Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst in Trier

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OPENING 

17/16/15/14/13/12/11


OPENING 11   Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst



 

Freitag 4. – Sonntag 6. Februar 2011 TUFA Kultur- & Kommunikationszentrum Trier

Nach 10 Jahren erfolgreicher Arbeit von Katharina Bihler und Stefan Scheib haben die neuen künstlerischen Leiter, Bernd Bleffert und Thomas Rath für das 11. Opening- Festival mit neuer Handschrift ein Programm geschmiedet, das sich vor allem durch die Spannung polarer Gegensätze auszeichnet: neue und alte, streng komponierte wie frei improvisierte, westliche und östliche Musik befruchten sich gegenseitig gerade durch ihre konträren Ansätze. So steht der Titel des Eröffnungskonzert: POLE auch programmatisch für das diesjährige Festival: plus – minus, männlich – weiblich, Stille – Bewegung,…

In OPEN-EXPO, der neu hinzugekommenen, das Festival begleitenden Ausstellung (2.OG) werden ganz in diesem Sinne vier unterschiedliche Positionen installierter Klangkunst präsentiert.

Bernd Bleffert und Thomas Rath
die künstlerischen Leiter
 

Eine Veranstaltung der Stadt Trier mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland Pfalz sowie der Kulturstiftung Sparkasse Trier; in Kooperation mit der Gesellschaft für Aktuelle Klangkunst Trier e.V.


 


 

Programmübersicht:

Freitag | 4.Februar | 18:00 Uhr (Vernissage)
OPEN-EXPO ausstellung internationaler klangkunst
Ausstellungsdauer: 4. – 27. Februar

Freitag | 4. Februar 2011 | 19:00 Uhr
POLE FÜR 2 - EIN MUSIKALISCHES THEATER
FÜR STIMMEN, KURZWELLENGERÄTE UND INSTRUMENTE

Freitag | 4. Februar 2011 | 20:30 Uhr
ALTE UND NEUE MUSIK FÜR KOTO

Freitag | 4. Februar 2011 | 22:00 Uhr
INTERMEZZI



Samstag | 5. Februar 2011 | 18:00 Uhr
PENTHAUS (356)

Samstag | 5. Februar 2011 | 19:30 Uhr
STRANGE SONGS

Samstag | 5. Februar 2011 | 21:00 Uhr
LAST NIGHT / WHITE SPACES

Samstag | 5. Februar 2011 | 22:30 Uhr
AN EINEM ORT – AN EINEM ANDEREN ORT



Sonntag | 6. Februar 2011 | 17:00 Uhr
TIERKREIS / LAUB UND REGEN / KLAVIERSTÜCK IX








Programm:


Freitag | 4. Februar 2011 | 19:00 Uhr
 
POLE FÜR 2
EIN MUSIKALISCHES THEATER
FÜR STIMMEN, KURZWELLENGERÄTE UND INSTRUMENTE (BALI 1970)



Pole für 2, von Karlheinz Stockhausen 1970 ist eine Mischform aus Experimentellem Musiktheater und Intuitiver Musik. Die Partitur besteht im Wesentlichen aus Plus- und Minuszeichen. Der Obertonsänger und Blockflötenspieler Michael Vetter, exzellenter Kenner und langjähriger enger Mitarbeiter Stockhausens und Natascha Nikeprelevic, eine der interessantesten Vokalsolistinnen und Performance-Künstlerinnen der jüngeren Generation, haben eine Fassung ausgearbeitet, die vor Spannung knistert und gleichzeitig ganz neue Hörerfahrungen im Grenzbereich zwischen Instrumentalklang, Gesang und Obertonmusik ermöglicht.




Freitag | 4. Februar 2011 | 20:30 Uhr

ALTE UND NEUE MUSIK FÜR KOTO



Koto ist eine 13-saitige, japanische Wölbbrettzither. Die japanische Koto-Meisterin Makiko Goto, die viele Werke zeitgenössischer Komponisten uraufführte, spielt ein Programm, das alte, traditionelle und Neue Musik vereint. Toshio Hosokawa (*1955), dessen Stück „Nocturne“ zu hören sein wird, sagt: „in der europäischen Musik ist ein Ton nur ein Teil eines Ganzen, während in der japanischen Musik eine Note eine Landschaft darstellt“. Seine eigene Musik charakterisiert er so: „Es ist, als wenn man langsam durch einen Garten ginge.“




Freitag | 4. Februar 2011 | 22:00 Uhr

INTERMEZZI



Johannes Brahms verglich seine Intermezzi (Op.117 und 118), die in ihrer kurzen Form zum Gehaltreichsten und Tiefsinnigsten aus der Zeit der Romantik gehören, mit einem melancholischen und schmerzhaften Wiegenlied. Die Intermezzi für Klavier des Koreaners Kunsu Shim basieren auf dem Bild „wandernder Finger“. In seinen Arbeiten ist das Wandern essentiell: es bedeutet Freiheit, aber auch Einsamkeit! Der Pianistin Seon-Kyung Kim gelingt es in diese konträren Welten einzutauchen und diese zu verbinden. Kann ein Klang wie ein Licht sein? Ein Licht, das am späten Nachmittag in einen stillen, leeren Raum dringt.




Samstag | 5. Februar 2011 | 18:00 Uhr

PENTHAUS (356)



Durch die Verbindung der expressiven Tanz- und Körperarbeit Fine Kwiatkowskis, der breit gefächerten Klangschöpfungen Wolfgang Schliemanns und der performerischen, lichtbildnerischen Arbeit Michael Vorfelds entsteht ein Produkt, das gleichermaßen als Installation und Performance erlebt werden kann. Jeder Moment ist dabei flüchtig und unwiederholbar. Die in der freien Improvisation sehr erfahrene Gruppe, bildet in “Penthaus“ ein rhizomatisches Geflecht der Bezugsebenen: Raum, Zeit, Licht, Klang und Bewegung.






Samstag | 5. Februar 2011 | 19:30 Uhr

STRANGE SONGS



Die Vokalartistin Ute Wassermann erforscht seit 1984 ihre eigenen aussergewöhnlichen Vokaltechniken. Sie hat einen systematischen Katalog nach Klangfarben, Registern und artikulativen Abläufen entwickelt. Ihr vielstimmiger Gesang und die Live–Elektronik von Richard Barrett bilden durch hochsensibles, gemeinsames Agieren faszinierende Klangräume: einerseits wird man an die poetische Schönheit von Vogelstimmen-Dialoge erinnert, andererseits führen sie die Hörer durch ein verwirrend vielfältiges Etüdenwerk avantgardistischer Gesangs- und Klangschönheit.




Samstag | 5. Februar 2011 | 21:00 Uhr

LAST NIGHT / WHITE SPACES



Beide Kompositionen für Gesang (Martin Lindsay/Bariton) und Streichquartett (Mitglieder der Duisburger Philharmoniker) von Kunsu Shim und Gerhard Stäbler sowie deren Verbindung mit Videoarbeiten von Kyungwoo Chun sind Ergebnisse eines langjährigen freundschaftlichen Trialogs. Bei der Entstehung ging es nicht um eine romantische Synästhesie im Sinne einer vielleicht trügerischen „Ganzheitlichkeit“ von Bild und Ton, sondern um einen offenen Arbeitsprozess, der immer wieder mit unvorhersehbaren und überraschenden Ergebnissen rechnete. Das in die Mitte der beiden Werke gestellte unvollendete Streichquartett von Franz Schubert, schafft eine zusätzliche Perspektive auf diesen Trialog.




Samstag | 5. Februar 2011 | 22:30 Uhr

AN EINEM ORT – AN EINEM ANDEREN ORT



Das Stück von Marcus Kaiser wurde im Jahr 2000 in Köln begonnen und hat sich durch viele Aufführungen in verschiedenen Städten ständig verändert: es transportiert Klänge und Räume von Ort zu Ort. Die Aufführung besteht aus zwei Teilen, durch eine Pause getrennt. Ein Instrumentalist (M.Kaiser/Cello) spielt wenige Klänge, diese werden aufgenommen und im nächsten Teil zugespielt. Die Aufnahme des Ortes an dem zuletzt gespielt wurde ist die Grundschicht einer neuen Aufführung an einem anderen Ort. So entsteht ein Fließ-Gleichgewicht im Werden zwischen neuen, dazukommenden Klängen und älteren, zunehmend im Hintergrundrauschen verschwindenden Klängen.

an einem ort - an einem anderen ort / ligne sans fin >>






Sonntag | 6. Februar 2011 | 17:00 Uhr

TIERKREIS / LAUB UND REGEN / KLAVIERSTÜCK IX



„Ich begann, mich mit den 12 menschlichen Charakteren des TIERKREISES zu beschäftigen, von denen ich bis dahin nur eine vage Ahnung hatte. Beim Erfinden jeder Melodie dachte ich an das Wesen von Kindern, Freunden, Bekannten, die im betreffenden Sternzeichen geboren sind, und ich studierte die Menschentypen gründlicher. Jede Melodie ist jetzt in allen Maßen und Proportionen im Einklang mit den Charakterzügen ihres Sternzeichens komponiert!“ Der „Tierkreis“ gehört zu den „klangschönsten“ und daher zugänglichsten Werken Karlheinz Stockhausens, des ebenso gefeierten wie umstrittenen Klassikers der Neuen Musik nach 1945. „Tierkreis“ kann in diversen Besetzungen gespielt werden. Das niederländische Ensemble mit der Tänzerin Tineke Veenhof, Fie Schouten (Bassetthorn), Michel Marang (Klarinette) und Pascal Meyer (Klavier) zeigt eine ganz und gar eigene Ausarbeitung nach der in der Partitur gegebenen Anweisungen.






Ausstellungsdauer: 4. – 27. Februar
Vernissage: Freitag, 4.Februar 18:00 Uhr
Ausstellungsraum und Galerie 2. OG

OPEN-EXPO
ausstellung internationaler klangkunst



Das internationale Festival für Aktuelle Klangkunst, präsentiert in der Ausstellung OPEN-EXPO im 2. OG vier völlig unterschiedliche Ansätze installierter Klangkunst:

Pablo Uribe (Montevideo) zeigt „Atardecer“. (Abenddämmerung), eine Videoarbeit mit einem Tierstimmen-Imitator, die als Dauerinstallation im uruguayischen Pavillon der 53.Bienale 2009 in Venedig zu sehen war.

Hubert Steins (Köln), Träger des deutschen Klangkunstpreis 2004, ist mit der kinetischen Klanginstallation für Overheadprojektor „Fünf für Blumfeld“ vertreten. Der Titel bezieht sich auf den Protagonisten in Franz Kafkas 1915 entstandenen Erzählung: „Blumfeld, ein älterer Junggeselle“.

Das „Circadian-Projekt“ von Rebecca Loyche (New York), eine Lichtinstallation in einem schneeweißen Raum, zuletzt in Berlin realisiert, kann auch als Therapieraum angesehen werden: strahlend weißes Licht, „for public benefit“.  >>

Eine interaktive Klanginstallation realisiert Bernd Bleffert (Trier) mit der „stillen“ Klangfarbigkeit von fließendem Quarzsand in „Sandraum III“







Presse:

Ein Artikel von von Hubert Steins (MusikTexte 128)

Interessante Querverbindungen (pdf) >>



















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