Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst in Trier

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OPENING 

17/16/15/14/13/12/11


OPENING
17   Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst

opening 2017

Freitag 10. - Sonntag 12. Februar 2017 TUFA Kultur- & Kommunikationszentrum Trier

Mit vielen Überraschungen, Neuigkeiten, 5 Uraufführungen und ungewöhnlichen „Paarungen“ präsentiert Opening 17 an 3 Tagen und 3 Spielorten ein facettenreiches wie intensives Programm.
In 10 Konzerten spielen: Das JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saar, ein britisches Vokal-Duo mit Martin Lindsay und Linda Hirst,  das deutsch-polnische  Cembalo-Duo mit Aleksandra und Alexander Grychtolik, die 2 chinesischen Harfenspielerinnen Chu-Heng Liao und Wei-Ching Tseng, die niederländische Mezzosopranistin Truike van der Poel gemeinsam mit der japanischen Schlagzeugerin Rie Watanabe, und dem Kölner Schlagzeuger Dirk Rothbrust, das 10-köpfiges Ensemble aus Berlin „work in progress“, der australische Klarinettist Richard Haynes, ein deutsch-deutsch-mongolisches Trio mit dem Trommler Joss Turnbull, dem Klangkünstler Bernd Bleffert und dem  Pferdekopfgeige spielenden und singenden Naranbaatar Purevdorj, das Weimarer Ensemble für Intuitive Musik EFIM und die japanische Pianistin Satoko Inoue.

Eröffnet wird das Festival mit der  Klangkunstausstellung Open-Expo im 2. OG der TUFA mit Arbeiten von Klaus Maßem und Bernd Bleffert.

3 Extra-Projekte mit dem JugendEnsembleNeueMusik, dem Cembalo-Duo: Aleksandra und Alexander Grychtolik sowie dem Obertonsänger Naranbaatar Purevdorj finden im Rahmen „Opening für Schüler“ statt.
Wir freuen uns auf reges und vielseitiges Wahr-Nehmen!

Bernd Bleffert und Thomas Rath künstlerische Leitung


Eine Veranstaltung der TUFA und der Stadt Trier. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland Pfalz, der Nikolaus-Koch-Stiftung, der Kulturstiftung der Sparkasse Trier, Kulturstiftung Trier, Lottostiftung Rheinland-Pfalz, des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz ,des Deutschen Musikrates - Zeitgenössische Musik, der Trier-Weimar-Gesellschaft und in Kooperation mit der Gesellschaft für Aktuelle Klangkunst Trier e.V.




Programmübersicht:

Freitag | 10. Februar | 18:00 Uhr  TUFA  2. OG
ERÖFFNUNG DER KLANGKUNSTAUSSTELLUNG OPEN-EXPO

Freitag | 10. Februar | 19:00 Uhr | TUFA Großer Saal
COMING TOGETHER …beherzt! 
JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saar
spielt Werke von Frederic Rzewski, Henry Purcell, John Cage,
Anonymus/Thomas Preston und Markus Radke
   
Freitag | 10. Februar | 20:30 Uhr | TUFA kl. Saal oder Viehmarktthermen
KOMMENDE ZEITEN ...geschöpftes Spiel
Karlheinz Stockhausen: Für Kommende Zeiten
Ensemble für Intuitive Musik / Weimar

Freitag | 10. Februar | 22:00 Uhr | TUFA 1. OG
GOLDBERGE ...tastenweise
Aleksandra Grychtolik und Alexander Grychtolik / Cembalo Duo
spielen J. S. Bach, Yuji Itoh und Hui Yeong
   



Samstag | 11. Februar | 18:00 Uhr | TUFA  Großer Saal
        
FREUDEN ...mit vollen Händen
Chu-Heng Liao (Harfe) und Wei-Ching Tseng (Harfe) spielen:
Karlheinz Stockhausen: Freude / für „ 2 Harfen“ aus dem Zyklus Klang ( 2. Stunde )

Samstag | 11. Februar | 19:30 Uhr | AMG (Atrium des Angela Merici Gymnasium)
WIDERSTÄNDE ...voller Wärme
Gerhard Stäbler, Kunsu Shim, Guzmán Calzada und Sofia Sheps mit Truike van der Poel, Dirk Rothbrust, Rie Watanabe, Kunsu Shim Gerhard Stäbler, Guzmán Calzada und Sofia Sheps

Samstag | 11. Februar | 21:00 Uhr | TUFA  Großer Saal
TENDENZEN …aufgespürt
Konzertprojekt von "work in progress - Berlin"
Aspekte japanischer Gegenwartsmusik mit Stücken von:
Joji Yuasa, Toru Takemitsu, Haroyuki Suzuki und Tomoko Fukui 

Samstag | 11. Februar | 22:30 Uhr | TUFA 1.OG

ANSPRACHEN...nicht aus der Luft gegriffen
Richard Haynes - Klarinette SOLO mit Stücken von:
Robin Hoffmann, Timothy McCormack, Nemanja Radivojevic, Michael Norris




Sonntag | 12. Februar | 16:00 Uhr | TUFA 1. OG
3 HIMMELSRICHTUNGEN ...vereint
Versuch einer Nichtannäherung von Joss Turnbull, Bernd Bleffert und Naranbaatar Purevdorj

Sonntag | 12. Februar | 18:00 Uhr | TUFA  Großer Saal
BELCANTI ...aus voller Brust
Linda Hirst / Sopran + Martin Lindsay / Bariton
mit Werken von John Cage, Giacinto Scelsi Vinko Globukar und Evelyn Ficarra

Sonntag | 12. Februar | 20:00 Uhr | Museum am Dom
ZEITDEHNUNGEN ...verliert sich hier nur ein Ton irgendwo unbemerkt ….
Morton Feldman "for Bunita Marcus" mit Satoko Inoue




Programm:


Freitag | 10.Februar | 18:00 Uhr TUFA 2.OG

ERÖFFNUNG DER KLANGKUNSTAUSSTELLUNG OPEN-EXPO



Freitag | 10.Februar | 19:00 Uhr | TUFA Großer Saal

COMING TOGETHER  …beherzt!
JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saar



Frederic Rzewski:(A Life) (1992)
Henry Purcell: Fantasia Upon One Note (1680)
John Cage:Trio (1936) Schlagzeuger
Markus Radke: a common tone (2015)
Anonymus/Thomas Preston: Uppon La Mi Re (16. Jh.)
Frederic Rzewski: People United Will Never Be Defeated (1975)
Frederic Rzewski: Coming Together (1971) Tutti

Die Auseinandersetzung mit repräsentativen oder stilbildenden Werken  zeitgenössischer Musik ist das Herzensanliegen dieses Jugend-Ensembles für Neue Musik unter der Leitung von Walter Reiter. Eine einmalige Chance einer tiefgehenden, weit über eine bloße Vermittlungsidee hinausgehenden Begegnung mit Musik unserer Zeit, vermittelt durch engagierte, hoch talentierte junge Musiker, die Ihre Passion in der zeitgenössischen wie klassischen Musik gefunden haben! Ein Stück von Frederic Rzewski ist hierbei gleichsam programmatisch: Coming Together!



Freitag | 10.Februar | 20:30 Uhr | TUFA kl. Saal oder Viehmarktthermen

KOMMENDE ZEITEN ...geschöpftes Spiel

Karlheinz Stockhausen: Für Kommende Zeiten



Ensemble für Intuitive Musik / Weimar
Daniel Hoffmann – Trompete/Flügelhorn
Hans Tutschku (Boston) – Live-Elektron
Michael von Hintzenstern – Klavier/Harmonium
Matthias von Hintzenstern – Cello

Der Interpretation von Karlheinz Stockhausens Intuitiver Musik widmet sich das Ensemble für Intuitive Musik Weimar, EFIM schon seit1980. Mit seinen Zyklen AUS DEN SIEBEN TAGEN und FÜR KOMMENDE ZEITEN schwebte Strockhausen eine Musik vor, die aus der geistigen Einstimmung der Spieler durch kurze Texte im Moment der Aufführung entsteht. Sein Ziel war es, durch die verschiedenen Texte verschiedene Archetypen musikalischer Prozesse zu entdecken, von denen jeder zu ganz eigenen musikalischen Geschehnissen führen kann. Das Ensemble hat in zwei Arbeitsphasen mit Karlheinz Stockhausen selbst intensiv an der Umsetzung dieser Textkompositionen gearbeitet und diese vielfach rund um die Welt aufgeführt.



Freitag | 10.Februar | 22:00 Uhr | TUFA  1. OG

GOLDBERGE ...tastenweise
Aleksandra Grychtolik und Alexander Grychtolik / Cembalo Duo



J. S. Bach - Aria aus den „Goldberg-Variationen“, BWV 988
Yuji Itoh - Neues Stück UA ...Auftragswerk Opening
14 Canons über die ersten acht Fundamentalnoten der Aria der „Goldberg-Variationen“, BWV 1087
Hui Yeon - Neues Stück UA ...Auftragswerk Opening
Johann Sebastian Bach - Aria aus den „Goldberg-Variationen“

Aleksandra und Alexander Grychtolik spielen auf ihren klangschönen historischen Cembali ein Konzert mit Musik von Johann Sebastian Bach und Auftragskompositionen des Festivals.  Bachs „Goldberg-Variationen“ sind sowohl stimmungsvolle „Nachtmusik“ für den schlaflosen Grafen Hermann Carl von Keyserling, als auch Ausdruck kontrapunktischer Gelehrsamkeit. Die farbenreichen, erst in den 1970er Jahren in Paris entdeckten „Vierzehn Canons“ über die ersten acht Fundamentalnoten der Aria aus den „Goldberg-Variationen“ sind gewissermaßen die „kleine Schwester“ des berühmten Zyklus. Die zeitgenössischen Stücke der Koreanerin  Hui Yeon Bang und des Japaners Yuji Itoh spiegeln Klarheit, Schlichtheit, Strenge wie Schönheit der atmenden koreanischen und japanischen Seele wider.



Samstag | 11.Februar | 18:00 Uhr | TUFA  Großer Saal        

FREUDEN ...mit vollen Händen
Karlheinz Stockhausen:
Freude / für „ 2 Harfen“ aus dem Zyklus Klang ( 2. Stunde )



Chu-Heng Liao | Harfe und Wei-Ching Tseng | Harfe

„Klang – Die 24 Stunden des Tages“ ist der letzte Werkzyklus von Karlheinz Stockhausen und „Freude“ für 2 Harfenspielerinnen darin die 2. Stunde. Während  Chu-Heng Liao und Wei-Ching Tseng ihre Instrumente verschieden gestimmt zu einer einzigen chromatischen Harfe mit unglaublicher Präzision zupfen, pflücken, streichen, schlagen, zwicken, reiben, streifen, stoßen, klopfen, jubilieren, singen sie auch passagenweise alternierend und zusammen den 24-zeiligen Hymnus: Veni Creator Spiritus. Dieser steht im Zusammenhang mit den 24 Stunden des Tages, „so dass die ›Zweite Stunde‹ von Klang wie ein voller Tag in einer Stunde des Tages ist.“ Freude war die Grundstimmung Karlheinz Stockhausens beim Komponieren dieses meisterlichen Werkes - „beflügelte“ Freude erlebt man beim Klang und Anblick dieser genialen Harfenspielerinnen!



Samstag | 11.Februar | 19:30 Uhr | AMG ( Atrium des Angela Merici Gymnasium)

WIDERSTÄNDE ...voller Wärme
Gerhard Stäbler: O Muro für Sopran, 2 Schlagzeuger, Eisblöcke und Tonband
Kunsu Shim: MUTTER.VATER
Guzmán Calzada und Sofia Sheps: Winterpiece



Truike van der Poel – Mezzosporan
Dirk Rothbrust - Schlagzeug
Rie Watanabe - Schlagzeug  
Kunsu Shim - Performance
Gerhard Stäbler- Performance
Guzmán Calzada - Performance
Sofia Sheps - Performance

„O Muro“ für eine Sängerin, 2 Schlagzeuger sowie tropfende Eisblöcke von Gerhard Stäbler bedarf sensibler Abstimmung unter den Musikern, und ist bar jeglicher Effekte,kahl und dennoch voller Wärme und Energie zum Widerstand, die allein aus der inneren Kraft der Spieler resultiert. Nicht nur die Interpreten, auch die Zuhörer müssen sich darauf einstellen! „...und als die Erde, die den Traum und den Kristall nährte, sich erschöpft dem Feuer der Sonne und der Wüste ergab und die Bewegungen des Lebens allmählich abnahmen und der Schatten der Menschen... diesen aschfarbenen Ton erwarb, den wir jetzt angenommen haben, da begann die Mauer zu wachsen...“ aus dem gleichnamigen Text: „O Muro“ von Piedro Tierra

Kunsu Shims Performance „MUTTER.VATER“ handelt von Gegensätzlichkeiten, die sich vom unabdingbar notwendigen Zusammensein hinaus zum Zusammenwirken, Sich-Ergänzen und Sich-Öffnen zu unbekannten Formen von Gemeinsamkeiten verändern. Sie stellt damit Fragen, was ich und du sind. Sie ist eine Hommage und Erinnerung an ein Paar, dem es unmöglich ist, sich zu verstehen, und dennoch versucht bis ans Ende des Lebens zusammenzuleben.

„Winterpiece“ ist das Ergebnis einer kollektiven Komposition der Gruppe  „7 Hermanos“ mit Guzmán Calzada und Sofia Sheps aus Uruguay.




11.Februar | 21:00 Uhr | TUFA  Großer Saal

TENDENZEN … aufgespürt
Konzertprojekt von "work in progress - Berlin"
Aspekte japanischer Gegenwartsmusik



Joji Yuasa: A Winter Day – Homage to Basho –
Tomoko Fukui: doublet + 1 (EA)
Hiroyuki Yamamoto: Contour-ism VI (EA)
Joji Yuasa: Horn Locus (EA)
Toru Takemitsu: Rain Spell

"work in progress - Berlin" - das profilierte Ensemble für Gegenwartsmusik unter der Leitung von Gerhardt Müller-Goldboom‪,‬ widmet sich dem Aufspüren wesentlicher Tendenzen und zukunftsweisender Strömungen gegenwärtiger Musik. Das Programm ist der facettenreichen Vielfalt aktueller Musik Japans gewidmet. Joji Yuasa setzt mit „A Winter Day – Hommage à Basho“ ein akustisches Denkmal für den großen Haiku-Dichter, das Ensemble erweist mit „Rain Spell“ dem bedeutenden Toru Takemitsu seine Reverenz und wirft mit neuen Stücken von Tomoko Fukui und Hiroyuki Yamamoto einen Blick auf Komponisten der jüngeren Generation.



Samstag | 11.Februar | 22:30 Uhr | TUFA 1.OG

ANSPRACHEN...nicht aus der Luft gegriffen
Richard Haynes - Klarinette SOLO



Robin Hoffmann - Ansprache
Timothy McCormack - panic around death
Nemanja Radivojevic - Neues Werk UA
Michael Norris -  De corporis fabrica 

Rückkopplungen zwischen Konzert und Performance sind in diesem Event des in der Schweiz beheimateten australischen Klarinettisten und Performers Richard Haynes mit dem ganzen Leib zu spüren. Mit Körper, Stimme, Klarinetten, Elektronik, Bild und ausgesuchten Schlagflächen lotet er faszinierende Klanglandschaften aus, die ihren Ursprung im Körper haben und eng mit der Körperlichkeit der Performance-Situation verbunden sind. Haynes untersucht neueste Strömungen performativer Künste mittels Kompositionen von Robin Hoffmann, Timothy McCormack, Michael Norris und Nemanja Radivojevic und lädt das Publikum auf eine Reise ein, die keineswegs auf der Hautoberfläche verweilt, sondern tief zu den geheimnisvollsten Regionen des Körpers hinein dringt .



Sonntag | 12.Februar | 16:00 Uhr | TUFA 1. OG 

3 HIMMELSRICHTUNGEN ...vereint
Versuch einer Nichtannäherung



Joss Turnbull, Perkussion
Bernd Bleffert, Klangobjekte und Installation
Naranbaatar Purevdorj, mongolischer Ober- und Untertongesang, Pferdekopfgeige

Ist es möglich die bewussten und unbewussten musikkulturellen Prägungen dreier Musiker aus „3 Himmelsrichtungen“ mit voller Klarheit ihrer Differenz nebeneinander hörbar zu machen ohne sich in einer angleichenden „Weltmusik“ zu verlieren und die eigene Position aufzugeben? Der Versuch einer „Nichtannäherung“ in einem Improvisationskonzert mit Bernd Bleffert / Klangobjekte + -installation,  Naranbaatar Purevdorj / mongolischer Ober- und Untertongesang und Pferdekopfgeige, Joss Turnbull / arabische Perkussion.



Sonntag | 12.Februar | 18:00 Uhr | TUFA  Großer Saal

BELCANTI ...aus voller Brust
Linda Hirst / Sopran + Martin Lindsay / Bariton



John Cage: Sonnekus
Giacinto Scelsi: Canti del Capricorno
Giacinto Scelsi: Wo-Ma
Vinko Globukar: Corporel
Evelyn Ficarra: The Empress' Feet.

Der bereits mehrfach im Openingfestival aufgetretene britische Bariton Martin Lindsay singt diesmal in Begleitung der renommierten britischen Mezzosopranistin Linda Hirst ein Programm reiner Vokalmusik . Linda Hirst gehört weltweit zu den wichtigsten Figuren zeitgenössischer Musik der letzten 40 Jahre. Umrahmt von den 9 kurzen Lieder des  'Sonnekus²' von John Cage, werden 2 Stücke von Giacinto Scelsi 'Wo-ma' und 'Canti del Capricorno' sowie 'Corporel' von Vinko Globukar und das Musiktheaterstück 'The Empress' Feet', das die britische Komponistin Evelyn Ficarra für Linda Hirst geschrieben hat!



Sonntag | 12.Februar | 20:00 Uhr | Museum am Dom

ZEITDEHNUNGEN ...verliert sich hier nur ein Ton irgendwo unbemerkt ….  
Morton Feldman "for Bunita Marcus"



Satoko Inoue: Klavier

"For Bunita Marcus" entstand 1985 und Feldman äußerte sich dazu: „Das Stück, das ich Bunita Marcus gewidmet habe, [...] hat mit dem Tod meiner Mutter und mit dem Gedanken eines langsamen Todes zu tun. Ich wollte einfach nicht, dass das Stück stirbt. Ich habe dies also kompositorisch genutzt, um es am Leben zu halten, wie einen unheilbaren Patienten, so lange wie möglich."
Kein lautes Aufbäumen, nicht die letzten zornigen Regungen des Sterbenden sind es, die Feldman hier darstellt, sondern das langsam dahin tröpfelnde Verdämmern, schon fern der Realität. Über große Zeiträume gestreckt, mit immer wieder zart pochenden Motiven, die sich zu verlieren drohen, operiert Feldman hier und Satoko Inoue, einer der bedeutendsten Pianisten Japans für zeitgenössische Musik dehnt diese letzte Zeit noch einmal aus, reizt das Jetzt an seine Grenze. Verliert sich hier nur ein Ton irgendwo unbemerkt im Niemandsland, ist das Stück verloren....."






   
OPEN-EXPO:


Freitag | 10. Februar – 3. März | TUFA 2.OG | Vernissage 18:00 Uhr

OPEN-EXPO  Klangkunstausstellung




Klaus Maßem thematisiert in seinen Zeichnungen den Menschen vom Individuum bis zur komplexen, vernetzten Masse und setzt sich zeichnerisch u. a. mit Grenzen der Wahrnehmung und deren Verschiebung auseinander, medienübergreifend. Seine Videoarbeiten sind konsequente Weiterführungen seiner zeichnerischen Position.

In seinen klangkünstlerischen Arbeiten beschäftigt sich Bernd Bleffert mit Bewegung als Quelle von Klangbildung wie mit Prozessen der Verschiebung und des Zufälligen. Aus verwandten Positionen stehen sich in der Ausstellung Klang und Zeichnung, Installation und Video gegenüber.

So thematisiert Maßem beispielsweise in seinen Tuschezeichnungen „Entropien“
bildnerisch und philosophisch Ordnung und Chaos.

Mit der Installation „102 moments of movement“ versucht Bleffert Form, Ruhe und Stille in Bewegung und Klang aufzulösen um gleichzeitig wieder zu dieser zurückzufinden.



Finissage:

Freitag | 3. März 18:00 Uhr | TUFA 2.OG

102 MOMENTS OF MOVEMENT



Annick Pütz und Bernd Bleffert: Installation für eine Tänzerin und einen Performer

Dieter Heimböckel: ..nicht ganz zufällige Betrachtungen über den Zufall" !
Institut für deutsche Sprache, Literatur und für Interkulturalität, Université du Luxembourg

Moderation: Thomas Rath



Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag 14  - 22:00 Uhr  /  Samstag und Sonntag 11 – 17:00 Uhr


Fotos der Ausstellung >>






 
OPENING 17  für Schüler:



Konzert-Workshop I :  für Schüler der Mittelstufe

Freitag | 10. Februar | 10:00Uhr | Tufa 1.OG
      Anmeldung erforderlich!

GOLDBERGE ...tastenweise Cembalo!




Cembalo-Duo: Aleksandra Grychtolik und Alexander Grychtolik
In einem Konzertworkshop führen Aleksandra Grychtolik und Alexander Grychtolik
Schüler der Klassen 5-8 in die barocke Variationskunst der Goldbergvariationen von Johann Sebastian Bach ein. Wie aber klingen dagegen zwei neue Auftragswerke des Openingfestivals für 2 Cembali  von Yuji Itoh (Japan) und Hui Yeon Bang (Korea)?




Konzert-Workshop II :  für Schüler der Oberstufe

Freitag | 10. Februar | 12:00Uhr | TUFA Großer Saal  Anmeldung erforderlich!

COMING TOGETHER …beherzt!




Das JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz und Saarland unter der Leitung von Walter Reiter hält eine Musikstunde  für Schüler der Oberstufe. Das Stück von Frederic Rzewski: Coming Together ist gleichzeitig Programm der jungen Musiker: eine Brücke schlagen von Alter zu Neuer Musik  wie auch von alter zu junger Generation. Ein Konzert von Schülern für Schüler! Wer könnte dies besser bewerkstelligen als junge engagierte Schüler, hochtalentierte Musiker, die Ihre Passion in der zeitgenössischen wie klassischen Musik gefunden haben.



Konzert-Workshop III:  für Schüler der Unterstufe

Montag | 13. Februar | 8:30 Uhr (Schule)       Anmeldung erforderlich!

STEPPENKLANG …welch eine Stimme!



Naranbaatar Purevdorj nimmt Schüler der Grundschule Klassen 1 – 4.mit auf eine musikalische Reise in die Steppe der mongolischen Nomaden. Dort aufgewachsen bereist er inzwischen die ganze Welt und erzählt singend mit Unter-  wie Obertönen und auf seiner 2-seitigen Pferdekopfgeige spielend das karge, aber schöne Leben seines Volkes und der ihm anvertrauten Tiere in der endlosen Weite dieser grasbewachsenen Landschaft Asiens.





 
Weitere Details im
Programmheft (pdf >>) OPENING 17







 
Künstler/VITAE



Pavlos Antoniadis wurde 1978 in Athen geboren und lebt gegenwärtig in Strasbourg. Er studierte in seiner Heimatstadt Klavier und Musiktheorie und ergänzte seine pianistischen Studien in Den Haag. Meisterkurse bei Dmitri Baschhkirow, Siegfried Mauser und Ian Pace folgten, bei dem er in London seine Studien mit Schwerpunkt auf dem Gegenwartsschaffenfortsetzte. Weitere Studien bei Pi-Hsien Chen in Freiburg, Nicolas Hodges in Darmstadt, Ursula Oppens in Chicago folgten. Parallel absolvierte er ein musikwissenschaftliches Studium zunächst in Athen. 2012 schloss er sein Masterstudium an der University of California in San Diego ab und arbeitet seit 2014 an einem Forschungsprojekt zu computergestützter Aufführungspraxis von Klaviermusik am LabEx GREAM an der Université de Strasbourg sowie am IRCAM in Paris. Als Pianist trat Pavlos Antoniadis in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, in Griechenland, Österreich, Italien, England, Irland, Argentinien, Taiwan und den USA auf, wobei er einen besonderen Fokus auf radikal komplexe Kompositionen richtet. Er hat CDs auf den Labels mode records, WERGO und Los Angeles River Records veröffentlicht. Ensemblemitglied von work in progress – Berlin ist Pavlos Antoniadis seit 2010.
Johann Sebastian Bach *21.Märzjul./ 31.März1685 greg. in Eisenach; †28. Juli 1750 in Leipzig)

Matthias Badczong stammt aus Oranienburg. Er studierte Klarinette bei Joseph Oehl an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden, später bei Heiner Schindler, dem Soloklarinettisten der Staatskapelle Berlin. Matthias Badczong  spielt als Kammermusiker regelmässig mit dem Taffanel Bläserquintett und ist seit 2004 Mitglied von work in progress – Berlin. Er gehört auch dem Ensemble Junge Musik an und spielt vielfach als Gast in verschiedensten Formationen. Mit der Akkordeonistin Christine Paté realisiert er seit 1999 eine eigene Kammermusikreihe mit dem Titel klarinette-akkordeon plus, zu der verschiedenste Gäste eingeladen und in enger Zusammenarbeit mit den Komponisten mittlerweile über 40 Werke uraufgeführt wurden. Solistisch hob Matthias Badczong ebenfalls zahlreiche Uraufführungen aus der Taufe, So spielte er 2014 die Deutsche Erstaufführung des Konzertes für Bassklarinette und Orchester „Meere“ von Helmut Oehring. 

Huiyeon Bang (*1977, Busan, South Korea) studied composition at Busan National University  and Catholic University of Daegu . She completed the course at GEFIS International Masterclass of Music in Creta, Greece(2008) and the masterclass “Eine Woche und ein Tag”, organised by EarPort in Duisburg, Germany(2008/2010). Also, she participated and successfully finished the program at Kompositionworkshop“Hör·Sinne” in Düsseldorf and Essen(2012) and Internationalen Winterakademie für Performancemusik “Winter Träume”, by Schloss und Park Benrath in Düsseldorf(2014). Recently, she received the course completion at Küstlerische Leitung der Winterakademie“FLÜCHTIG” für neue PerformanceMusik 2016. Her music is performed in many countries such as South Korea, Germany, Greece and Russia. She is currently teaching at Seoul institute of the arts.

Bernd Bleffert: Schlagzeuger und Klangkünstler; 1955 in Altenahr geboren; lebt und arbeitet in Trier; entwickelt seit 1990 eigene Schlagwerke sowie damit verbundene neue Spieltechniken, Improvisationskonzepte und Kompositionen; Mitbegründer des Ensembles für experimentelle Musik: TONWERKE TRIER;  Konzerte als Solist und in verschiedenen Ensembles; Workshops für improvisierte Musik; Klangobjekte und raumbezogene Klanginstallationen. Seit 2011 zusammen mit Thomas Rath Künstlerischer Leiter des Trierer OPENING Festivals für internationale Klangkunst.

John Cage 5. September 1912 in Los Angeles, Kalifornien,+12. August 1992 in New York.

Guzmán Calzada: Uruguayan composer and guitarist. As a guitarist he has performed in various local stages as a soloist and participating in contemporary music ensembles. As a composer he has created works for chamber ensembles, for solo instruments, electroacoustic music and mixed media. He has premiered works at the Bertolt Brecht House Montevideo and within the international festival of sound art Monteaudio, where he also collaborates at the organization. He has also participated in the project "Otros Usos Instrumentales” held by the Museum of Contemporary Art in Montevideo (MACMO) with the Form and Sound Workshop  (Udelar) and SONIDOCÍNICO (Argentina). He is currently a member of the art collective "7 Hermanos" with Lucia Chamorro, Marcelo Rilla and Sofia Scheps. He has collaborated with artists Lukas Kuhne, Fabrice Lenngrone, Hans Ulrich Werner and Ron Kuivila, among others. He is a teacher of the Study of Electroacoustic Music of the University School of Music (University of the Republic) and also participates in the "soundscape Uruguay" (Eme, UdelaR), providing records for the registry of the soundscape project.

Eva Curth wurde in Herford geboren und erhielt als Kind Gesangs- und Klavierunterricht sowie ersten Harfenunterricht bei Monika Hölters. Sie studierte ihr Instrument in Detmold bei Ruth Konhäuser und Clotilde Depenheuer-Oelmüller am Mozarteum Salzburg bei Edward Witsenburg. Starke Impulse erhielt sie außerdem von Alice Giles. 1998/99 war Eva Curth Soloharfenistin am Landestheater Detmold, von 1999 bis 2011 Soloharfenistin am Theater am Potsdamer Platz Berlin. Seither gastiert sie weltweit als Solistin und Kammermusikerin mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik. Sie spielte zahlreiche Uraufführungen und ist Mitglied im ensemble reflexion K sowie seit 2012 bei work in progress – Berlin. Eva Curth ist in zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen zu hören. Seit 2008 ist sie Dozentin am Konservatorium Georg Philipp Telemann in Magdeburg.
Morton Feldman wurde 1926 in New York geboren und starb ebenda 1987.  

Evelyn Ficarra is a composer and sound artist. Her work finds expression across a range of forms including music theatre, multi media, installation, dance, film and the concert hall. Throughout her career she has enjoyed collaborative work with choreographers, directors, filmmakers, and visual artists. Evelyn Ficarra studied composition at the University of Sussex and at the University of California, Berkeley. She has several years’ experience as a freelance composer, teacher and sound editor. Her work has received support from the Arts Council of England, the London Arts Board, the Sonic Arts Network and others. Evelyn is a Lecturer in the Music Department at the University of Sussex, where she is also Assistant Director of the Centre for Research in Opera and Music Theatre.

Tomoko Fukui (*1960) war in Osaka Schülerin von Wataru Tajima und Nobuo Kageyama. 1994 schloss sie ihr Studium ab.  Sie wurde mit mehreren Kompositionspreisen, u.a. dem International  Akiyoshidai Prize, ausgezeichnet und erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge für Festivals in Melbourne, Daegu, Takefu, Venedig, Darmstadt, Hong Kong und Zagreb u.a. Tomoko Fukui lebt in Tokio und lehrt am Osaka College of Music. Sie ist Leiterin des für seine radikalen Neuansätze gefeierten Ensembles „next mushroom promotion“, dem 2005 der Kaija Satie Prize der Suntory Foundation verliehen wurde.

Die Cellistin Marika Gejrot stammt aus Uppsala in Schweden. Ihr Instrumentalstudium absolvierte sie bei Ola Karlsson an der Musik-Akadmie in Stockholm, bei Yvan Chiffoleau an der Ecole Normale de Musique in Paris und in London bei William Pleeth. Nach längeren Tourneejahren mit dem „Ensemble Internationale de Paris“ wurde sie für einige Jahre Mitglied des Flämischen Kammerorchesters in Brügge und widmete sich mit dem historischer Aufführungspraxis verpflichteten “Het NEO Ensemble“ insbesondere der barocken Ideenwelt und den Kompositionen Johann Matthesons. Seit 1996 lebt Marika Gejrot in Berlin und konzentriert sich auf Kammermusik und klein besetzte Ensembles. Ihr besonderes Engagement gilt zusammen mit ihrer Klavierpartnerin Liana Narubina den Komponistinnen Galina Ustvoldskaya und Lera Auerbach. Mit der norwegischen Sängerin Heidi Abrahamsen widmet sie sich Arrangements im Gebiet zwischen Jazz, Folklore und Chanson. Marika Gejrot ist seit 2005 Mitglied von work in progress – Berlin.

Vinko Globukar: Geboren  1934  in  Anderny,  Frankreich,  studierte Posaune  in  Ljubljana  und  von  1955  bis  1959  in  Paris.  Es  folgten Kompositionsstudien bei René Leibowitz und Luciano Berio. Von 1968 bis 1976 war er Professor für Posaune an der Musikhochschule Köln, von 1976 bis 1979 Direktor der Abteilung Instrument/Stimme am IRCAM in Paris, von 1984 bis 1999 Professor für Kammermusik in Florenz. Seit seiner  Studienzeit  arbeitet  Globokar  als  Komponist,  Interpret  und Improvisator. Globokar lebt in Berlin und Slowenien.

Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs” gehörte Aleksandra Magdalena Grychtolik zur ersten Cembalistengeneration in Polen, die sich intensiv mit historischer Aufführungspraxis auseinandersetzte. Bereits während ihres Cembalostudiums an der Musikhochschule in Łódz, das sie an eine Organistenausbildung anschloss, reiste Aleksandra Grychtolik mit ihrem damaligen Ensemble La Grande Langue de la Musique durch Europa, um bei Spezialisten für historische Aufführungspraxis wie Ketil Haugsand, Jaap ter Linden und Lucy van Dael wichtige künstlerische Impulse zu erhalten. Es folgten Aufnahmen im polnischen Rundfunk und Konzertreisen nach Westeuropa. Eine vertiefende Beschäftigung mit interpretatorischen Fragestellungen zu Alter Musik erfolgte im Cembalostudium bei Bernhard Klapprott. Aleksandra Grychtolik konzertiert seit vielen Jahren europaweit als Solistin, mit ihrem Partner Alexander Grychtolik in der Besetzung für zwei Cembali sowie mit dem Ensemble Deutsche Hofmusik. Als „Künstler-Ehepaar mit magischen Händen“ (SHZ) legt sie gemeinsam mit Alexander Grychtolik den Schwerpunkt auf die Interpretation virtuoser Tastenmusik des 17. und 18. Jahrhunderts und auf die Einbeziehung improvisatorischer Elemente ins Konzertleben, um neue Wege und überraschende Perspektiven in der Auseinandersetzung mit Alter Musik zu eröffnen.

Die schöpferische Auseinandersetzung mit Alter Musik steht im Zentrum der künstlerischen Arbeit von  Alexander Ferdinand Grychtolik. Sein besonderes Anliegen ist es dabei, die Improvisationskunst der Bachzeit wieder aufleben zu lassen, um auch das Verständnis von der „historischen Aufführungspraxis” weiterzuentwickeln. Dieser Intention folgend, hatte der in Berlin geborene Cembalist nach seinem Studium bei Bernhard Klapprott und Frédérick Haas einen deutschlandweit erstmaligen Lehrauftrag für barocke Improvisationspraxis an der Musikhochschule in Weimar inne. Weitere Lehrtätigkeit führte ihn u. a. an die Musikhochschule in Frankfurt am Main. Seine langjährige Auseinandersetzung mit barocker Komposition mündete in eine Reihe international beachteter Rekonstruktionen von Vokalwerken J. S. Bachs.  Mit seinem 2008 gegründeten Ensemble Deutsche Hofmusik widmet sich Alexander Grychtolik in ausgewählten Projekten den musikalischen Zeugnissen barocker Residenzkultur.

Richard Haynes, geboren 1983 in Brisbane AU, studierte Klarinette in seiner Heimatstadt und in der Hauptstadt der Schweiz, Bern. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe. Als Solist trat Richard mit verschiedenen Orchestern auf.. Desweiteren sorgte Richard Haynes für Aufmerksamkeit durch seine Aufführungen von  Solokonzerten des zeitgenössischen Repertoire. Richard tritt als freiberuflicher Klarinettist mit dem ELISION Ensemble, Ensemble Modern, Ensemble musikFabrik, Praesenz, ensemble proton bern, Klangforum Wien und Stroma regelmässig auf. Auch arbeitete er bereits mit dem Orchestern des SWR Baden-Baden und Freiburg und dem WDR Sinfonieorchester als Gast Soloklarinette und Solobassklarinette. Er bringt viele Werke zur Uraufführung und sorgt dafür, dass zeitgenössische Werke im Rahmen eines älteren Repertoires präsentiert werden.

Linda Hirst wurde in Huddersfield geboren und studierte an der Guildhall School of Music & Drama Flöte und Gesang. Ihre Karriere begann im Rahmen des Wiederauflebens der Alten Musik mit Roger Norrington, John Eliot Gardiner und David Munrow in den frühen 70er-Jahren. 1974–78 gehörte sie den Swingle Singers an und war danach Mitgründerin der Gruppe Electric Phoenix. Mit beiden Gruppen reiste sie durch die ganze Welt. Dabei hat sie mit vielen Komponisten gearbeitet und wurde dadurch für ihre Arbeit im Rahmen der Neuen Musik bekannt. Linda Hirst ist seit 1995 Dekanin für Gesang an der Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance und hat in der ganzen Welt Meisterkurse gegeben.

Daniel Hoffmann  (*1967) studierte Horn und Trompete an der Musikhochschule “Franz Liszt” in Weimar. Bereits während der Studienzeit erfolgte eine immer stärkere Hinwendung zu Jazz, Neuer Musik und zeitgenössischen Musikformen. Seit 1987 ist er als freiberuflicher Musiker in verschiedensten Jazzformationen tätig. 1991 wurde er 1. Preisträger beim Internationalen Jazzworkshop in Weimar. Auf der Suche nach weiteren musikalischen Möglichkeiten kam es zum Kontakt mit dem “Ensemble für Intuitive Musik Weimar”, dem er seit 1993 angehört. Konzerte in 30 Ländern. 1994 war er Initiator der “Jazzmeile Thüringen”, die sich inzwischen durch den ganzen Freistaat erstreckt. Als Gründer und Organisator der Jazzmeile Big Band begleitete er u.a. internationale Musikerpersönlichkeiten wie Kenny Wheeler, Bill Dobbins, Lee Konitz und Nils Landgren.1999 erfolgte unter seiner Leitung die Neugründung “neue bauhauskapelle”. Mit Michael von Hintzenstern kam es 2004 zur Gründung des Duos “ Klangzeichen", welches sich der Erprobung neuer experimenteller Musikformen, u.a. in Radio-Konzerten und verschiedenster synästhetischer Klangkonzepte widmet.

Robin Hoffmann tritt als Komponist für diverse Instrumental- und Vokalformationen sowie als Interpret eigener Werke auf. Seine künstlerische Tätigkeit umfasst die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern, Literaten und Tänzern; Arrangements für diverse Rockbands, Bodypercussion und experimentelle Improvisation. Aufführungen und Uraufführungen fanden statt in diversen Ländern Europas, in Japan, USA und Australien auf Festivals wie dem Warschauer Herbst, ECLAT Stuttgart, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, KLAPSTUK Leuven, open systems, Essen, Kryptonale Berlin, UltraSchall Berlin, Klangaktionen München, nova música, Aveiro oder dem Stockholm New Music Festival.

Lukas Huneke: Fotograf; 1964 in Ratingen geboren; lebt im Hochwald; betreibt in Schweich ein  Studio für Architektur-, Interior-, Industrie- sowie Produktfotografie und ist europaweit tätig; künstlerische Tätigkeit im Bereich der experimentellen und abstrakten Fotografie; Mitarbeit an dem Projekt FADE von Klaus Maßem in Form von synchroner Fotografie und Videografie der immateriellen Lichtzeichnungen.

Pianist Satoko Inoue is renowned throughout Japan, Europe and in United Stats as a leading interpreter of contemporary solo piano music. She has premiered works by some of Japan's foremost composers including Jo Kondo, Yoritsune Matsudaira, Satoshi Tanaka, Yuji Itoh. She is also known for performing works of other contemporary composers such as Toru Takemitsu, John Cage, Morton Feldman, Henry Cowell, Giancinto Scelsi, Luciano Berio, and others. Since 1991 Ms. Inoue has been presenting the solo piano series "Satoko Plays Japan" at major venues in that country. She has performed over a hundred contemporary pieces in sixteen concerts in this well-respected series. Before this she was pianist with Musica Practica Ensemble Tokyo, a leading Japanese ensemble which introduced many important pieces of new music to Japan. She is a post-graduate of Tokyo Gakugei University. Besides performing in Japan, Satoko Inoue has appeared at major European festivals including Darmstadt, the International Experimental Music Festival in Bourges, and at Japan Year (Germany) in 1999. She has recorded two solo CDs on HatHut Records -- "JAPAN PIANO 1996" and "Jo Kondo Works for Piano". She has recorded works of Luc Ferrari on HatHut, and also the CD "Satoko Plays Mieko Shiomi" on the German label Edition Hundertmark. Currently, besides concertizing, Ms. Inoue teaches piano and music theory at Kunitachi College of Music and at Ueno Gakuen University in Tokyo.

Ewa Korolczyk stammt aus Polen. Sie studierte an der Musikhochschule Hans Eisler in Berlin bei Edgar Guggeis und Rainer Seegers. Sie war u.a. Stipendiatin des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau, der Hans-und-Eugenia-Jütting-Stiftung und der Internationalen Ensemble-Modern-Sommerakademie. Nach Orchestererfahrungen profilierte sie sich als Interpretin für zeitgenössische Kammer- und Ensemblemusik und ist langjähriger Gast bei wichtigen europäischen Festivals für Neue Musik wie dem Warschauer Herbst, dem Budapester Herbst, beim Baltic Sea Festival in Schweden oder dem Festival Kontraste in der Ukraine. Besonders intensiv setzt sie sich mit der zeitgenössischen Musik des zentralasiatischen Kulturraums auseinander. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im pädagogischen Bereich. Mitglied von work in progress – Berlin ist sie seit 2004.

Chu-Heng Liao wurde in Taiwan geboren. Sie hat ihr Bachelorstudium Harfe  an der National Taiwan Normal University und  hat ihr Masterstudium Harfe bei Prof. Han-An Liu an der Musikhochschule Köln und an der Kunstuni Graz abgeschlossen. Zurzeit studiert sie in Köln Konzertexamen "Harfe" und „Interpretation Neue Musik“ bei Prof. Han-An Liu und Prof. David Smeyers an der Musikhochschule Köln. 2007 bekam sie den erste preis vom  „International  Taiwan Harp Competition “.   Sie nahm an vielen Festivals teil, unter anderem an dem asiatischen Harfen Festival in Hong Kong, Taiwan, Achtbrücken Festival und Hombroich in Deutschland. Als Orchesterharfenistin konzertierte sie bereits mit dem National Symphony Orchestra, Ever Green Symphony Orchestra in Taiwan.

Der Brite Martin Lindsay studierte an der Guildhall School of Music & Drama in London, der Britten-Pears School , und am Banff Centre in Kanada.  Als Spezialist für Neue Musik hat er bei zahlreichen Erstaufführungen mitgewirkt.  Im Mai 2005 übernahm er eine der zwei Sängerrollen in das Stück "Europera 5" von John Cage am Prinz-Regent Theater in Bochum, und im September 2006 sang er die Uraufführung von Gerhard Stäbler’s ‘Nachmittagssonne’ in Seoul, Süd Korea. Im Oktober 2009 sang der Bariton in 2 Porträt-Konzerten in der Düsseldorfer Tonhalle und mit den Duisburger Philharmonikern zum 60. Geburtstag Gerhard Stäblers.  Im Februar 2011 sang er beim Opening! Festival in Trier, wo er im 2012 Premiere mit seinem Solo-Programm "Aria" hatte. Weitere Auftritte folgten im 2014 (Stockhausen 'Stimmung') und 2016 (Stäbler 'Afternoon Sun'/ Sim 'Your Face). Im März 2013 trat er zum ersten Mal bei den März Musiktagen in Rusa in Bulgarien auf.  Seit 1999 lebt Martin Lindsay in Köln, wo er auch als Dozent an der Kölner Musikhochschule tätig ist.

Klaus Maßem, geboren 1955 in Trier, studierte an der Fachhochschule Trier Graphik Design, und ist seit 1984 freischaffender Bildender Künstler für Graphik, Plastik und Kunst im öffentlichen Raum. Er lebt und arbeitet in Schillingen. Sein Schwerpunkt ist die Zeichnung. In verschiedenen Werkgruppen thematisiert Klaus Maßem den Menschen vom Individuum bis hin zur komplexen Masse. Die Erforschung neuer Ansätze und Möglichkeiten in seiner zeichnerischen Position führten ihn zu der Auseinandersetzung mit Licht als Zeichenmaterial. In den Handzeichnungen mit Licht werden die materielle Existenz einer Zeichnung, der Zeichenprozess und die Symbiose von Zeichnung und Fotografie hinterfragt. Die immaterielle Lichtzeichnung wird nur durch die Fotografie existent und sichtbar. In den Handzeichnungen mit Licht als Video sind die Grenzen der Wahrnehmung in der Zeichnung und ihre Verschiebung  Gegenstand Klaus Maßems künstlerischer Darstellung. Es ist die konsequente Fortsetzung der Thematisierung der Zeichnung mit Licht und der verschiedenen Aspekte dieser Zeichentechnik.

Timothy McCormack's music centers on the idea that sound has mass and is experienced as a physical object. His work also aims to create intimate social environments which prioritize communication, listening and responsibility towards one another. He has been commissioned by ensembles such as the Ensemblekollektiv Berlin, ELISION, the JACK Quartet, Ensemble musikFabrik, and the [Switch~ Ensemble]. His music has also been performed by Klangforum Wien, Ensemble Dal Niente, Ensemble SurPlus, the Talea Ensemble, Ensemble Nikel, and hand werk and programmed on the Wien Modern, Darmstadt, Huddersfield, Maerzmusik, Witten, TRANSIT, Tzlil Meudcan and Weimar festivals.

Gerhardt Müller-Goldboom wurde in London geboren und wuchs in Berlin auf, wo er Komposition, Musikwissenschaften und Kontrabass studierte. Er arbeitet als Komponist und Dirigent. Seine musikalische Laufbahn begann er nach einer Stipendiatszeit an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker zunächst als Instrumentalist. Seine kompositorische Arbeit erhielt Förderung von zahlreichen Seiten (Senat von Berlin, Akademie der Künste, Heinrich-Strobel-Stiftung Freiburg, »Rostrum of Composers« Paris). Seine Stücke wurden auf internationalen Festivals Neuer Musik in Europa, Japan und den USA aufgeführt. Gerhardt Müller-Goldboom arbeitete als Assistent Kent Naganos bei Opernproduktionen. Seit der Gründung von work in progress – Berlin, dem Ensemble für Gegenwartsmusik, ist er dessen Leiter. Er dirigierte als Gast verschiedener Ensembles und Orchester u.a. in Budapest, Israel, Huddersfield, Athen. Mehrfach arbeitete er mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem „collegium novum“ Zürich und beim Forum für Zeitgenössische Musik in Leipzig. Für die Produktion von Sasha Waltz' Inszenierung von Pascal Dusapins „Medea” übernahm er die Choreinstudierung und die Klangregie.

Ulrich Phillipp – Kontrabass: Jahrgang 1956. Arbeitet seit den späten 1970  er  Jahren  in  den  Bereichen  Improvisierte  und  Experimentelle Musik,  Klanginstallation,  Audio-  Kunst,  Performance,  Publizistik. Zusammenarbeit  mit  Bildenden  Künstlern,  Tänzern,  Schauspielern. Mitglied fester Ensembles und vieler ad hoc Besetzungen. Mitbegründer der Wiesbadener Musiker Kooperative new jazz ( 1979 ), ARTist (1983) und  HumaNoise  Congress-  Tage  Improvisierter  Musik  (  1987  ). Europaweite  Konzert-  und  Ausstellungstätigkeit.  Zahlreiche Veröffentlichungen.

Katrin Plümer stammt aus Herford. Ihr Instrument studierte sie an Berliner Universität der Künste Berlin bei Annette von Stackelberg und Karlheinz Zöller. Weitere Studien bei Aurèle Nicolet folgten. Carin Levine und Kathinka Pasveer unterrichteten sie in zeitgenössischen Spieltechniken der Flöte. Einen besonderen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit widmete sie seit 2001 der Musik Karlheinz Stockhausens. Als herausragende Interpretin wurde Katrin Plümer auf seinen Kürtener Sommerkursen mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Sie arbeitet auch mit den Komponisten Paul-Heinz Dittrich, Peter Köszeghy, Gabriel Pareyon und Jakub Sarwas, denen sie 2011 in St. Petersburg zwei Konzerte widmete. Katrin Plümer spielte eine Vielzahl von Uraufführungen und Aufnahmen und trat in vielen Städten Europas, Chinas, Koreas und Japans auf. Sie ist seit 2004 Mitglied von work in progress – Berlin.

Thomas Preston (+ um 1563) was an English organist and composer who held posts at Magdalen College, Oxford, Trinity College, Cambridge, and St George's Chapel at Windsor Castle.The anonymous ground for keyboard Uppon la mi re  in the collection Add.29996 (London British Library) is  attributed to him.

Henry Purcell (* 10. September 1659 (?) in Westminster; † 21. November 1695 in London)

Naranbaatar Puredovdorj singt den mongolischen Gesangstil Kargyraa (mongolischer Untertongesang), Khöömej (Kehlgesang) und spielt die Morin Khuur (Pferdekopfgeige) sowie den Ikh Khuur (Pferdekopfbass). Seit 2009 ist er fester Bestandteil der Weltmusik Gruppe Sedaa, spielte aber auch schon mit anderen traditionellen Ensembles wie „ Khukh –Mongol“, „Chinggis Khaan“ und „Khukh Mongol-Minii nutag“.

Nemanja Radivojević (1981, Serbia/Switzerland), guitarist and composer. After obtaining a BA degree in guitar from the Academy of Arts in Novi Sad, Radivojević continued his education in Geneva with an MA degree in music theory, and then in Bern, where in September 2015 he acquired an MA degree in composition under the supervision of Xavier Dayer. His works have been performed by Ensemble Recherche (Freiburg, Germany), Contrechamps (Geneva), Marka (Geneva), Ensemble Proton Bern, Hodiernis (Bern), Ensemble Interface (Frankfurt), and AdHOC (Cluj, Romania), among others. He composed incidental music for ten theatre plays at Brod teatar in Novi Sad and also works as a music critic for Dissonance, a Swiss contemporary music journal. In October 2015, under the auspices of TOTEMs, a project of the New Artistic Spaces Academy and the French National Centre for Stage Creativity, he began work on a new opera with a group of composers and writers.

Markus Radke schloss im März 2016 seine Schulzeit am Landesmusikgymnasium RLP in Montabaur ab. Während dieser Zeit konnte er sich nicht nur durch Unterricht auf der Posaune, dem Klavier und in Musiktheorie auf sein Studium vorzubereiten, sondern bekam auch regelmäßigen Kompositionsunterricht bei Wilfried Maria Danner. Als Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend komponiert“ der Jahre 2012, 2014 und 2015 sowie als Förderpreisträger 2016 nahm er an Workshops mit namhaften Dozenten wie u.a. David Graham, Peter Michael Hamel, Martin Christoph Redel oder Theo Brandmüller teil. Seit Oktober letzten Jahres studiert Radke an der Universität der Künste in Berlin die Fächer Tonmeister, Komposition und Klavier.

Dirk Rothbrust: Die Eltern wollten das Akkordeon, der Sohn wollte es anders. Geboren 1968 im saarländischen Illingen, ließ sich der Elfjährige auf einer Karnevalssitzung im Heimatdorf vom Schlagzeug begeistern - und stellte es gleich ins Zentrum seines weiteren Lebens. Weil alles andere dabei mehr und mehr an den Rand rückte, blieb ein paar Jahre später kaum eine andere Wahl, als die Obsession zur Profession zu machen. Das Studium absolvierte Dirk Rothbrust 1986-1994 an den Hochschulen in Saarbrücken und Karlsruhe unter anderem bei Franz Lang und Isao Nakamura. Hier wartete vor allem klassische Literatur und bald auch zeitgenössische Musik auf den Studenten - und nicht mehr die Trommelei in Rockbands oder dem "Blasorchester Illingen". Doch die Vielfalt seiner musikalischen Interessen hat sich Rothbrust bewahrt. Jazz, Improvisation und all denkbaren Mixturen lassen nach wie vor sein Herz schneller schlagen, so wie er überhaupt gerne über musikalische Grenzen hinausdenkt. "Am Schlagzeug reizt mich die Suche nach Klängen. Ein Schlagzeuger kann beinahe alles zum Klingen bringen, er kann den Klang einer Sache suchen und dann mit dieser Qualität weiter arbeiten." Seit 1995 Teil des "Schlagquartett Köln", hat Rothbrust hier wie auch in der regelmäßigen Arbeit mit anderen Ensembles gerade in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik ein ideales Feld gefunden, um seine Neugierde und seine Interessensvielfalt zu bündeln und weiter zu gestalten. Im Jahr 2006 wurde Dirk Rothbrust festes Mitglied des Ensemble Musikfabrik.

Frederic Anthony Rzewski (* 13. April 1938 in Westfield, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Komponist und Pianist.

Giacinto Scelsi * 8. Januar 1905 in La Spezia, Italien; † 9. August 1988 in Rom;  war ein italienischer Komponist und Dichter.
Sofía Scheps: Composer born in Montevideo (Uruguay). After graduating in composition, she began to work as a teacher at the Escuela Universitaria de Música (Udelar) in the chairs of Composition and Orchestration. She has participated -  as a composer and as a performer - in workshops and concerts of experimental music, chamber music, mixed media and electroacoustic music.  She devotes part of her time to sound design and composition for audiovisual works, having participated in theater plays, short films, series and feature films. In 2015 she moved to Barcelona to study the Master in Sound Art at the University of Barcelona, and is currently working on the final project of this Master.

Kunsu Shim stammt aus Südkorea. In den letzten Jahren entstanden die beiden Orchesterwerke „Atemwende – Stille“ und „Steinschlag.Zeit", zahlreiche kammermusikalische Kompositionen und Performances, sowie die Chorwerke „HIER.SEIN“ und „Here to me“. 2011 erlebte „After a hundred years“ für Sopran und Orchester als Auftrag der Essener Philharmonie dort seine Premiere. Im Herbst 2014 standen die Uraufführungen der Orchesterkompositionen „and here again – eine Perlenlandschaft“ (Auftrag der Würzburger Philharmoniker und der Kunststiftung NRW) und „UM ZU HÖREN“ (Festival ZeitGenuss, Karlsruhe) auf dem Programm. Seit Sommer 2011 arbeitet Kunsu Shim in Düsseldorf und am Niederrhein und gründete zusammen mit Gerhard Stäbler d.ZENT, unter dessen Namen die beiden Komponisten sowohl an der Kunsthalle Düsseldorf wie am Schloss Benrath Konzertreihen und eine Winterakademie für PerformanceMusik initiierten.

Gerhard Stäbler, 1949 geboren, lebt als freischaffender Komponist in Düsseldorf und Duisburg. Sein Oeuvre umfasst alle Gattungen. Ur- und Erstaufführungen fanden in den letzten Jahren u.a. in Buenos Aires, Augsburg, Bergen, Bremen, Breslau, Chicago, Dresden, Düsseldorf, Graz, Seoul, Tokio, Karlsruhe, Frankfurt, Kiew, Lviv, Montevideo, Mülheim an der Ruhr, Tilburg, Ulm und beim WDR statt. 2014 schrieb Stäbler vor allem das Musiktheater The Colour und das Projekt ...ausreißen, damit es grün bleibt… für das Festival AchtBrücken Köln 2015. Im Februar davor wurde die Jugendoper SIMON mit großem Erfolg an der Norske Opera in Oslo uraufgeführt. 2015 eröffneten die beiden Komponisten Shim und Stäbler wieder ihr Atelier „EarPort“ im Duisburger Innenhafen. Außerdem führten sie im selben Jahr ausgedehnte Konzerttourneen in die USA, nach Uruguay und Argentinien.

Karlheinz Stockhausen (* 22.09.1928, Mödrath; † 5.1.2007, Kürten-Kettenberg)

Toru Takemitsu (1930 – 1996) stammte aus Tokyo, wo er 1948 bei Yasuji Kiyose ein Kompositionsstudium aufnahm, sich aber im Wesentlichen als Autodidakt entwickelte. Insbesondere kam ihm dabei seine einzigartige Fähigkeit zugute, sich verschiedene Stile so anzuverwandeln, dass er sich wie in einem fremdem Idiom völlig souverän und subjektiv in ihnen ausdrücken konnte. Dies galt gleichermaßen für die Schreibweisen so unterschiedlicher Komponisten wie die der Zweiten Wiener Schule, Debussys und Boulez’ sowie für die musique concrete oder die gängige Unterhaltungsmusik vom Chanson bis zum Pop. Mit seinem Requiem für Streicher gelang ihm nicht zuletzt aufgrund eines begeisterten Kommentars von Igor Strawinsky 1957 der internationale Durchbruch. Die traditionellen Instrumente Japans fanden darüberhinaus in völlig neuer Art Eingang in Kompositionen, die zur westlichen Avantgarde gerechnet werden können. Sein umfangreiches Œuvre umfasst neben Werken für konzertante Aufführungen auch Musik zu zahlreichen Filmen, insbesondere Hollywood-Produktionen.
Wei-Ching Tseng wurde in Taiwan geboren und erhielt mit 9 Jahren ihren ersten Harfenunterricht. Sie hat ihr Masterstudium Harfe bei Prof. Han-An Liu an der Musikhochschule Köln und an der Kunstuni Graz sowie ihr Masterstudium „Interpretation Neue Musik“ bei Prof. Han-An Liu und Prof. David Smeyers an der Musikhochschule Köln erfolgreich abgeschlossen. Zurzeit studiert sie in Köln Konzertexamen "Harfe" und spielt im Hessischen Staatstheater Wiesbaden als Solo-Harfenistin. Sie nahm an mehreren Wettbewerben teil. Seit 2014 ist sie Stipendiatin der Stiftung „Yehudi Menuhin Live-Music-Now Köln e.V.“ und seit 2016 Stipendiatin der Hans und Marlies Stock-Stiftung für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.

Joss Turnbull wurde 1985 in Bielefeld geboren. Schon während seines Musikstudiums wurde er vom ägyptischen Oud-Spieler Mustafa Said für Konzerte in den arabischen Staaten eingeladen. Neben einem Studienaufenthalt an der Istanbul Teknik Üniversitesi in Istanbul bereiste er Syrien, Libanon und den Iran um bei Musikern Unterricht zu erhalten. Die iranische Kelchtrommel Tonbak stellt seither das Zentrum seiner künstlerischen Arbeit da. Mit dem Gebrauch von Gummibällen, Tremmolo-stick, Folien, Besen und Live- Elektronik moduliert er den Klang seiner Tombak in seinem elektro-akustischem Perkussion-Set ein. Sein erstes Solo Album „Isturnbull“ veröffentlichte er 2013. Es folgten Konzerte als Solist und mit international renommierten Musikern in Europa, Afrika, dem Nahen Osten und in Japan. Auf Deutschlandradio Kultur wurde er als „einer der spannendsten Perkussionisten seiner Generation“ vorgestellt und erhielt 2015 einen Preis der GBG Mannheim in der Kategorie Solo Künstler sowie ein Stipendium der Kunststiftung Baden- Württemberg.

Hans Tutschku  (*1966) ist seit 1982 Mitglied des Ensembles für Intuitive Musik Weimar (EFIM). Er studierte Komposition in Dresden, Den Haag und Paris, begleitete ab 1989 Karlheinz Stockhausen auf mehreren Konzertzyklen, um sich in die Klangregie einweisen zu lassen und besuchte 1996 Kompositionsworkshops von Klaus Huber und Brian Ferneyhough. 2003 promovierte er bei Prof. Dr. Jonty Harrison an der Universität Birmingham (PhD). Er lehrte elektroakustische Komposition an der Weimarer Hochschule für Musik, am IRCAM in Paris, in Montbéliard und der Technischen Universität Berlin. Seit 2004 wirkt er als Kompositionsprofessor und Leiter des Studios für elektroakustische Musik an der Harvard University (Cambridge, USA). Einladungen zu Konzerten und Meisterkursen führten ihn in mehr als 40 Länder. Seine Werke wurden mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet.

Truike van der Poel studierte zunächst Altphilologie in Leiden, später Gesang in Den Haag und parallel dazu Chorleitung in Rotterdam. Nach dem Dirigierexamen war sie bis 2001 Lehrbeauftragte für Chorleitung an der Musikhochschule Hannover. Seitdem widmet sie sich ausschließlich dem Gesang. Neben dem barocken und klassischen Oratoriumfach profilierte sie sich besonders auf dem Gebiet der Neuen Musik und gastierte u.a. beim Warschauer Herbst, beim Davos Festival, bei Musica Viva (München), in der Alten Oper (Frankfurt) und im IRCAM (Paris). Truike van der Poel wirkte regelmässig im Balthasar Neumann-Chor und der Schola Heidelberg  mit und arbeitete als Gastsolistin mit dem Ensemble L'Itinéraire und dem Ensemble Resonanz zusammen.Sie sang solistisch in Uraufführungen vokaler Kammermusik von u.a. Salvatore Sciarrino, Carola Bauckholt, René Leibowitz, Dora Cojocaru, Thomas Stiegler, Erik Oña, Caspar Johannes Walter u.v.a. und gehört als "Stimme" zum Kölner Thürmchen Ensemble. Seit 2007 ist sie Mitglied der Neuen Vocalsolisten Stuttgart.

Matthias von Hintzenstern (*1953) studierte Violoncello an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Parallel zur musikalischen Ausbildung erste Beschäftigung mit Bildender Kunst. Seit 1976 als Orchestermusiker tätig, zunächst im Staatlichen Sinfonieorchester Thüringen( Gotha) und seit 1980 im Philharmonischen Orchester des Theaters Altenburg-Gera. 1980-1983 Zusatzstudium im Fach Viola da Gamba an der Leipziger Musikhochschule bei Prof. Siegfried Pank. 1980: Gründungsmitglied des Ensembles für Intuitive Musik Weimar (EFIM). Gastspiele in 30 Ländern. Soloprogramme: Violoncello und Obertongesang.  1998: Gründung des Ensembles „tangokonzert.de“. Als Leiter und Organisator initiiert er  seitdem jährlichen Workshops: „Tango kreativ – Astor Piazzolla – Vermächtnis und Inspiration“, seit einigen Jahren auch als Bandoneon-Spieler. Zahlreiche Ausstellungen seiner Bilder, Collagen und „Raum–Klang –Installationen“ zusammen mir seiner Frau Angelika Kühn von Hintzenstern  2007: Einweihung des von ihm konzipierten Denkmals „den Opfern politischer Gewaltherrschaft“ in Gera.

Michael von Hintzenstern (*1956) studierte Orgel/Chorleitung an der Thüringer Kirchenmusikschule in Eisenach und Musikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität in Halle/Saale. 1976 Preisträger des Internationalen Kompositionswettbewerbs in Boswil (Schweiz). 1980/81 Gründung des "Ensembles für Intuitive Musik Weimar", das sich besonders für Werke des in der DDR tabuisierten Komponisten Karlheinz Stockhausen einsetzte (Kontakt seit 1970). Gastspiele in 30 Ländern. Seit 1986 Organist der "Liszt-Orgel" in Denstedt bei Weimar, die er 1980 wiederentdeckte und 2011 restaurieren ließ. 1988 initiierte er die 1. Tage Neuer Musik in Weimar, die seitdem jährlich stattfinden. 1989 rief er mit Hans Tutschku die Unabhängige Vereinigung für Musik der Gegenwart "Klang Projekte Weimar "  ins Leben (Ehrenpatron: Karlheinz Stockhausen), die als Träger der Tage Neuer Musik sowie der Konzertreihen "Neue Wege zur Musik – Wege zur Neuen Musik" (seit 1991) und „Klang – Rausch – Orgel“ (seit 2009) fungiert. 2012 proklamierte er als Langzeitprojekt die „DADA-DEKADE 2012-2022“. Seit 1994 gehört er dem Präsidium des Landesmusikrates Thüringen an (seit 2016: Vizepräsident) und leitet dort den Landesausschuss Neue Musik. 1996: "Weimar-Preis"

Die Geigerin Biliana Voutchkova stammt aus Bulgarien. Nach dem Abschluss ihres Violinstudiums in Sofia setzte sie ihre klassische Ausbildung in Los Angeles an der University of Southern California und in New York am Mannes College of Music fort. Dort kam sie neben der Neue-Musik-Szene auch in Kontakt mit der Praxis improvisierter Musik und entwickelte sich zu einer improviser/composer/interpreter, deren Tätigkeit gleichermaßen dem klassischen wie dem zeitgenössischen Repertoire und Improvisationen gewidmet ist. Biliana Voutchkova trat als Solistin mit Orchestern wie dem Chamber Orchestra of Boston, dem New England String Ensemble, dem Festival Orchester Sofia oder dem Tokyo Metropolitan Orchestra auf und arbeitet mit zahlreichen Gruppen Neuer Musik zusammen. In Berlin hat sie sich einen Namen besonders als Musikerin der Echtzeit-Szene mit „grapeshade“ und dem „Splitter Orchester“ gemacht. Mitglied bei work in progress – Berlin ist Biliana Voutchkova seit 2010. Ihre aktuelle Solo-CD „modus of raw“ ist 2016 erschienen.

Rie Watanabe: 1979 in Hokkaido, Japan geboren und begann Rie Watanabe 1999 ihr Schlagzeugstudium an der National University of Fine Arts and Music (Tokyo)  bei Prof.Makoto Aruga, Prof.Michiko Takahashi, Prof.Takafumi Fujimoto und Mariko Okada. 2005-2011 studierte sie an der Hochschule für Musik in Karlsruhe bei Prof. Isao Nakamura, Prof.Hans-Jörg Bayer, Prof.Jürgen Heinrich, Jochen Brenner und Thomas Hoefs. Von 1999 bis 2005 war sie Mitglied des high powered Ching-Dong Orchesters “chantiki tornade” in Tokio unter der Leitung des Komponisten Yuya Honda. Seit 2003 ist sie Mitglied des Ensembles für Neue Musik “Ensemble Bois ” in Tokio unter der Leitung des Komponisten Takeo Hoshiya. Aushilfstätigkeiten führten sie zu verschiedenen Ensembles und Orchestern wie der Musikfabrik Köln, dem Klangforum Wien u.a.. 2006 gründete Rie Watanabe mit Shingo Inao (Japan/Berlin) “Rhyngo”, ein Duo für Schlagzeug und elektronische Musik. Seit 2012 spielt sie mit Mirjam Schröder “MiRi”, ein Duo für Harfe und Schlagzeug und Schlagzeug Trio “Trio Kai” mit Ferdinand Martin und Shinichi Minami. 2014 begann sie Projekt “Travel Musica” um die unterschiedlichen Möglichkeiten der Aktualisierung und Verfügbarmachung des musikalischen Erbes von Yuya Honda und von Musik im Allgemeinen zu erkunden. Rie Watanabe lebt/arbeitet in Köln und Karlsruhe.

Hiroyuki Yamamoto (*1967) stammt aus der Präfektur Yamagata und wuchs in Zushi / Kanagawa auf. Er studierte an der Tokyo University of the Arts. Dort war er bis 1992 Kompositionsschüler von Akira Kitamura, Jo Kondo und Isao Matsushita. Erste internationale Resonanz auf seine Arbeit gab es bereits 1991 in Montreal, seit 1994 auch in Europa auf der Gaudeamus Musikwoche in Amsterdam. Seit 1998 mit dem BMW Music Viva Preis erhielten seine Kompositionen vielfältige Auszeichnungen. 1997 – 2000 war Yamamoto Leiter des Tokioter Ensembles „d’Ame“. Seine vielfältigen Werke wurden bisher in den USA, Neuseeland, Australien und verschiedenen Ländern Asiens und Europas aufgeführt. Seit 2009 lehrt Yamamoto an der Aichi Universität in Nagoya und realisierte parallel ein Forschungsprojekt an der University of California in San Diego.

Aki Yamauchi wurde in in Ehime, Japan, geboren. Sie studierte Horn an der Musashino Musikhochschule in Tokyo, an der Musikhochschule in Würzburg und an der Musikakademie in Basel. Ihre Lehrer waren Yoshihiro Suyama, Gottfried Langenstein, Xiao-Ming Han und für Naturhorn Christian Friedrich Dallmann. Aki Yamauchi verfügt über ein breitgefächertes Repertoire von der historischen Aufführungspraxis bis zur Gegenwart. Als Mitglied des Ensembles work in progress – Berlin hat sie zahlreiche Werke uraufgeführt. In ihrer Heimat Japan trat sie seit 2014 als Solistin mit Neuer Musik für Horn auf. Sie folgte Einladungen der Internationalen Gesellschaft für neue Musik (ISCM) und des internationalen Musikfestivals in Tokyo und realisierte mehrere Uraufführungen, u.a. von Joji Yuasa und Junmei Suzuki.
Joji Yuasa (*1929) wurde in Koriyama geboren. Er studierte zunächst Medizin an der Keio-Universität. In dieser Zeit begann er als Autodidakt mit kompositorischen Studien. 1952 schloss er sich der Künstlergruppe „Jikken-Kobo“ („Experimentelle Werkstatt“) an, der auch Takemitsu als Mitbegründer angehörte. Neben seinen Kompositionen für den Konzertsaal schrieb Yuasa auch viel Musik für Film und Fernsehen. Auf diesem Gebiet hatte er auch seine ersten internationalen Erfolge 1961 bei der Berlinale und 1967 bei den Filmfestspielen in Venedig. Erste konzertante Aufführungen in Europa ergaben sich beim Warschauer Herbst 1969. Seither werden Werke Yuasas an allen Zentren Neuer Musik weltweit aufgeführt. Nach mehreren Arbeitsstipendien (Berlin, Toronto, Sidney, Paris) lehrte er seit 1981 bis zu seiner Emeritierung als Professor an University of California in San Diego.









 
Presse


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Klangkunstfestival in Trier Suchen und Finden

6:54 min | 9.2. | 15.05 Uhr | SWR 2









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