beat Furrer. Seine künstlerische Arbeit führte ihn von Odd-Rhythmen für Jazzrockensembles über Minimal Music zur zeitgenössichen Komposition, wo er sich weiter in vielfältiger Weise in Computermusik spezialisierte, u.a. durch einen Forschungsaufenthalt an der Nagoya City University in Japan und an mehreren elektronischen Studios an Musikhochschulen und Universitäten in Basel, Norwich, Birmingham, Sheffield, Nagoya, Graz, Linz, Wien und anderen. Diese Kompositionen umfassen algorithmische Instrumental-Komposition, Elektronische und Elektroakustische Musik und führten zu zahlreichen Kooperationen mit Video, Theater und Tanz. Audiovisuelle Werke und Echtzeitberechnungen von Bild und Ton standen im zentralen Interesse der neueren Werke. Seine künstlerische Arbeit wurde in internationalen Festivals, Konzertreihen und Austellungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, England, Belgien, Italien, Holland, Ungarn, Tschechien, Canada, Columbien, Brasilien, China, Taiwan, Japan, Süd-Korea, Rußland und USA präsentiert. Er unterrichtet seit 1997 Musik- und Medientechnologie an der Bruckneruniversität (vormals Konservatorium) und seit 2004 Max/Msp/Jitter an der Kunstuniversität in Linz und ist 2004/2005 Gastkomponist am Elektronischen Studio der TU-Berlin.

Eiko Yamada – Blockflöte: Seit 1979 in Berlin, zunächst als Stipendiatin des Japanischen Kultusministeriums. Suche nach neuen musikalischen Gestaltungsformen auch in Zusammenarbeit mit Kolleginnen aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz und Lyrik. Intensive Auseinandersetzung mit Improvisation. Mitbegründerin der Berliner Gruppe ExTempore. Experimentelle Erforschung des Zusammenhangs von Klang und Architektur, sowie verschiedenster Materialien. Auf ihren Instrumenten Entwicklung einer sehr individuellen und äußerst persönlichen Klangsprache.

Isang Yun (1917 – 1995) wurde am 17. September 1917 in der Nähe der südöstlichen Hafenstadt Tongyông geboren. Yun beteiligte sich am anti-japanischen Widerstand, wurde 1943 verhaftet und gefoltert. Mit dem Kulturpreis der Stadt Seoul (1955) ausgezeichnet, konnte er 1956-59 in Paris und Berlin studieren. Von Deutschland aus fand er den Anschluß an die internationale Avantgarde. Mit der Uraufführung des Orchesterstücks Réak in Donaueschingen gelang 1966 der internationale Durchbruch. Von 1970 bis 1985 lehrte Yun Komposition an der Hochschule der Künste Berlin, seit 1974 als Professor. Sein OEuvre umfaßt mehr als hundert Werke, darunter vier Opern sowie mehrere Instrumentalkonzerte. In den achtziger Jahren entstanden fünf große, zyklisch aufeinander bezogene Symphonien; in dieser Zeit entwickelte Yun einen neuen Ton auch in seinen Kammermusikwerken, die durch das Streben nach Harmonie und Frieden gekennzeichnet sind.







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